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Brustkrebs: Kostenlose Mammografie wird zu wenig genutzt

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GESUNDHEIT | BRUSTKREBS  

Kostenlose Mammografie wird zu wenig genutzt

09.04.2008, 15:08 Uhr | AFP, dpa

Jede Frau sollte mit dem Abtasten zur Brustkrebsvorsorge vertraut sein. (Foto: imago)Jede Frau sollte mit dem Abtasten zur Brustkrebsvorsorge vertraut sein. (Foto: imago)Die Früherkennung von Brustkrebs kann Leben retten. Doch nur jede zweite Frau hat bisher am kostenlosen Mammografie-Screening teilgenommen, das seit drei Jahren angeboten wird. Dies berichten das Gesundheitsministerium sowie die Kooperationsgemeinschaft Mammografie. Bundesgesundheits-ministerin Ulla Schmidt (SPD) ruft daher Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren dazu auf, verstärkt an der Vorsorge-Untersuchung teilzunehmen. "Je früher Brustkrebs entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen", betonte Schmidt anlässlich eines Mammographie-Kongresses in Berlin. Frauen könnten sich bei der Untersuchung gut aufgehoben fühlen, erklärte die Ministerin: Die Sicherheit der Geräte werde täglich überprüft, und jeder Befund werde gleich von zwei spezialisierten Ärzten getrennt beurteilt.

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Gute Heilungschancen bei Früherkennung

Brustkrebs ist in Deutschland wie in Europa die häufigste Krebsneuerkrankung bei Frauen - noch vor Lungen- und Darmkrebs. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 57.000 Frauen daran, knapp als ein Drittel davon stirbt an den Folgen. Allerdings haben erkrankte Frauen inzwischen gute Chancen, geheilt zu werden - wenn die Krankheit früh genug erkannt wird. Vor rund drei Jahren wurde das kostenlose Mammografie-Screening eingeführt, zu dem in Deutschland rund 2,7 Millionen Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren eingeladen wurden. Etwa 1,4 Millionen davon nahmen das Angebot wahr - das entspricht etwa 54 Prozent.

Tumore im Frühstadium entdeckt

Dennoch zeigt das Screening bereits Erfolge: Tumore wurden häufiger in einem frühen Stadium entdeckt als noch vor einigen Jahren. Jeder dritte Tumor sei kleiner als einen Zentimeter gewesen, während noch 1999 ohne systematisches Screening nur gut jeder sechste in dieser Größe entdeckt worden sei, so die Experten. Insgesamt seien in den ersten zweieinhalb Jahren mit durchschnittlich 740 Tumoren pro 100.000 Frauen dreimal so viele Knoten entdeckt worden wie ohne das Screening-Programm.

Jährliche Mammografie schon ab 40?

Doch für wen ist eine Mammografie überhaupt sinnvoll? Während die Amerikanische Krebsgesellschaft allen Frauen über 40 zu einer jährlichen Mammografie rät, empfehlen Experten hierzulande dies nur Frauen mit einem erhöhten Risiko. Dies besteht laut Gynäkologe Dr. Werner Harlfinger aus Mainz beispielsweise, wenn Mutter oder Schwester an Brustkrebs erkrankt sind. Das Einsetzen der Periode vor dem zwölften Lebensjahr ist für den Experten ein weiterer Risikofaktor. Wer das erste Kind mit über 30 Jahren bekommen hat, sollte sich ebenfalls jedes Jahr untersuchen lassen. "Aber auch mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken", erklärt Harlfinger. Daher empfehlen Experten auch Frauen ohne erhöhtes Risiko, sich ab dem 50. Lebensjahr jährlich untersuchen zu lassen.

Risiko durch Röntgenstrahlung gering

Studien belegen, dass das Risiko, mit einer Röntgenuntersuchung der Brust Krebs auszulösen, verschwindend gering ist im Vergleich zum Nutzen durch die Früherkennung. Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft sind bis zu 90 Prozent der Brustkrebsfälle heilbar, wenn die Knoten in der Brust entdeckt werden bevor sich Metastasen bilden.

Frühes Erkennen durch Abtasten

Frauen können selbst einen wesentlichen Teil zur Vorsorge beitragen. Das regelmäßige Abtasten ist eine effektive Methode zur Krebsfrüherkennung. "Jeden Monat kurz nach der Regelblutung sollten sich Frauen die Zeit nehmen und ihre Brüste sorgfältig abtasten", erklärt Harlfinger. Dann ist das Brustgewebe weich und entspannt. Frauen in den Wechseljahren sollten sich einmal im Monat einen festen Termin setzen.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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