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Antibabypille: Schutz vor Eierstockkrebs ist nur minimal

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GESUNDHEIT  

DIe Pille schützt vor Eierstockkrebs - ein wenig

28.01.2008, 13:41 Uhr | Spiegel Online, t-online.de

Die Pille: Senkt sie das Krebsrisiko oder nicht? (Foto: Imago)Die Pille: Senkt sie das Krebsrisiko oder nicht? (Foto: Imago)"Die Pille verhinderte 100.000 Todesfälle" - die BBC sparte nicht mit großen Zahlen, als sie über eine neue Metastudie berichtete, in der britische Forscher die schützende Wirkung oraler Kontrazeptiva auf Eierstockkrebs belegen konnten. Tatsächlich aber ist sie minimal.

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Größte Studie ihrer Art

Dass die Pille eine schützende Wirkung gegen Eierstockkrebs besitzt, wusste man schon aus früheren Studien. Neu an der Metastudie der Wissenschaftler um Valerie Beral von der Oxford University ist die Datenlage: Insgesamt 45 Studien aus 21 Ländern haben sie untersucht. Diese umfassen 23.257 Patientinnen mit Eierstockkrebs und 87.303 Frauen ohne Erkrankung. Es ist damit die größte Studie dieser Art. Alle Frauen hatten orale Kontrazeptiva eingenommen. Bei den Krebspatientinnen waren es 31 Prozent, die im Schnitt 4,4 Jahre lang die Pille eingenommen hatten. Bei den Nichterkrankten hatten 37 Prozent die Pille über eine Dauer von 5 Jahren genommen.

Krebsrisiko bei Pilleneinnahme geringer

Das Ergebnis: Das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken, sank bei fünfjähriger Einnahme der Pille um 29 Prozent für einen Zeitraum von zehn Jahren nach Absetzen des Präparats. Und selbst noch dreißig Jahre nach Ende der Pilleneinnahme fanden die Autoren eine schützende Wirkung: 19 Prozent vermindertes Risiko nach bis zu 20 Jahren, 15 Prozent vermindertes Risiko nach bis zu 30 Jahren.

Zwei Todesfälle weniger pro 1000 Frauen

Die schützende Wirkung ist allerdings relativ gering, wie in einem Artikel im "Ärzteblatt" kritisch angemerkt wird: Statt 12 von 1000 Frauen, die im Schnitt bis zum 75. Lebensjahr an Eierstockkrebs erkranken, sind es mit Pille nur 8 von 1000. Die Sterblichkeit sinkt von 7 Todesfällen pro 1000 Frauen auf 5 Todesfälle pro 1000.

Andere Krebsrisiken nicht berücksichtigt

Rechnet man diese kleinen Unterschiede auf die Gesamtzahl weltweiter Anwenderinnen der Pille hoch, ergeben sich die von der BBC berichteten 100.000 verhinderten Todesfälle - allerdings für einen Zeitraum von 50 Jahren. Das "Ärzteblatt" bemängelt weiterhin, dass in der Studie nicht andere Krebsrisiken im Zusammenhang mit der Pille untersucht wurden. Ob die Pille das Risiko beispielsweise für Brustkrebs erhöht, ist umstritten. Eine Langzeitstudie der University of Aberdeen konnte diesen Verdacht nicht bestätigen.

Frühere Pillen waren höher dosiert

Eine weitere Schwäche der Studie laut "Ärzteblatt": In früheren Jahrzehnten war die Pille viel höher dosiert. Heute beträgt die Hormonkonzentration nur noch etwa die Hälfte der alten Präparate. Dennoch fanden die Studienautoren laut "Ärzteblatt" keine Abschwächung der schützenden Wirkung in jüngeren Studien.

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