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Gesundheit: Vogelgrippe in Europa noch nicht gebannt

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Vogelgrippe in Europa noch nicht gebannt

16.08.2017, 16:17 Uhr | ron, dpa-AFX, t-online.de

Gesundheit: Vogelgrippe in Europa noch nicht gebannt. Von November 2016 bis Mitte Mai 2017 wurden in Deutschland 107 Ausbrüche von Vogelgrippe bei gehaltenen Vögeln gemeldet. (Symbolbild) (Quelle: dpa/Arne Dedert)

Von November 2016 bis Mitte Mai 2017 wurden in Deutschland 107 Ausbrüche von Vogelgrippe bei gehaltenen Vögeln gemeldet. (Symbolbild) (Quelle: Arne Dedert/dpa)

Seit drei Monaten gibt es in Deutschland keinen neuen Vogelgrippefall. Doch Experten sehen die Gefahr noch nicht gebannt. In Belgien, Frankreich und Italien gibt es neue Infektionen. Auch naht der Herbst und bringt günstigere Bedingungen für den Erreger.

Die Vogelgrippepandemie ist in den vergangenen Monaten in Europa deutlich abgeflaut. Dennoch sind in einigen Ländern neue Fälle bekannt geworden. So sei das Virus Anfang Juli in Geflügelhaltungen in Belgien und Frankreich und Mitte Juli sowie Anfang August in Italien aufgetreten, sagt Elke Reinking, Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI).

Zuletzt war in Deutschland am 9. Mai ein Kleintierbestand mit Hühnern im Kreis Lippe (Nordrhein-Westfalen) positiv getestet worden. Dort wurde auch ein infizierter Bussard entdeckt. Von November 2016 bis Mitte Mai 2017 wurden in Deutschland insgesamt 1150 Fälle bei Wildvögeln und 107 Ausbrüche bei gehaltenen Vögeln (92 Geflügelhaltungen und 15 Zoos oder Tierparks) gemeldet.

Deutschland: Vogelgrippefälle auch im Sommer möglich

Aufgrund der letzten Fälle in Europa sei davon auszugehen, dass das Virus nach wie vor in der Umwelt vorkomme, so Reinking. Durch die wärmeren Temperaturen und die stärkere UV-Strahlung im Sommer in vielen Ländern Europas würden die Viren aber in der Umwelt schneller ihre Infektiosität verlieren. Das Einschleppungsrisiko in Gebieten mit Wildvogelnachweisen werde daher als mäßig eingestuft, so das Friedrich-Loeffler-Institut.

Für Gebiete, in denen es längere Zeit keine Nachweise bei Wildvögeln gegeben habe, könne nicht automatisch auf eine Virusfreiheit geschlossen werden, meint die Behörde. Trotz der für den Erreger eher ungeeigneten Witterungsbedingungen sind auch in Deutschland Vogelgrippefälle im Sommer möglich – wie Ausbrüche von H5N1 im Hochsommer 2007 belegten.

Im Herbst steigt das Vogelgripperisiko wieder an

Die im Herbst niedrigeren Temperaturen und die geringere UV-Strahlung könnten nach Einschätzung des FLI ein Aufflammen begünstigen. Unter diesen Bedingungen könne der Erreger länger in der Umwelt überleben. Auch die Zugvogelaktivitäten nehmen im Herbst wieder zu, so dass der Erreger wieder schneller nach Mitteleuropa getragen werden könnte.

Das Risiko als Mensch an der Vogelgrippe zu erkranken, ist in Europa sehr gering. Voraussetzung ist ein direkter Kontakt mit infizierten Tieren. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch hat die WHO bisher nicht festgestellt, wenngleich eine gefährliche Mutation des H5N1-Virus in der Zukunft nicht auszuschließen ist.

Sie können der Vogelgrippe vorbeugen, allerdings schützt die normale Grippeimpfung nicht gegen das Virus H5N1. Einige Maßnahmen sind dennoch empfehlenswert:

  • Braten Sie Geflügelfleisch vor dem Verzehr immer gut durch. Nach dem Berühren gründlich die Hände waschen.
  • Vermeiden Sie draußen nach Möglichkeit Kontakt mit Geflügel, wie Schwäne, Gänse und Enten, und fassen Sie keine toten Vögel an.
  • Achten Sie als Eltern darauf, dass Ihre Kinder keine Vogelfedern sammeln und nach Hause mitbringen.
  • In sogenannten Beobachtungszonen, das heißt, zehn Kilometer rund um den Fundort H5N1-infizierter Vögel, müssen Katzen im Haus gehalten und Hunde angeleint werden.
  • Katzen sollten bei hoher Ansteckungsgefahr im Haus zu bleiben. Wenn sie gereizt auf den Stubenarrest reagieren, lenken Schnüre und Bälle zum Spielen oder Klettergeräte die Tiere ab.

Wenn Sie Reisen nach Südostasien oder in andere Verbreitungsgebiete der Vogelgrippe planen, empfiehlt es sich, Informationen zu örtlichen Ansteckungsmöglichkeiten vorher einzuholen. Dann ist auch dort das Risiko gering.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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