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Wechseljahre: Blasenentzündung trifft nicht nur junge Frauen

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Nicht nur für junge Frauen ein Problem  

Warum die Wechseljahre eine Blasenentzündung begünstigen

07.03.2017, 08:30 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Wechseljahre: Blasenentzündung trifft nicht nur junge Frauen. Eine Frau hat eine Blasenentzündung (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Auch ein veränderter Hormonhaushalt kann zur Blasenentzündung führen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht nur junge Frauen haben häufig mit einer Blasenentzündung zu kämpfen. Auch jenseits der 40 sind Schmerzen beim Wasserlassen und unangenehmer Harndrang keine Seltenheit. Schuld ist die Hormonumstellung, die mit den Wechseljahren einhergeht. Wie man der Blasenentzündung am besten vorbeugt.

Mit den Wechseljahren treten bei vielen Frauen vermehrt Blasenentzündungen auf. In dieser Zeit verändert sich der Hormonspiegel. Die Produktion der Geschlechtshormone nimmt immer weiter ab und kommt mit dem Ende der Wechseljahre schließlich ganz zum Erliegen. Fehlen die Östrogene und Gestagene, wirkt sich das auch auf den natürlichen Schutzmechanismus der Scheidenflora aus.

Die Anzahl der Laktobazillen nimmt mit den Wechseljahren ab

Die Scheidenschleimhäute werden nach der Menopause, also der letzten Monatsblutung, meist dünner und häufig auch trockener. Die natürliche Abwehrfunktion im Intimbereich wird dadurch geschwächt. Und noch eine Folge hat der sinkende Hormonspiegel: Eine gewisse Menge an Östrogenen ist wichtig, damit sich die Laktobazillen, also Milchsäurebakterien, vermehren können. Diese besiedeln natürlicherweise die Scheide und sorgen dort für das saure Milieu, das als wertvolle Schutzbarriere gegen Krankheitserreger dient. Nimmt die Östrogenkonzentration ab, verringert sich die Anzahl der Laktobazillen.  

Das bekommt auch die Harnröhre zu spüren, die ebenfalls von dem Schutzmechanismus der Scheide profitiert. Eindringlinge, darunter das Darmbakterium Escherichia coli, Hefepilze und andere Krankheitserreger, können nicht mehr so gut abgewehrt werden. Das Infektionsrisiko steigt. 

Das Blasengewebe wird nach der Menopause anfälliger

Doch auch in der Blase selbst finden im Laufe der Wechseljahre Veränderungen statt. Das Innere ist mit einer Gewebeschicht bedeckt. Diese bildet nicht nur eine wichtige Schutzschicht für die Blase, sondern ist auch an der Herstellung antibiotisch wirksamer Substanzen, sogenannter Peptide, beteiligt. Sie bekämpfen schädliche Mikroorganismen. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei Frauen in den Wechseljahren genau diese Gewebeschicht an Widerstandsfähigkeit verliert.

Ständige Blasenentzündung: Hormontherapie kann mögliche Hilfe sein

Frauen, die in den Wechseljahren unter immer wiederkehrenden Blasenentzündungen leiden, können mit ihrem Frauenarzt über eine mögliche Einnahme von Hormonen sprechen. Sie gibt es in Form von Tabletten und Zäpfchen. Kommt es hingegen nur hin und wieder zu einem Harnwegsinfekt, kann es oftmals schon helfen, mit ein paar "Blasen-Regeln" vorzubeugen.

Ausreichend zu trinken ist das A und O

Die wichtigste Maßnahme im Kampf gegen Blasenentzündungen – nicht nur in den Wechseljahren – ist Urologen zufolge ausreichendes Trinken. So wird die Blase regelmäßig gespült und krankmachende Keime können sich nicht so leicht ansiedeln. Ebenfalls ratsam ist es, nach dem Geschlechtsverkehr auf die Toilette zu gehen. So werden Erreger, die beim Sex in die Harnröhre "massiert" wurden, gleich wieder ausgespült und setzen sich nicht in der Blase fest.

Zu viel Seife schadet der Scheidenflora

Ebenfalls wichtig ist es, nach dem Stuhlgang immer von vorne nach hinten zu wischen. Übertriebene Intimhygiene mit zu viel Seife und Intimwaschlotion greift die natürliche Schutzfunktion der Schleimhäute an, wie der Berufsverband der Frauenärzte warnt. Erreger haben dann leichtes Spiel. Auf Intimdeos verzichtet man ebenfalls besser.

Statt Synthetik ist Baumwolle ein gutes Material für die Unterwäsche. Sie nimmt Feuchtigkeit besser auf und ist atmungsaktiv. Das sorgt für einen trockenen Intimbereich und beugt so der übermäßigen Vermehrung von Bakterien vor. Vorsicht geboten ist auch bei String-Tangas. Sie erhöhen das Infektionsrisiko, da sie beim Tragen die Bakterien vom Analbereich hin zur Harnröhre verteilen können.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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