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Ständiger Kopfschmerz? Was hinter dem Pochen im Kopf steckt

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Ständig Kopfschmerzen?  

Was hinter dem Pochen im Kopf stecken kann

21.08.2017, 08:12 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, t-online.de

 Ständiger Kopfschmerz? Was hinter dem Pochen im Kopf steckt. Eine verkrampfte Sitzhaltung, etwa am Computer, kann die Nackenmuskulatur verspannen und zu Spannungskopfschmerzen führen. (Quelle: Archiv/Christin Klose/dpa-tmn)

Eine verkrampfte Sitzhaltung, etwa am Computer, kann die Nackenmuskulatur verspannen und zu Spannungskopfschmerzen führen. (Quelle: Archiv/Christin Klose/dpa-tmn)

Kopfschmerzen kennt jeder. Zu viel Stress am Arbeitsplatz, Schlafmangel, aber auch die Periode können den Kopf unangenehm pochen lassen. Meist vergeht der Schmerz wieder. Wer allerdings immer wieder unter Kopfschmerzen leidet, sollte einen Arzt aufsuchen. Ein Überblick über häufige Kopfschmerz-Auslöser.

Er kann drücken, pochen, als bohrend oder stechend empfunden werden: Kopfschmerz hat viele Gesichter. Experten zufolge gibt es rund 200 verschiedene Kopfschmerzarten. In etwa 90 Prozent der Fälle handelt es sich um primäre Kopfschmerzen, also eine eigenständige Erkrankung. Spannungskopfschmerzen und Migräne zählen hierzu. Sekundäre Kopfschmerzen treten als Folge einer Vorerkrankung auf, etwa einem grippalen Effekt.

Kopfschmerzen: Manchmal braucht das Gehirn Wasser

Meist ist der Auslöser von Kopfschmerzen harmlos. So dröhnt nach dem Sport oder an heißen Tagen der Kopf meist aufgrund eines Flüssigkeitsdefizites. Das Gehirn besteht zu 70 Prozent aus Wasser und bekommt den Flüssigkeitsverlust schnell zu spüren. Füllt man die Wasserspeicher wieder auf, lässt auch das Pochen nach.

Stress führt zu Spannungskopfschmerzen

Eine verkrampfte Sitzhaltung, etwa am Computer, kann die Nackenmuskulatur verspannen und in Folge zu Spannungskopfschmerzen führen, die den Kopf wie "ein zu enger Helm einschnüren", wie viele Betroffene beschreiben. Auch Stress ist ein häufiger Auslöser von Spannungskopfschmerzen. Wer unter Konzentration unbewusst die Zähne über eine längere Zeit zusammen beißt, muss ebenfalls mit Kopfschmerzen rechnen. Von chronischen Spannungskopfschmerzen sprechen Mediziner dann, wenn diese über drei Monate hinweg an 15 oder mehr Tagen im Monat auftreten.

Migräne plagt viele Frauen während der Periode

Frauen haben häufig während ihrer Menstruation mit Kopfschmerzen zu kämpfen. Diese sind durch Schwankungen im weiblichen Hormonhaushalt bedingt. Noch unangenehmer ist es, wenn es aufgrund der Menstruation zu richtigen Migräne-Attacken kommt. Diese treten anfallsartig auf und sind meist durch einen einseitigen Schmerz gekennzeichnet.

Begleitet wird Migräne unter anderem von starker Übelkeit, Erbrechen sowie Geräusch- und Lichtempfindlichkeit. Schätzungsweise 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung leiden unter Migräne. Viele Frauen, bei denen die Migräne vor allem während der Periode auftritt, nehmen daher die Pille durch.

Bei Kopfschmerzen auch an die Augen denken

Treten Kopfschmerzen bei Brillenträgern gehäuft auf, deuten sie oftmals auf eine Veränderung der Sehwerte hin. Werden Brille und Kontaktlinsen auf die aktuellen Werte angepasst, lassen häufig auch die Kopfschmerzen nach. Doch auch Erkrankungen des Auges können zu Kopfschmerzen führen.

Wann man mit Kopfschmerzen sofort zum Arzt muss

Grüner Star, beziehungsweise ein Glaukomanfall, führt aufgrund des erhöhten Augeninnendrucks zu starken Kopfschmerzen, die von Augenrötungen und einer schmerzhaften Verhärtung des Augapfels begleitet werden. Der Sehnerv ist in akuter Gefahr. Hier muss sofort ein Arzt aufgesucht werden, um ein Erblinden zu verhindern.

Generell sollten Betroffene immer dann schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen, wenn die Kopfschmerzen schlagartig und mit einer Intensität auftreten, die so nicht bekannt ist.

Kopfschmerzen mit Sprachstörungen: Es kann ein Schlaganfall sein

Kommen zu den Kopfschmerzen Schwindel, Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühle, Seh- oder Sprachstörungen hinzu, kann ein Schlaganfall der Auslöser sein. Starke Kopfschmerzen hingegen, die sich innerhalb weniger Stunden entwickeln und von Nackensteife und Fieber begleitet werden, können auf eine Hirnhautentzündung hindeuten. Zu dieser Entzündungen kann es kommen, wenn sich eine bakterielle Infektion der Nasennebenhöhlen oder der Ohren zu den Hirnhäuten ausdehnt.

Bleibt eine bakterielle Hirnhautentzündung unbehandelt, kommt es zu einer lebensbedrohlichen Schwellung des Gehirns, wie die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V. (DMKG) warnt. Auch Zecken können Auslöser einer Hirnhautentzündung sein. Die sogenannte Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) wird allerdings durch Viren und nicht durch Bakterien ausgelöst.

Schmerzmittel so kurz wie möglich einnehmen

Wer kurzzeitig von Kopfschmerzen geplagt ist, kann neben einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr, Bewegung an der frischen Luft und Entspannung auch Schmerzmittel einnehmen. Diese sollten aber nur kurzzeitig angewendet werden. Als Faustregel gilt: So kurz wie möglich und so wenig wie nötig.

Die DMKG rät, Schmerzmittel höchstens an zehn Tagen im Monat und maximal drei Tage hintereinander einzunehmen. Denn Nebenwirkungen haben die Präparate bei einer Daueranwendung alle. Hinzu kommt: In zu hoher Dosierung können auch Schmerzmittel zu Kopfschmerzen führen. Treten die Kopfschmerzen immer wieder oder in einer bisher nicht bekannten Intensität auf, sollte man zum Arzt gehen.

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