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Mehr als 1 Milliarden Menschen leiden an Bluthochdruck

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Neue Studie  

Bluthochdruck weltweit auf dem Vormarsch

16.11.2016, 13:58 Uhr | dpa-AFX, AFP

Mehr als 1 Milliarden Menschen leiden an Bluthochdruck. Menschen mit hohem Blutdruck haben ein größeres Risiko,  Herzkreislauferkrankungen zu erleiden. (Quelle: dpa)

Menschen mit hohem Blutdruck haben ein größeres Risiko, Herzkreislauferkrankungen zu erleiden. (Quelle: dpa)

Hoher Blutdruck wird laut einer Studie weltweit zu einem immer größeren Problem. Mehr als 1,1 Milliarden Menschen leiden heute an Bluthochdruck. In den vergangenen vier Jahrzehnten hat sich die Zahl fast verdoppelt, heißt es in einer im Fachmagazin "Lancet" veröffentlichten Studie. Den größten Anstieg verzeichneten die Wissenschaftler in Asien und Afrika, aber auch viele osteuropäische Staaten weisen hohe Zahlen auf.

An den Folgen von Bluthochdruck sterben jährlich weltweit 7,5 Millionen Menschen, sagte der an der Studie beteiligte Forscher Majid Ezzati vom Imperial College in London. Weltweit betrachtet sei Bluthochdruck "nicht länger ein Problem der westlichen Welt oder der wohlhabenden Länder. Es ist ein Problem der ärmsten Länder und Menschen der Welt."

Durchschnittliche Blutdruckwerte in armen Ländern gestiegen

Auffällig seien regionale Verschiebungen: In den Industrienationen der westlichen Welt und dem Asien-Pazifik-Raum seien die durchschnittlichen Blutdruckwerte in den in den vergangenen Jahrzehnten erheblich gesunken - etwa in Deutschland, Australien, Schweden und Japan. Auch der Anteil von Bluthochdruck-Patienten in der Bevölkerung sei in den reichen Ländern am stärksten gesunken.

In ärmeren Ländern seien die durchschnittlichen Blutdruckwerte hingegen erheblich gestiegen, etwa in vielen Ländern Südasiens und Afrikas südlich der Sahara.

Männer haben häufiger hohen Blutdruck

Die Wissenschaftler um Majid Ezzati vom Imperial College London (Großbritannien) hatten 1479 Studien aus den Jahren zwischen 1975 und 2015 ausgewertet, in denen Angaben zum Bluthochdruck zu finden waren. Die Studie zeigte auch, dass Männer in den meisten Ländern der Welt im Jahr 2015 höheren Blutdruck haben als Frauen.

"Bluthochdruck ist nicht länger eine Wohlstandskrankheit - wie noch 1975 - sondern ist heute ein ernsthaftes Problem im Zusammenhang mit Armut", erläutert Ezzati. Warum der Blutdruck vor allem in ärmeren Ländern gestiegen ist, wissen die Forscher nicht sicher. Sie nehmen an, dass eine insgesamt bessere Gesundheit und eine bessere Ernährung mit mehr Obst und Gemüse in den reicheren Ländern den Trend zumindest miterklärt. Außerdem werde hoher Blutdruck dort häufiger erkannt und medikamentös behandelt.

Bluthochdruck: Rund 9,4 Millionen Todesfälle weltweit zur Folge

Eine mangelhafte Ernährung in der Kindheit könne in ärmeren Ländern eine wichtige Rolle spielen: "Es gibt zunehmend Hinweise darauf, dass eine schlechte Ernährung in den ersten Lebensjahren das Risiko für Bluthochdruck im späteren Leben erhöht, und das kann eine Erklärung für das wachsende Problem in den ärmeren Ländern sein", sagt Ezzati.
Bluthochdruck gilt als Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Auch andere lebenswichtige Organe wie Nieren und Augen können bei dauerhaft erhöhtem Blutdruck geschädigt werden. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat hoher Blutdruck im Jahr 2010 weltweit rund 9,4 Millionen Todesfälle zur Folge gehabt. Als Risikofaktoren gelten Übergewicht, zu wenig Bewegung, eine ungesunde, zu salzhaltige Ernährung, erhöhter Alkoholkonsum und Stress. Tendenziell steigt der Blutdruck im Alter an.

Eine gesündere Lebensweise lässt den Blutdruck in vielen Fällen sinken

In Deutschland ist der Blutdruck nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, vor allem bei Frauen. Das zeige unter anderem eine Auswertung von Daten aus den Jahren 2008 bis 2011. Als einen Grund nennt das RKI, dass der Grenzwert für eine Behandlung gesenkt wurde - von 160 mmHG auf 140 mmHG systolischen Blutdruck. Er gibt den maximalen Druck an, während sich das Herz zusammenzieht und Blut in den Kreislauf presst. Auch eine zunehmend gesündere Lebensweise habe vermutlich dazu beigetragen, heißt es weiter.

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