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Nachtblind? Was dahinter steckt

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Lieber zum Augenarzt  

Nachtblind? Meist steckt etwas anderes dahinter

06.11.2017, 09:11 Uhr | dpa-tmn

Nachtblind? Was dahinter steckt. Wer nachts nicht so gut sehen kann, ist in den meisten Fällen nicht nachtblind (Quelle: dpa/tmn/Kai Remmers)

Wer nachts nicht so gut sehen kann, ist in den meisten Fällen nicht nachtblind. (Quelle: Kai Remmers/dpa/tmn)

Sieht man in der Dunkelheit nicht so gut, denken viele sie wären "nachtblind". Ein Arzt kann gegen Nachtblindheit nichts tun. Doch hinter schlechter Sicht in der Nacht steckt meist was anderes.

Wer nachts nicht so gern Auto fährt, sagt manchmal, er sei wohl ein bisschen "nachtblind". Gemeint ist in der Regel, dass man im Dunkeln nicht so gut sieht. Dahinter steckt in den meisten Fällen ein optisches Problem: ein gestörter Tränenfilm, eine Kurz- oder Weitsichtigkeit oder eine Linsentrübung. Als Nachtblindheit bezeichnen Augenärzte eine sehr seltene Netzhauterkrankung, erklärt Clemens Lange, Augenarzt in der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg. Sie kann entweder erblich bedingt sein oder durch einen Mangel an Vitamin A entstehen.

Die Netzhaut besteht aus Fotorezeptoren. Sie wandeln vereinfacht gesagt Licht in einen elektrischen Impuls um, der über den Sehnerv an das Gehirn weitergegeben wird. Unter diesen Rezeptoren sind die sogenannten Zapfen für das Farbsehen am Tag zuständig, die Stäbchen für das Sehen in der Dämmerung. Arbeiten die Stäbchen nicht richtig, kann sich das Auge nicht an die Dunkelheit anpassen: Der Mensch sieht schlecht.

Nur wenige Menschen betroffen

"Betroffene haben Schwierigkeiten, sich an die Dunkelheit anzupassen, laufen manchmal nachts gegen Gegenstände oder haben Schwierigkeiten, die Sterne zu erkennen", erläutert Facharzt Lange.

Nur etwa einer von 22.000 Menschen ist schätzungsweise von der erblich bedingten Nachtblindheit betroffen, erklärt er. In der Regel bemerken diese Menschen schon in jungen Jahren, dass sie nachts schlecht sehen. Bei manchen Patienten kommen ein unwillkürliches Augenzittern, Blendeempfindlichkeit und eine Minderung der Sehschärfe hinzu.

Viel tun kann der Arzt nicht, wenn er eine erbliche Nachtblindheit diagnostiziert. Die Funktion der Stäbchen lässt sich nicht wieder herstellen. Trotzdem sollten Patienten schlechtes Sehvermögen bei Nacht immer mit einem Augenarzt besprechen.

Wer nachts schlecht sieht, ist meist nicht "nachtblind"

Ist der Grund für das Gefühl, nachts nicht mehr so gut zu sehen, nämlich zum Beispiel eine Linsentrübung oder ein gestörter Tränenfilm, ist eine frühe Behandlung entscheidend. In sehr seltenen Fällen kann eine Nachtblindheit auch durch einen Mangel an Vitamin A bedingt sein. Diesen kann man eventuell noch rechtzeitig beheben.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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