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Grippe oder Erkältung? Welche Viren jetzt krank machen

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Guter Zeitpunkt für Grippeimpfung  

Welche Viren jetzt krank machen

27.11.2016, 12:37 Uhr | dpa

Grippe oder Erkältung? Welche Viren jetzt krank machen. Zurzeit sind besonders Erkältungsviren im Umlauf. Die Grippewelle rollt meist nach dem Jahreswechsel an. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zurzeit sind besonders Erkältungsviren im Umlauf. Die Grippewelle rollt meist nach dem Jahreswechsel an. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Jahreszeit des Schniefens und Hustens ist angebrochen. Noch verursachen vor allem Erkältungsviren diese Symptome. Aber auch die echte Grippe wird sich bald ausbreiten.

Die echte Grippe lässt in Deutschland noch auf sich warten. Wer derzeit hustet und schnieft, habe in der Regel Erkältungsviren aufgeschnappt, sagte Silke Buda, Expertin des Robert Koch-Instituts (RKI). Es gebe so langsam die ersten Nachweise von Influenza-Erregern, eine erhöhte Grippe-Aktivität sei aber noch nirgendwo in Europa zu beobachten. "Wir sind noch ganz am Anfang. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um sich impfen zu lassen", betonte Buda.

Grippewelle rollt meist nach Jahreswechsel

Wie schwer die bevorstehende Grippesaison ausfällt, lässt sich nicht vorhersagen. Die vergangene verlief relativ moderat, nachdem es im Winter 2014/15 viele Deutsche heftig erwischt hatte. In den vergangenen Jahren begann die Grippewelle meist nach dem Jahreswechsel und erreichte ihren Höhepunkt zwischen Mitte Februar und Ende März.

Impstoff jedes Jahr anders

Grippe-Impfstoffe sind von Jahr zu Jahr unterschiedlich zusammengesetzt, weil sich die kursierenden Viren ständig verändern. Deshalb muss die Influenza-Schutzimpfung jedes Jahr aufgefrischt werden. Die Vakzine für die Saison 2016/2017 unterscheiden sich in zwei der drei Komponenten von denen der vorigen Saison, wie Buda sagte. Zudem sind nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) auch zwei Impfstoffe mit je vier Komponenten auf dem Markt, bei denen je ein Stamm ausgetauscht wurde. Aktuell hatte das PEI insgesamt rund 16 Millionen Impfdosen freigegeben.

Schweinegrippe-Stamm bleibt

Beibehalten wurde jeweils der Stamm für die Schweinegrippe A(H1N1), der im vergangenen Jahr relativ viel kursierte. Aktualisiert wurde der Stamm für A(H3N2), der zuletzt auf der Südhalbkugel präsent war, wie Buda sagte. "Erfahrungsgemäß haben ältere Menschen in Saisons, in denen H3N2 kursiert, ein höheres Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf."

Impfstoff ist nicht immer passgenau

Die Empfehlung zur Impfstoffzusammensetzung kommt von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Hinweise werden stets Monate vor Beginn der Grippesaison an die Impfstoffhersteller herausgegeben, da die Produktion Zeit benötigt. Weil sich die Viren in der Zeit noch verändern können, sind sie aber manchmal nicht passgenau.

Impfung hatte 2015 nur niedrige Wirkung

Im vergangenen Winter etwa war die Schutzwirkung der Impfung "niedrig bis moderat", wie das RKI im Herbst bilanziert hatte. "In anderen Saisons war die Effektivität meist höher und lag zwischen 40 und 60 Prozent." Ein Grund für die niedrigeren Werte diesmal war, so Buda, dass gegen Influenza B nicht die richtige Linie im Dreier-Impfstoff berücksichtigt worden war. Stärker verbreitet war letztendlich eine andere als die angenommene Variante.

Hände waschen bleibt besonders wichtig

Dennoch bleibt die Grippeschutzimpfung nach RKI-Angaben das wichtigste Mittel, um sich vor einer Grippeerkrankung zu schützen. Sie trainiert das Immunsystem gegen die Erkrankung, kann aber nicht allen Geimpften Schutz bieten.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Grippeschutzimpfung Menschen, die ein erhöhtes Risiko für besonders schwere Symptome haben: Menschen über 60, Schwangeren und chronisch Kranken. Zudem sollte sich Personal in Kliniken und Altenheimen impfen lassen.

Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen empfiehlt Buda, Abstand von Erkrankten zu halten und häufig die Hände zu waschen.

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