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Gesundheit: Fast jede Minute ein neuer Krebspatient in Deutschland

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GESUNDHEIT I KREBS  

Fast jede Minute ein neuer Krebspatient

20.02.2008, 12:59 Uhr | dpa / T-Online

Diese Krebszelle durchdringt die Gefäßwand bei einer Maus und kann sich irgendwo als Tochtergeschwulst anheften. (Foto: dpa)Diese Krebszelle durchdringt die Gefäßwand bei einer Maus und kann sich irgendwo als Tochtergeschwulst anheften. (Foto: dpa)Diagnose Krebs: Fast jede Minute erhält ein Patient in Deutschland diese Schreckensnachricht von seinem Arzt. Die Zahl der gemeldeten Neuerkrankungen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Das positive Ergebnis: Ärzte erkennen Krebs immer früher. Zudem überleben immer mehr Patienten die verschiedenen Krebsarten. "Krebs ist keine unheilbare Krankheit," behauptet Professor Manfred Kaufmann, Präsident des Deutschen Krebskongresses, in einem Interview des Magazins Stern. Eine provokante Aussage, die er untrennbar an regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen und drei Grundregeln für den persönlichen Lebensstil knüpft: Mehr Sport, gesunde Ernährung und Sonnenschutz.

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50 neue Fälle pro Stunde

50 Mal pro Stunde diagnostizieren Ärzte in Deutschland Krebs. Im Jahr erkrankten 230.500 Männer und 206.000 Frauen. Das sind rund 12.000 Menschen mehr als 2002, wie die jüngsten Daten des Berliner Robert Koch-Instituts zeigen. Vor allem bei Prostatakrebs sei die Zahl der Neuerkrankungen bei Männern gestiegen, so das RKI. Die Gründe dafür sind allerdings positiv: Sie liegen insbesondere in verbesserten Früherkennungs-Untersuchungen. Prostatakrebs war die mit Abstand häufigste Krebsart bei Männern. Rund 58.500 Neuerkrankungen gab es im Jahr 2004. Die Wahrscheinlichkeit, Prostatakrebs fünf Jahre lang zu überleben, liegt inzwischen bei 87 Prozent. Weit verbreitete Krebsarten bei Männern sind zudem Darm- und Lungenkrebs.

Überlebenschance steigt

Bei den Frauen blieb die Zahl der Krebsneuerkrankungen gegenüber 2002 stabil. Zu den häufigsten Tumorarten bei Frauen zählt weiterhin Brustkrebs. 2004 erkrankten rund 57.000 Frauen daran, 2000 mehr als im Jahr 2002. Die Wahrscheinlichkeit, diesen Krebs fünf Jahre lang zu überleben, liegt bei 81 Prozent. Tumorarten wie Darm- und Lungenkrebs kommen bei Frauen ebenfalls häufig vor. Die Überlebensraten haben sich sowohl bei Frauen als auch bei Männern verbessert: 60 Prozent der Frauen und 53 Prozent der Männer leben demnach fünf Jahre nach einer Krebsdiagnose.

Hohes Alter, mehr Krebsfälle

Das mittlere Erkrankungsalter für Krebs liegt in Deutschland bei 69 Jahren. Das steigende Alter der Bevölkerung wird nach Angaben der Gesellschaft der Krebsregister in Deutschland großen Einfluss darauf haben, wie sich künftig die Zahl der Krebsneuerkrankungen entwickelt. Die Gesellschaft rechnet 2020 bei gleicher Diagnostik mit 20 Prozent mehr Krebsfällen, im Jahr 2050 sogar mit 40 Prozent mehr Krebsfällen.

Krebs bei Kindern

Jedes Jahr erkranken in Deutschland auch rund 1.800 Kinder an Krebs. Bei jedem 500. Kind wird bis zum 15. Geburtstag ein bösartiger Tumor diagnostiziert. Auch hier ist die Überlebensrate gestiegen: Anfang der 80er Jahre lag die Überlebenswahrscheinlichkeit bei Kindern fünf Jahre nach der Diagnose bei 67 Prozent, 2004 waren es 80 Prozent.

Fortschritte in der Medizin

Die besseren Überlebenschancen bei vielen Krebsarten gehen zum großen Teil auf Fortschritte in der Medizin zurück. Es sei heute leichter, Tumorzellen zu charakterisieren und gezielt anzugreifen, so Manfred Kaufmann, Präsident des Deutschen Krebskongresses in Berlin. Neue Technologien in der Strahlentherapie machen es möglich, einen Tumor mit höheren Dosen zu bestrahlen - ohne umliegendes Gewebe mit zu zerstören. Auch Chirurgen können sich mit moderner OP-Technik besser an ein Karzinom herantasten. Von der weiteren Konzentration der Krebsbehandlung in Fachzentren erhoffen sich die Spezialisten, die Sterblichkeitsrate in Zukunft weiter senken zu können.

Drei Grundregeln zur Krebsvorbeugung

Auch der Lebensstil beeinflusst die Entstehung von Krebs. So seien 85 Prozent aller tödlichen Lungenkrebsfälle noch immer auf Tabakkonsum zurückzuführen, sagte Kongresspräsident Kaufmann. Er hofft, dass die neuen Rauchverbote langfristig etwas an diesen hohen Zahlen ändern. Regelmäßiger Sport, eine gesunde Ernährung und guter Sonnenschutz können das Krebsrisiko ebenfalls senken. Eine regelmäßige Krebsvorsorge hilft im Allgemeinen, Tumore im Frühstadium zu bekämpfen. Doch insbesondere Männer scheuten noch immer diese Untersuchungen, sagte Peter Schlag, Vorsitzender der Berliner Krebsgesellschaft.

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