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Grauer Star und Augenkrankheiten vorbeugen: Was jeder für seine Sehkraft tun kann

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Sieben Tipps  

Was jeder für seine Sehkraft tun kann

28.11.2016, 11:50 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Grauer Star und Augenkrankheiten vorbeugen: Was jeder für seine Sehkraft tun kann. Gut sehen ist viel Wert. Doch man sollte seine Augen pflegen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gut sehen ist viel Wert. Doch man sollte seine Augen pflegen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mit zunehmendem Alter nimmt die Sehkraft ab. Aufhalten lässt sich das nur bedingt. Doch ein gesunder Lebensstil kann einen wichtigen Beitrag für die Augen leisten. Wir haben einen Augenarzt gefragt, was jeder für seine Sehleistung tun kann.

Etwa 70 Prozent unserer Informationen nehmen wir über das Sehen auf. Umso schlimmer, wenn die Augen Probleme machen und die Sicht trüben. Wer auf seine Augen achtet und ihnen die richtige „Pflege“ zukommen lässt, kann so manche Verschlechterung hinauszögern.

Augen-Pflegetipp 1: Finger weg von Zigaretten

Besonders kritisch für die Augen ist Rauchen. Die vielen giftigen Substanzen im Tabak greifen nicht nur die Sehfähigkeit an. Sie stören zudem die Durchblutung und damit auch die Sauerstoffversorgung der Augen. „Wer raucht, fördert die frühzeitige Entwicklung einer nicht heilbaren altersbedingten Makuladegeneration (AMD). Sie ist die häufigste Ursache für Blindheit im höheren Lebensalter“, warnt Dr. Georg Eckert, Augenspezialist und Pressereferent des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands (BVA). „Zigaretten sind neben dem Alter der Risikofaktor Nummer eins dieser Erkrankung.“

Augen-Pflegetipp 2: Alkohol nur in Maßen trinken

Zu viel Alkohol wirkt sich ebenfalls negativ auf die Gesundheit der Augen aus. So gibt es Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Sicca-Syndrom, also dem trockenen Auge, und Alkohol nachweisen konnten. „Alkohol kann bis in die Tränenflüssigkeit vordringen und ihre Zusammensetzung so verändern, dass die Augen trocken werden“, erklärt der Augenarzt. Brennen, Jucken, Rötungen und Tränen sind dann die Folge.
Doch auch geschwollene Augenlider, Schleimabsonderungen und Lichtempfindlichkeit gehören zu den Warnzeichen trockener Augen. Zudem drohen schmerzhafte Infektionen, wenn der natürliche Keim-Schutz nicht wieder hergestellt wird. Sogar das Sehvermögen kann leiden. „Trocknet die Hornhaut aus, nimmt die Augenoberfläche langfristig Schaden. Wird über Jahre hinweg nicht behandelt, kann die Sehkraft dauerhaft beeinträchtigt werden“, warnt Eckert.

Augen-Pflegetipp 3: Immer wieder blinzeln

Neben Alkohol beeinflussen auch häufige Computerarbeit, ständiges Fernsehen, Klimaanlagen und trockene Raumluft die Tränenflüssigkeit. Werden die Beschwerden nicht besser, sollte man einen Arzt aufsuchen – auch um andere Erkrankungen auszuschließen. Spezielle, auf den eigenen Tränenfilm abgestimmte Augentropfen helfen, den Tränenfilm zu stärken. Zudem sollte man ausreichend Wasser trinken, um die Augen von innen zu befeuchten und darauf achten, das Blinzeln nicht zu vergessen, wenn man am Computer sitzt.

Augen-Pflegetipp 3: Sport stärkt die Augen

Bewegung ist für die Sehkraft ebenfalls von großer Bedeutung. Wer ausreichend aktiv ist, unterstützt die Sauerstoffversorgung. Vor allem Sport im Freien ist für die Augen wie ein Kurzurlaub. Zudem beugt Bewegung Übergewicht vor.

„Übergewicht erhöht das Risiko an Bluthochdruck und Diabetes zu erkranken. Diese Erkrankungen können für das Augenlicht gefährlich werden, da sie den Sehnerv angreifen und die feinen Gefäße, welche die Netzhaut mit Blut versorgen, zerstören“, erklärt Eckert. „Im schlimmsten Fall erblindet der Patient.“ Hinzu kommt: Diabetiker haben ein höheres Risiko an grauem Star zu erkranken als Gesunde.

Augen-Pflegetipp 4: Regelmäßig frisches Obst und Gemüse

Auch was man isst, hat Einfluss auf die Sehleistung. Eine gesunde Ernährung stärkt den gesamten Körper und somit auch die Augen. Vor allem frische Lebensmittel sind gut für die Sehkraft, denn sie enthalten wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Laut dem BVA sind beispielsweise Paprika, Karotten, Rote Rüben, Brokkoli, Spinat, Erbsen, Feldsalat und Zitrusfrüchte wichtige „Augenvitamin-Spender“.

Augen-Pflegetipp 5: Grünes Gemüse auf dem Teller

Grünes Gemüse enthalte zudem Lutein, der als gelbes Pigment in der Makula vorkommt. Lutein wird eine gewisse Schutzwirkung für die Netzhaut nachsagt. „Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, leistet einen wichtigen Beitrag für seine Augengesundheit“, sagt Eckert. Würden wichtige Vitamine fehlen, seien Mangelerscheinungen möglich, die beispielsweise Sehschwächen oder Zellstörungen zur Folge haben könnten. Aber: Kurz- oder Weitsichtigkeit lässt sich laut dem BVA auch mit der gesündesten Ernährung nicht verbessern.

Augen-Pflegetipp 6: Sonnenbrille ist ein Must-have

Ein weiterer sehr bedeutsamer, aber oft unterschätzter Schutz für die Augen ist die Sonnenbrille. Zu viel UV-Licht kann zu bleibenden Schäden an Linse und Netzhaut führen. „Das Kritische dabei ist, dass der Betroffene davon nichts merkt. Erst Jahre später gehören eine Makuladegeneration und Grauer Star zu den möglichen Folgen“, so der Augenarzt.

Sein Tipp: Die Sonnenbrille immer beim Fachhandel oder bei einem Optiker kaufen, um sicher zu gehen, dass diese über einen ausreichenden UV-Schutz verfügt. „Verlassen Sie sich auf keinen Fall allein auf die Farbe der Gläser. Auch wenn diese sehr dunkel sind, sagt das nichts über den UV-Schutz aus.“

Augen-Pflegetipp 7: Regelmäßig zum Augenarzt

Damit Störungen und Erkrankungen der Augen frühzeitig erkannt und behandelt werden können, rät Eckert zudem zu regelmäßigen Kontrolluntersuchungen im Zweijahresrhythmus. Ab dem 40. Lebensjahr empfiehlt er, den Augenarzt jährlich aufzusuchen. Auch wenn Beschwerden wie Brennen, Rötungen oder Schmerzen auftreten, sollte man zum Arzt gehen. Bei Beeinträchtigungen der Sehfähigkeit, etwa durch Punkte, Schatten, Blitze, Doppeltsehen oder Verschwommensehen ist Eile geboten.

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