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Gelenkschmerzen: So verhalten Sie sich richtig

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Wärme tut nicht gut  

Was gegen entzündete Gelenke hilft

20.04.2017, 13:51 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Gelenkschmerzen: So verhalten Sie sich richtig. Schmerzen in den Gelenken können sehr belastend sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schmerzen in den Gelenken können sehr belastend sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Entzündete Gelenke sind eine Qual: Wenn jede Bewegung schmerzt, suchen Betroffene verzweifelt Hilfe. Doch wie lassen sich die Beschwerden lindern und andere Behandlungsmaßnahmen wirkungsvoll ergänzen?

Neben der Einnahme von Schmerzmitteln sowie der Durchführung verschiedener, vom Arzt verordneter, Therapiemaßnahmen gibt es eine Reihe weiterer Empfehlungen, die bei Entzündungen helfen können. Dazu gehören beispielsweise kühle Umschläge und kühlende Salben.

Kühle Umschläge dämpfen Entzündungsprozesse

Kälte kann Schmerzen lindern. Sie wirkt betäubend und dämpft Entzündungsprozesse, indem sie den Stoffwechsel im Gelenk verlangsamt. Aber Achtung: Die Anwendungen dürfen immer nur kühl, aber nie eiskalt sein, um Schäden an der Haut und den Blutgefäßen zu verhindern.

Wärme ist Gift für das Gelenk

Auf keinen Fall sollte Wärme an das akut entzündete und geschwollene Gelenk kommen, warnt die Deutsche Arthrose-Hilfe. Wärme kurbelt die Entzündungsprozesse zusätzlich an und kann die Schmerzen verschlimmern. Der Grund: Eine Entzündungsreaktion des Körpers äußert sich neben Rötungen, Schwellungen und Schmerzen auch durch eine Überwärmung des betroffenen Bereichs. Wird diese Wärmeentwicklung intensiviert, verstärken sich auch die Beschwerden.

Wärme nie direkt anwenden

Wärme ist nach Angaben der Arthrose-Hilfe nur dann empfehlenswert, wenn sie den umliegenden Sehnen und der Muskulatur zugute kommt. Dann kann sie die, durch die ständigen Schmerzen angespannten und strapazierten Partien, lockern und ihre Durchblutung fördern. Wichtig dabei ist, dass die Wärme nicht direkt in das Gelenk strahlt, sondern nur die Bereiche ober- und unterhalb erwärmt .

Arthrose: Auf diese drei Risikofaktoren besser verzichten

Eine bewusste Ernährung kann die Arthrose-Therapie ebenfalls ergänzen und helfen, Entzündungen zu lindern. So rät die Deutsche Arthrose-Stiftung, auf Zigaretten, Alkohol und rotes Fleisch zu verzichten, da darin Substanzen enthalten sind, die den Gelenkstoffwechsel negativ beeinflussen und Entzündungen fördern. 

"Arthrose-Diät": mehr Frische, weniger Zucker

Entzündungshemmend hingegen können die in Seefischen enthaltenen Omega-3-Fettsäuren sein. Obst und Gemüse versorgen die Gelenke mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Gesunden Ölen wie Leinsamen-, Soja- und Wallnussöl wird ebenfalls eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Viele Arthrose-Betroffene berichten zudem von einer Verbesserung der Beschwerden, wenn sie Weißmehlprodukte reduzieren und ihren Zuckerkonsum einschränken.

Nahrungsergänzungsmittel MSM kann Schmerzen lindern

Einige Orthopäden und Patienten haben zudem gute Erfahrungen mit dem Nahrungsergänzungsmittel MSM gemacht. Bei Methylsulfonylmethan handelt es sich um eine organische Schwefelverbindung. Der Körper enthält fünf Mal mehr Schwefel als Magnesium und sogar vierzig Mal mehr als Eisen. Rund die Hälfte des Schwefelvorkommens findet sich in Muskeln, Haut und Knochen.

Die Wirkung von MSM fußt auf vier Säulen:

  • Es hilft den Muskeln, sich zu entspannen,
  • hemmt Entzündungen,
  • fängt freie Radikale im Gelenk ab
  • und fördert die Durchblutung.

Schwellungen, Schmerzen, Rötungen und Hitzeempfindungen in den Gelenken können gelindert werden.

Mit Gelenkbeschwerden immer zum Arzt

Trotz der genannten Tipps ist es wichtig, dass man mit entzündeten und schmerzenden Gelenken immer einen Arzt aufsucht und die geeignete Therapie in Anspruch nimmt. Die genannten Empfehlungen gegen Entzündungen können den Krankheitsverlauf zwar positiv beeinflussen, als alleinige Behandlung sind sie allerdings nicht ausreichend.

Auch für Schmerzmittel gilt: Den geeigneten Wirkstoff, die Dosierung sowie die Dauer der Einnahme immer mit einem Arzt besprechen.

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