Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome >

Diese Erkrankungen drücken in der Nacht auf die Blase

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Nachts oft auf Toilette?  

Diese Erkrankungen drücken in der Nacht auf die Blase

17.03.2017, 16:25 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Diese Erkrankungen drücken in der Nacht auf die Blase. Eine Frau muss dringend auf die Toilette (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nächtlicher Harndrang trifft auch junge Menschen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gerade ist man wieder eingeschlafen, drückt die Blase erneut. Manche Menschen treibt nächtlicher Harndrang immer wieder auf die Toilette. Das ist nicht nur nervig und erschöpfend, sondern kann auch auf verschiedene Erkrankungen hindeuten. Die häufigsten Ursachen für nächtlichen Harndrang.

Nächtliches Wasserlassen bezeichnen Mediziner als Nykturie. Nicht immer liegt der Auslöser dabei in der Blase selbst, wie das etwa bei einer Blasenentzündung der Fall ist. Nykturie kann auch auf eine Herzschwäche oder Diabetes mellitus hindeuten. Nächtlicher Harndrang sollte daher immer ernst genommen werden.

Nächtlichen Harndrang immer abklären lassen

"Fälschlicherweise wird Nykturie in der Bevölkerung vielfach als eine unvermeidbare Alterserscheinung, vorrangig des Mannes, abgetan, obwohl es der Abklärung der individuellen Ursachen bedarf", warnte Professor Dr. Kurt Miller, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. auf dem DGU-Kongress Ende letzten Jahres. Besonders angesichts des hohen Leidensdrucks und der zum Teil schwerwiegenden ursächlichen Erkrankungen sei eine medizinische Untersuchung notwendig.

Nächtlicher Harndrang ist keine reine Alterserscheinung

Das fortgeschrittene Alter ist zwar ein wesentlicher Faktor für Nykturie, doch auch jüngeren Menschen sind die nächtlichen Unterbrechungen nicht fremd: In der Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen sei etwa jeder fünfte bis sechste betroffen – hier allerdings öfter Frauen als Männer, wie die DGU mitteilt.

Warum im Alter die Blase drückt

Bei den über 70-Jährigen würden mehr als 60 Prozent an einer behandlungsbedürftigen Nykturie leiden, die die Betroffenen zwei Mal oder öfter pro Nacht zum Wasserlassen treibt. In der älteren Generation sind Männer und Frauen gleichermaßen betroffen. Der Grund liegt vor allem in den altersbedingten Veränderungen im Harntrakt: Eine verminderte Kapazität der Blase gehört ebenso dazu wie eine reduzierte Flussrate, Veränderungen in der Blasenmuskulatur sowie ein vermehrter Restharn.

Außerdem kann die alternde Niere den Harn nicht mehr so gut konzentrieren wie noch in jungen Jahren. Infektionen der Harnwege, eine überaktive Blase und bei Männern eine vergrößerte Prostata zählen ebenfalls zu den häufigen Auslösern.

Schwaches Herz lässt die Blase drücken

Eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) kann ebenfalls hinter dem Symptom stecken. Geschwollene Beine, Kurzatmigkeit, Leistungsschwäche und Müdigkeit sind zusätzliche Hinweise, dass das Herz an Kraft verliert und nicht mehr genügend Blut durch den Körper pumpen kann.

Es kommt zu Wasseransammlungen in den Gefäßen und dem umliegenden Gewebe. Im Liegen strömt die Flüssigkeit aus dem Gewebe in die Gefäße zurück und wird von den Nieren in die Blase weitergeleitet. Dieser Flüssigkeitsüberschuss drückt in der Nacht auf die Blase.

Diabetes mellitus treibt viele nachts auf die Toilette

Auch bei der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus macht sich die Blase nachts häufig bemerkbar, da der Körper versucht, den Zuckerüberschuss über die Nieren aus dem Körper zu spülen. Die Folge ist nicht nur ein verstärktes Durstgefühl, sondern auch vermehrter Harndrang. Hinzu kommt: Ein langjähriger Diabetes kann langfristig die Nerven schädigen, die die Blasenfunktion steuern (diabetische Zystopathie). Auch das führt zu vermehrtem Druck in der Blase.

Bluthochdruck-Medikamente wirken harntreibend

Zudem wirken bestimmte Medikamente, die beispielsweise gegen Bluthochdruck, Ödeme und Lebererkrankungen eingesetzt werden, harntreibend. Eigenständig absetzen sollte man die Präparate allerdings nicht. Auch das eigene Durstgefühl zu ignorieren, wäre falsch. Am besten bespricht man mit seinem Arzt das Problem. So gibt es unter anderem Tabletten, die die Kapazität der Blase erhöhen und so das Leiden lindern können.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Mutiger Inder 
Unglaublich, wie lässig dieser Schlangenfänger ist

Im indischen Amalapuram fängt ein Mann eine Schlange mit seinem Lendenschurz. Sein souveräner Umgang beweist: Der Inder fängt nicht zum ersten Mal ein derartiges Tier. Video

Arztsuche 
Einen guten Arzt finden

Hier finden Sie Haus- und Fachärzte in Ihrer Nähe. Arztsuche


Shopping
Anzeige
MADELEINE - jetzt die neue Kollektion entdecken!

Souveräne Businesslooks, elegante Eventmode und Lieblingsbasics bei MADELEINE.

Anzeige
Jetzt EntertainTV Plus bestellen und 1 Jahr sparen!

EntertainTV Plus 1 Jahr statt 14,95 € für 4,95 €* mtl. sichern. www.telekom.de Shopping

 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Meistgesuchte Themen A bis Z

Anzeige
shopping-portal