Sie sind hier: Home > Gesundheit > Krankheiten & Symptome >

So können Krebspatienten ihr Leben vielleicht verlängern

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Studie findet heraus  

So können Krebspatienten ihr Leben vielleicht verlängern

08.06.2017, 16:20 Uhr | Marilynn Marchione, AP

So können Krebspatienten ihr Leben vielleicht verlängern. Wer wegen Krebs behandelt wird und unter Nebenwirkungen leidet, sollte möglichst rasch seine Ärzte informieren.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/KatarzynaBialasiewicz)

Wer wegen Krebs behandelt wird und unter Nebenwirkungen leidet, sollte möglichst rasch seine Ärzte informieren (Quelle: KatarzynaBialasiewicz/Thinkstock by Getty-Images)

Krebspatienten sollten Nebenwirkungen ihrer Behandlung nicht als unvermeidbar hinnehmen, wie eine US-Studie unterstreicht. Demnach kann es vielleicht sogar das Leben verlängern, wenn Patienten ihren Ärzten Symptome möglichst rasch melden.

Wer wegen Krebs behandelt wird und unter Nebenwirkungen leidet, sollte möglichst rasch seine Ärzte informieren. Das ist die Schlussfolgerung aus einer Studie, bei der Patienten angehalten waren, Symptome wie Übelkeit und Müdigkeit mit Hilfe eines Computers daheim zu melden – anstatt zu versuchen, ihre Ärzte anzurufen oder bis zum nächsten Arzttermin zu warten.

Mehr Lebensqualität und ein längeres Leben

Demnach führte dieser raschere Kommunikationsweg nicht nur zu einer verbesserten Lebensqualität, wie es sich die Forscher erhofft hatten, sondern überraschend auch zu einer längeren Lebenszeit – um fast ein halbes Jahr.

"Die Ergebnisse haben mich umgeworfen", sagt der Leiter der Studie, Ethan Basch, ein Wissenschaftler an der Universität von North Carolina in Chapel Hill und am New Yorker Memorial-Sloan-Kettering-Krebszentrum. Patienten seien in der Lage gewesen, die Behandlung länger fortzusetzen, weil sich Ärzte schnell um eine Bewältigung der Nebenwirkungen hätten kümmern können.

Nebenwirkungen sollten stärker beachtet werden

Diese sollten nicht automatisch als unvermeidbarer Teil der Krebsbehandlung betrachtet werden, sagt Richard Schilskey, Chefmediziner der Amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie. "Man sollte in der Lage sein, seinen Betreuer so schnell und so leicht wie möglich zu erreichen." Ein Symptom wie Kurzatmigkeit etwa könnte bedeuten, dass eine Behandlung nicht funktioniere und geändert werden müsse.

Die Studie wurde kürzlich beim Jahrestreffen der Onkologie-Gesellschaft in Chicago vorgestellt und im Fachblatt "Journal of the American Medical Association" veröffentlicht. Frühere Studien hatten darauf hingedeutet, dass Ärzte ungefähr die Hälfte der Symptome verpassen. "Viel davon passiert zwischen Arztterminen, wenn Patienten außer Sichtweite sind", sagt Basch. Manchmal nähmen Patienten die Symptome einfach bis zu ihrer nächsten Untersuchung hin.

Das untersuchte die Studie

In der Studie wurde getestet, ob das Online-Werkzeug dazu beiträgt, dass die Probleme früher erkannt und in Angriff genommen werden. 766 Menschen mit verschiedenen Krebsarten im fortgeschrittenen Stadium waren beteiligt. Einem Teil davon wurden Computer zum Melden ihrer Nebenwirkungen an die Hand gegeben. Die Patienten waren bis zu 91 Jahre alt, aber die Benutzung von Computern erwies sich als problemlos. "Die älteren Patienten lernten das wirklich sehr schnell", schildert Basch.

Die Online-Gruppe sollte Symptome mindestens einmal in der Woche melden – im Fall eines auftretenden Problems früher. Die Patienten erhielten eine Liste mit Nebenwirkungen wie:

  • Appetitlosigkeit
  • Verstopfung
  • Husten
  • Durchfall
  • Kurzatmigkeit
  • Müdigkeit
  • Hitzewallungen
  • Übelkeit
  • Schmerzen

Ärzte sahen diese Berichte bei Praxisbesuchen ein, und Krankenpfleger erhielten E-Mail-Benachrichtigungen, wenn Patienten ernste oder sich verschlechternde Probleme meldeten. "In fast 80 Prozent der Fälle reagierten die Pfleger sofort", besorgten etwa Medikamente gegen Übelkeit oder Schmerzen, so Basch.

Behandlungszeitraum konnte verlängert werden

Nach sechs Monaten hatte sich die gesundheitsbezogene Lebensqualität für mehr Patienten in der Online-Gruppe verbessert als in der Gruppe ohne das Computer-Meldesystem. Sie mussten auch seltener die Notaufnahme aufsuchen. Und sie waren zu einer längeren Chemotherapie in der Lage, durchschnittlich acht statt sechs Monate. Die durchschnittliche Überlebenszeit lag bei 31 Monaten im Vergleich zu 26 Monaten in der anderen Gruppe.

Das Online-System soll jetzt in einer größeren Studie US-weit getestet werden.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Anzeige

Shopping
KlingelBabistabonprix.deESPRITStreet OneCECILMADELEINEdouglas.demyToys

 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Meistgesuchte Themen A bis Z

Anzeige
shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Telekom Fotoservice
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017