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Afrikanische Schweinepest: Sind deutsche Schweine in Gefahr?

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Tödliches Virus  

Die Afrikanische Schweinepest rückt bedrohlich nahe an Deutschland heran

13.07.2017, 15:06 Uhr | Larissa Koch, t-online.de

Afrikanische Schweinepest: Sind deutsche Schweine in Gefahr?. Die Afrikanische Schweinepest ist schon längst nicht mehr auf Afrika beschränkt. (Quelle: Imago, Metodi/Popow)

Die Afrikanische Schweinepest ist schon längst nicht mehr auf Afrika beschränkt. (Quelle: Imago, Metodi/Popow)

Die Afrikanische Schweinepest ist ein Virus, das bei Haus- und Wildschweinen meist tödlich verläuft. Die Infektion verbreitet sich seuchenartig. Tritt sie erst mal in Deutschlands Ställen auf, wird es eine Herausforderung, das Virus erfolgreich zu bekämpfen. Einen Impfstoff gibt es nicht. Für den Menschen stellt die Schweinepest keine Gefahr dar.

Die Virusinfektion führt zu einer schweren Erkrankung von Wild- und Hausschweinen und endet nahezu immer tödlich. Die Ursache des Ausbruchs ist bislang nicht bekannt. Einen Impfstoff gibt es nicht und es ist auch keiner in Aussicht. Die Seuche war ursprünglich auf Afrika beschränkt, bahnte sich aber in den vergangenen Jahren ihren Weg nach Europa: Zunächst über Georgien nach Moldawien und in die Ukraine. Im Jahr 2014 hat das Virus in den EU-Mitgliedstaaten Littauen, Letland und Polen Fuß gefasst. Auch auf der italienischen Insel Sardinien ist die Infektion aktiv. Inzwischen ist die Schweinepest auch in Tschechien aufgetreten und verbreitet sich dort. Der Erreger ist jetzt nur noch 300 Kilometer von Deutschland entfernt.

Hohes Risiko für Deutschland

Das Friedrich-Loeffler-Institut, das bundesweit für Tiergesundheit zuständig ist, hat seine Risikoeinschätzung für Deutschland nach oben korrigiert und erklärt: „Das Risiko des Eintrags von Afrikanischer Schweinepest nach Deutschland durch illegale Verbringung und Entsorgung von kontaminiertem Material wird als hoch eingeschätzt.“ Das Bundesinstitut sieht ebenfalls ein „hohes Risiko“, dass rohes verseuchtes Schweinefleisch oder daraus hergestellte ungegarte Produkte, wie Salami, über Fahrzeuge oder Personen nach Deutschland eingeschleppt werden. Das Virus wird entweder direkt durch den Kontakt infizierter Tiere oder über belastetes Fleisch und Wurst übertragen. 

Afrikanische Schweinepest könnte unsere Ställe bedrohen

In Deutschland werden in landwirtschaftlichen Betrieben gut 27 Millionen Schweine gehalten. Im Schnitt verzehrt jeder Deutsche jährlich gut 36 Kilogramm Schweinefleisch. Sollte die Infektionskrankheit auf deutsche Ställe übergreifen, brächte das „schwere wirtschaftliche Folgen“ mit sich, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium auf seiner Internetseite erklärt. Kritisch wäre demnach die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest in die deutsche Wildschweinpopulation, denn hier seien die Möglichkeiten einer Seuchenbekämpfung begrenzt.

Die Angriffsfläche auf deutsche Wildschweine hat sich erhöht, denn die Anzahl der Tiere ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. So wurden mehrfach Wildschweinplagen etwa im Schwarzwald beklagt. Es wird davon ausgegangen, dass inzwischen mehrere Millionen der Keiler in Deutschlands Wäldern leben.

Wie wird die Erkrankung der Schweine entdeckt?

Da infizierte Tiere sehr schwer erkranken, hohes Fieber haben und meistens innerhalb weniger Tage sterben, dürften Bauern relativ schnell feststellen, wenn Tiere ihres Betriebs infiziert sind. Jedoch ist das Virus hochansteckend und nicht behandelbar. Die Afrikanische Schweinepest ist deshalb auch anzeigepflichtig. Eine Gefahr für den Menschen besteht nicht. Selbst, wenn wir kontaminiertes Schweinefleisch essen würden, könnte es uns nichts anhaben. Das Virus ist für den Menschen und alle anderen Tiere außer Schweine ungefährlich.

Was muss man beachten, damit das Virus nicht nach Deutschland gelangt

„Unter ungünstigen Bedingungen können die unachtsam entsorgten Reste eines Wurstbrötchens ausreichen, um die Seuche einzuschleppen“, erklärt das Bundeslandwirtschaftsministerium. Derlei Essensreste sollten daher vermieden oder aber sicher entsorgt werden, heißt es, damit es nicht zugänglich ist für Wildschweine.

Bereits seit Jahrzehnten ist es deshalb verboten, Speisereste an Haus- und Wildschweine zu verfüttern. Reisende und Jagdreisende, aber auch Transporteure müssen laut dem Ministerium sehr sorgsam sein, denn das Virus ist lange Zeit ansteckend. Es kann deshalb etwa in Schuhen, Kleidern, Fahrzeugen oder Gegenständen einige Zeit überdauern.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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