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Medizin: Übergewicht und Kosmetika erhöhen Krebsrisiko

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GESUNDHEIT | BRUSTKREBS  

Übergewicht und Kosmetika erhöhen Brustkrebsrisiko

10.12.2007, 11:40 Uhr | ag

Übergewichtige Frauen haben eine höheres Brustkrebsrisiko. (Foto: Archiv)Übergewichtige Frauen haben eine höheres Brustkrebsrisiko. (Foto: Archiv)Übergewicht bei Frauen ist weitaus mehr als ein ästhetisches Problem. Die überflüssigen Pfunde schaden nämlich nicht nur Herz, Kreislauf und Stoffwechsel, sondern können auch bösartige Tumore zum Wachsen bringen. Zu diesem Schluss kommen Jiyoung Ahn und sein Forscher-Team in der Fachzeitschrift Archives of Internal Medicine. Die Wissenschaftler konnten nachweisen, dass eine starke Gewichtszunahme im Erwachsenenalter bei Frauen das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, erhöht. Wer zwischen dem 18. Lebensjahr und dem aktuellen Alter mehr als 50 Kilo zulegte, trug im Vergleich zu Schlanken und Normalgewichtigen ein mehr als doppelt so hohes Risiko. Die Forscher stützen sich in ihren Aussagen auf die Daten einer großen Studie mit über 99.000 Frauen nach den Wechseljahren.

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Östrogene fördern Tumorbildung

Dass übergewichtige Frauen ein höheres Krebsrisiko haben, hat hormonelle Gründe. Im Fettgewebe bildet sich nämlich das weibliche Sexualhormon Östrogen, das bei der Entstehung von Brustkrebs eine entscheidende Rolle spielt. Demnach kann eine fettarme Kost, die reichlich Obst, Gemüse, Salat und Vollkornprodukte enthält, der Gewichtsreduktion und damit auch der Brustkrebsvorbeugung dienen. Eine gesunde Ernährung mit allen notwendigen Bestandteilen wie Aufbau- und Energielieferanten, Vitaminen und Mineralstoffen hält die natürlichen Abwehrkräfte des Organismus in der Balance und stärkt das Immunsystem.

Finger weg vom Alkohol

Wer sein Brustkrebsrisiko senken möchte, sollte auch mit Alkohol vorsichtig sein, da dieser ebenfalls den Östrogenspiegel in die Höhe treibt. "Alkohol stellt den größten Risikofaktor bei der Entstehung von Brustkrebs dar", warnt der Gynäkologe Dr. Bernd Kleine-Gunk aus Fürth. Den Zusammenhang von Brustkrebs und Alkohol bekräftigen derzeit sieben Studien mit mehr als 300.000 Teilnehmerinnen. Nach diesen Untersuchungen lassen sich etwa vier Prozent aller Brustkrebserkrankungen auf regelmäßigen Alkoholkonsum zurückführen. Bisher konnten keine Bezüge zwischen Rauchen und einem erhöhten Brustkrebsrisiko festgestellt werden. Jedoch weist Richard Doll von der University of Oxford darauf hin, dass Zigarettenrauch nachweislich zur Entstehung von 15 anderen Krebsarten beiträgt.

Vorsicht bei Lippenstift und Nagellack

Auch einige Kosmetikprodukte stehen im Verdacht, die Bildung von Brustkrebstumoren zu begünstigen. Hierzu gehören beispielsweise Lippenstifte und Nagellacke. Viele von ihnen enthalten nämlich den Weichmacher Butylbenzylphthalat (BBP), der die Kosmetikprodukte schimmern lässt. Dass dieser gesundes Gewebe zerstört, haben jetzt US-Wissenschaftler aus Philadelphia in einer Studie festgestellt. Die Forscher kommen daher zu dem Schluss, dass bestimmte Lippenstifte und Nagellacke das Brustkrebsrisiko erhöhen. BBP gehört zur umstrittenen Gruppe der Phtalate, die das weibliche Hormon Östrogen imitieren und nachweislich Nierenerkrankungen, Unfruchtbarkeit und Geburtsschäden hervorrufen können. Phtalate werden oft als Weichmacher in Kunststoffen eingesetzt und sind bereits in Babyspielzeug und Beißringen verboten.

Frühes Erkennen durch Abtasten

Neben der Vermeidung der genannten Risikofaktoren und dem jährlichen Besuch beim Gynäkologen können Frauen selbst einen wesentlichen Teil zur Vorsorge beitragen. Das regelmäßige Abtasten ist eine effektive Methode zur Krebsfrüherkennung. "Jeden Monat kurz nach der Regelblutung sollten sich Frauen die Zeit nehmen und ihre Brüste sorgfältig abtasten", erklärt Dr. Werner Harlfinger aus Mainz. Dann ist das Brustgewebe weich und entspannt. Frauen in den Wechseljahren sollten sich einmal im Monat einen festen Termin setzten. "Liegt bei Patientinnen ab 40 Jahren ein erhöhtes Krebsrisiko vor, sollten sie sich jährlich einer Mammografie unterziehen", rät der Gynäkologe. Ein erhöhtes Risiko besteht, wenn die Mutter oder die Schwester an Brustkrebs erkrankt sind. Das Einsetzen der Periode vor dem zwölften Lebensjahr ist für die Experten ein Risikofaktor. Wer das erste Kind mit über 30 Jahren bekommen hat, sollte sich ebenfalls jedes Jahr untersuchen lassen. Aber auch mit zunehmendem Alter steige das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken an.

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