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Demenzrisiko: Darum schädigen schlechte Zähne Ihr Gehirn

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Studie belegt  

Darum schädigen schlechte Zähne Ihr Gehirn

10.03.2017, 16:22 Uhr | MHa

Demenzrisiko: Darum schädigen schlechte Zähne Ihr Gehirn. Schlechte Zähne lassen auch auf einen schlechten allgemeinen Gesundheitszustand schließen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Pencefn)

Schlechte Zähne lassen auch auf einen schlechten allgemeinen Gesundheitszustand schließen (Quelle: Pencefn/Thinkstock by Getty-Images)

Wie eine Studie zeigt, steht die geistige Gesundheit in Zusammenhang mit der Mundhygiene. Je schlechter die Zähne und je weniger Sie im Alter noch davon haben, desto größer ist das Risiko eine Krankheit zu bekommen, vor der sich viele Menschen fürchten.

Eine Studie japanischer Forscher von der Kyushu University in Fukuoka untersuchte die Folgen von schlechter Mundhygiene auf den Körper älterer Menschen.

Darauf stützt sich die Studie

Das Forscherteam sammelte Daten von rund 1600 Probanden. Dabei gab es folgende Faktoren, die die Mediziner berücksichtigten:

  • Studienteilnehmer waren mindestens 60 Jahre alt und gesund
  • Alter
  • Geschlecht
  • Beruf
  • Bildungsstand
  • Tabak- und Alkoholkonsum
  • Vorerkrankungen
  • Ausmaß der Zahnpflege
  • Häufigkeit der Zahnarztbesuche

Zu diesem Ergebnis kommt die Untersuchung

Die Forscher fanden heraus, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Zustand sowie der Anzahl der Zähne im Alter und dem Risiko einer Demenz- beziehungsweise Alzheimererkrankung gibt. Anders gesagt, die Mundhygiene hat einen Einfluss auf die Erinnerungsfähigkeit.

Im Verlauf von durchschnittlich 5,3 Jahren erkrankten 180 Teilnehmer der Studie aufgrund schlechter Zähne an Demenz. 127 davon bekamen die Diagnose Alzheimer gestellt.

Was bedeutet für Sie im Alter?

„Unsere Ergebnisse betonen die klinische Bedeutung von Zahnpflege und Zahnbehandlung – insbesondere im Hinblick auf den Zahnerhalt – für die Verringerung des Demenzrisikos im Alter“, sagt Ohara gegenüber “Wissenschaft Aktuell“.

Wenn man nur noch weniger als 20 Zähne im Mund hat, dann erhöht sich parallel dazu die Wahrscheinlichkeit einer Demenzerkrankung um 60 bis 80 Prozent. Das wurde deutlich, als ein Vergleich zu Menschen im selben Alter und mit mehr als 20 Zähnen im Gebiss angestellt wurde.

Das Risiko ausgedrückt in Zahlen

Die prozentuale Wahrscheinlichkeit an Demenz zu erkranken, lässt sich in zwei Gruppen zusammenfassen:

  1. Ältere Menschen mit einem bis neun Zähnen: 81 Prozent
  2. Ältere Menschen mit zehn bis 19 Zähnen: 63 Prozent

Parallel dazu steigt das Risiko einer Alzheimererkrankung als Form der Demenz ebenfalls: Je weniger Zähne, desto höher ist die Gefahr.

Welche Erklärung gibt es für diesen Zusammenhang?

Die Forscher lieferten neben den Ergebnissen auch mögliche Erklärungen für die Auswirkung starken Zahnausfalls auf Demenz- beziehungsweise Alzheimererkrankungen.

Bakterielle Infektion

Diese verursacht Parodontitis (Entzündung im Mundraum), welche wiederum die Hauptursache für den Zahnausfall ist. Zudem kann eine bakterielle Infektion der Auslöser für chronische Entzündungen in anderen Teilen des Körpers sein wie frühere Studien belegen. In der Konsequenz können diese Entzündungen das Alzheimerrisiko begünstigen.

Kauen ist ein nicht zu unterschätzender Faktor

Kaubewegungen steigern die Durchblutung im Gehirn. Wenn aber bereits viele Zähne ausgefallen sind, hat das einen Einfluss auf die Ernährung. Man nimmt nur noch Nahrungsmittel zu sich, die nicht mehr stark zerkaut werden müssen. Das mindert die Durchblutung im Gehirn und kann kognitive Beeinträchtigungen begünstigen.

So wichtig ist die richtige Mund- und Zahnpflege

Generell sind die Forscher der Meinung, dass man an der Mund- und Zahngesundheit auch den allgemeinen Gesundheitszustand ableiten kann. Und ein schlechter körperlicher Zustand begünstigt nicht nur Demenzkrankheiten.

Tägliches Zähneputzen sowie regelmäßige Zahnarztbesuche können laut der Mediziner dazu beitragen, dass man geistig fit und gesund bleibt. Kognitive Frische und gesunde Zähne greifen also ineinander wie Zahnräder.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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