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Diese drei Mineralstoffe braucht das Herz

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Diese drei Mineralstoffe braucht das Herz

21.03.2017, 16:40 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Diese drei Mineralstoffe braucht das Herz. Ein Herz in der menschlichen Brust. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mit ausgewogener Ernährung können wir unserem Herz etwas Gutes tun (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Damit unser Herz möglichst lange stark und gesund bleibt, ist eine ausreichende Mineralstoffversorgung von großer Bedeutung. Vor allem Kalium, Magnesium und Kalzium unterstützen das lebenswichtige Organ bei seiner Arbeit.

Das Herz ist der wichtigste Muskel im Körper. Jede Minute werden etwa fünf Liter Blut durch den Körper gepumpt und versorgen diesen mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen. Damit die Pumpleistung stabil bleibt, braucht das Herz unter anderem das Herzrhythmusmineral Kalium.

Kalium: das Herzrhythmusmineral

Der Mineralstoff reguliert nicht nur den Blutdruck, sondern sorgt auch für die elektrische Stabilität in den Herzzellen. Ohne die elektrischen Impulse würde das Herz nicht schlagen. Ist der Herzmuskel nicht ausreichend mit Kalium versorgt, steigt das Risiko für Herzrhythmusstörungen.

Doch auch ein Zuviel des Minerals kann das Herz aus dem Takt bringen: Dann nämlich sinkt die Erregbarkeit der Schrittmacher- und Herzmuskelzellen und das Herz wird langsamer. Bei extrem hohen Kaliumkonzentrationen im Blut kann es sogar zum Herzstillstand kommen.

Vollkornprodukte sind reich an Kalium

Der tägliche Kaliumbedarf eines Erwachsenen liegt der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zufolge bei 4.000 Milligramm. Wer sich ausgewogen ernährt, muss in der Regel keinen Mangel befürchten. Besonders kaliumreich sind unter anderem Vollkornprodukte, Trockenfrüchte und getrocknete Tomaten, Tomatenmark, Hülsenfrüchte, Nüsse und Fruchtsäfte. Ein Kaliummangel macht sich unter anderem durch Müdigkeit, Muskelschwäche und Verstopfung bemerkbar.

Magnesium: aktiviert die Herzzellen

Zusammen mit Magnesium wirkt Kalium besonders gut. Denn Magnesium unterstützt, genau wie Kalium auch, die Bildung und Weiterleitung von elektrischen Impulsen in den Herzzellen. Steht für das Herz nicht genügend Magnesium zur Verfügung, führt das, ebenso wie bei einem Kaliummangel, zu einer verstärkten Erregbarkeit der Zellen und somit zu einer verstärkten Bildung von Extraschlägen des Herzens (Extrasystolen). Das Risiko für Herzrhythmusstörungen steigt. Extremer Magnesiummangel kann lebensbedrohliches Kammerflimmern auslösen.

Die DGE empfiehlt Erwachsenen eine tägliche Zufuhr von rund 350 Milligramm Magnesium pro Tag. Zu den magnesiumreichen Lebensmitteln zählen unter anderem Vollkornprodukte wie Brot und Müsli, Naturreis, Hirse, Hülsenfrüchte, Sojabohnen, Nüsse, Sonnenblumenkerne, Bananen, Buttermilch, Edamer, Gouda, Garnelen sowie Fisch wie Hering, Makrele und Karpfen. Zu wenig Magnesium im Blut macht sich unter anderem durch Muskelkrämpfe, Muskelzittern und Muskelschwäche bemerkbar.

Kalzium: wichtig für die Blutgerinnung

Kalzium ist ebenfalls wichtig für die Herzgesundheit. Es reguliert unter anderem die Aktivität verschiedener Enzyme, die an der Blutgerinnung, der Weiterleitung von Nervenimpulsen und der Muskelbewegung beteiligt sind. Ohne Kalzium könnten sich die Muskeln nicht zusammenziehen, auch der Herzmuskel nicht. Die DGE rät zu einer täglichen Kalzium-Zufuhr von 1.000 Milligramm.

Besonders reich an Kalzium sind Milch und Milchprodukte. Grünes Gemüse wie Grünkohl, Fenchel, Spinat und Brokkoli sowie Kräuter, darunter Schnittlauch, sind ebenfalls gute Kalziumlieferanten. Das gilt auch für Hülsenfrüchte, Nüsse und kalziumreiche Mineralwässer. Hinweise auf einen Mangel geben unter anderem Muskelkrämpfe, Herz-Kreislauf-Probleme, brüchige Fingernägel und Verdauungsstörungen.

Wann ein Mineralstoffmangel droht

Eine gesunde Ernährungsweise füllt die Kalium-, Magnesium- und Kalziumspeicher in der Regel zuverlässig auf. Vorsicht geboten ist den Herzexperten zufolge allerdings bei Nierenfunktionsstörungen, Diabetes, Durchfallerkrankungen, Erbrechen, Fieber und starkem Schwitzen. Der Verlust von Mineralstoffen ist eine häufige Folge. Auch ein übermäßiger Gebrauch von Abführmitteln und Alkohol leert die Mineralspeicher.

Nahrungsergänzungsmittel nicht einfach einnehmen

Wer einen Mangel befürchtet, sollte seine Werte von einem Arzt überprüfen lassen. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ist nur dann sinnvoll, wenn die Mineralstoffspeicher tatsächlich leer sind. Ein Zuviel an Nährstoffen ist ebenso ungesund wie ein Mangel.

Unser Herz braucht Bewegung

Damit das Herz fit bleibt, kommt es nicht nur auf eine gesunde Ernährung an, sondern auch auf ausreichend Bewegung. Experten betonen immer wieder: Jede regelmäßige körperliche Aktivität vermindert das Herz-Kreislauf-Risiko. Dabei muss es kein Leistungssport sein.

Auch gemütliches Radfahren oder Walken stärkt das Herz. Um das Herzinfarktrisiko zu senken, raten Mediziner pro Woche vier Stunden körperlich aktiv zu sein. Besonders kritisch für das Herz ist übrigens Rauchen. Wer auf Zigaretten verzichtet, kann sein Leben um bis zu 15 Jahre verlängern.

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