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So wehren Sie in letzter Minute eine Blasenentzündung ab

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Antibiotika nicht immer ein Muss  

So wehren Sie eine Blasenentzündung in letzter Sekunde ab

23.02.2017, 10:13 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

So wehren Sie in letzter Minute eine Blasenentzündung ab. Eine Frau hat eine Blasenentzündung (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/champja)

Blasenentzündung: Oftmals geht es ohne Antibiotika (Quelle: champja/Thinkstock by Getty-Images)

Viele Frauen leiden immer wieder unter Blasenentzündungen, doch ständig Antibiotika nehmen möchten die wenigsten. Diese Möglichkeiten gibt es, das fiese Brennen und den unangenehmen Harndrang in letzter Sekunde abzuwehren.

Bei Frauen liegen Scheideneingang und After eng beieinander. Zudem ist die Harnröhre mit etwa vier Zentimetern sehr kurz. Erreger, meist das Darmbakterium Escherichia coli, haben es daher leicht, in die Blase einzudringen und eine Entzündung hervorzurufen. Vor allem, wenn die natürliche Scheidenflora geschwächt ist.

Blasenentzündung: Oftmals geht es ohne Antibiotika

Der Beginn einer Blasenentzündung zeigt sich meist durch leichtes Brennen und Ziehen im Unterleib, man hat das Gefühl öfter auf die Toilette zu müssen. Die meisten Frauen bemerken schnell, dass "unten etwas nicht stimmt". Wer jetzt richtig reagiert, hat gute Chancen, den Harnwegsinfekt nochmal abzuwenden und um die Einnahme von Antibiotika herum zu kommen.

Antibiotika an sich wirken zwar sehr gut gegen Blasenentzündungen. Doch je öfter man sie einnimmt, desto größer ist das Risiko, dass die Bakterien unempfindlicher werden und sich Resistenzen bilden. Im schlimmsten Fall wirkt das Medikament irgendwann nicht mehr. Es sollte daher nur dann zum Einsatz kommen, wenn es medizinisch wirklich notwendig ist. Blasenentzündungen heilen in den meisten Fällen auch ohne Antibiotika wieder aus.

Um den Harnwegsinfekt abzuwehren, braucht die Blase Flüssigkeit

Die wichtigste Maßnahme bei einem beginnenden Harnwegsinfekt ist Trinken. Denn so wird die Blase gespült und Krankheitskeime werden hinausbefördert. Zwei Liter am Tag sollte man trinken. Wasser und entzündungshemmende Tees, beispielsweise aus Brennnesseln, Birkenblättern, Schachtelhalm oder Goldrutenkraut, sind ebenso gut geeignet wie Saftschorlen.

Cranberrys und Preiselbeeren schützen die Blase

Beliebt sind vor allem Cranberry- und Preiselbeersaft. Die beiden Beeren gehören zu den Geheimtipps, um eine aufkeimende Blasenentzündung abzuwehren. Untersuchungen haben Hinweise darauf gegeben, dass die sauren Beeren dem Körper möglicherweise dabei helfen, die Erreger aus der Blase zu befördern. Die enthaltenen Wirkstoffe Anthocyane und Proanthocyanidine sollen sich an die Zelloberfläche der Escherichia coli-Bakterien heften und so verhindern, dass sich diese an der Blasenwand festsetzen. 

Auch wenn die Studienlage bisher nicht eindeutig ist: Ein Versuch ist der Saft durchaus wert. Wichtig ist, dass man hundertprozentigen Fruchtsaft wählt, der frei von Zusätzen wie etwa Zucker und Konservierungsstoffen ist. Zu finden sind sie meist in Bioläden und Apotheken.

Hagebuttentee wärmt und bekämpft die Erreger

Mit Hagebutten kann man es ebenfalls versuchen. Sie wirken aufgrund der Fruchtsäuren leicht harntreibend und sind zudem leicht schmerzlindernd und entzündungshemmend. Auch das kann dabei helfen, einer beginnenden Blasenentzündung vorzubeugen. Die Wärme des Tees ist wohltuendund hilft, den Unterleib zu entspannen.

Ruhe und Wärme unterstützen die Blase bei der Heilung

Zudem gilt es, dem Körper Ruhe zu gönnen und ihn warm zu halten. So wird das Immunsystem im Kampf gegen die Erreger zusätzlich unterstützt. Eine Wärmflasche lindert das unangenehme Ziehen und den beginnenden vermehrten Harndrang. Jetzt auf keinen Fall auf einen kalten Untergrund setzen.

Keine Linderung der Beschwerden? Besser zum Arzt

Einen Arzt sollte man auf jeden Fall dann aufsuchen, wenn sich nach wenigen Tagen keine Besserung einstellt, sich die Symptome verschlimmern, die Schmerzen beim Wasserlassen nicht gut auszuhalten sind oder gar Blutbeimengungen im Urin, Schüttelfrost und Fieber hinzukommen. Auch bei einem grippeähnlichen Krankheitsgefühl sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden. Dann lässt sich die Gabe eines Antibiotikums nicht mehr umgehen.

Ständig Blasenentzündungen? Auf Ursachenforschung gehen

Wer immer wieder unter Blasenentzündungen leidet, sollte zudem sicherstellen, dass er Risikofaktoren möglichst ausschaltet. So ist es ratsam, kurz nach dem Sex auf Toilette zu gehen, um mögliche Erreger aus der Blase zu spülen. Auf der Toilette gilt es zudem, sich immer von vorne nach hinten abputzen. Unterwäsche aus Synthetik-Materialien und String-Tangas können Blasenentzündungen ebenfalls begünstigen.

Blasenentzündungen haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun

Von Seifen und Duschgelen im Intimbereich, welche die empfindliche Bakterienflora stören können, lässt man besser die Finger. Blasenentzündungen haben in der Regel nichts mit Unsauberkeit oder mangelnder Hygiene zu tun. Viele Erreger, die die Erkrankung auslösen, kommen im Intimbereich ganz natürlich vor. Es ist daher unmöglich, diese komplett wegzuwaschen. Im Gegenteil: Wer zu viel schäumt und rubbelt, greift die Scheidenflora an.

Wer trotz aller Vorbeugemaßnahmen und einer regelmäßigen Flüssigkeitszufuhr gehäuft unter Blasenentzündungen leidet, sollte sich mit seinem Arzt besprechen. Neben verschiedenen Erkrankungen, etwa Diabetes, können auch bestimmte Medikamente, beispielsweise Kortison, sowie bestimmte Verhütungsmittel, darunter die Pille oder spermienabtötende Salben oder Zäpfchen, das Infektionsrisiko erhöhen.

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