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Brustkrebs-Vorsorge: Summen unterstützt Diagnose beim Ultraschall

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Summen unterstützt Brustkrebsdiagnose

16.11.2008, 16:22 Uhr | AP/dpa

Gesundheit: Bessere Brustkrebsdiagnose durch Summen beim Ultraschall möglich. (Foto: Archiv)Bessere Brustkrebsdiagnose durch Summen beim Ultraschall möglich. (Foto: Archiv)Frauen sollten nach einer Expertenempfehlung bei der Ultraschalluntersuchung der Brust summen. Das Magazin "GEO" berichtet in seiner Dezember-Ausgabe, dass dieser Tipp von einem italienischen Medizinerteam stammt. Durch Vibrationen im Brustgewebe werde nämlich der Kontrast in der Bilddarstellung erhöht. #

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Bessere Diagnose möglich

Mit dieser Methode sei es möglich, krankhafte Veränderungen zu entdecken, die sonst übersehen würden. Der Mediziner Alessio D'Alessandro aus Genua erklärte demnach, das Summen verändere die Geschwindigkeit und den Druck des Blutdurchflusses, so dass sich auch sehr kleine Gefäße im Ultraschallecho abzeichnen. Aus der Art der Durchblutung ließen sich Rückschlüsse darauf ziehen, ob sich in dem Gewebe Tumoren gebildet haben.

Brustkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten

Noch immer gehört Brustkrebs bei Frauen in Deutschland zu den häufigsten Krebsneuerkrankungen - vor Darm- und Lungenkrebs. Seit den 90er Jahren ließen sich Brustdrüsentumore vor allem durch neue Medikamente zielgerichteter bekämpfen, erläuterte Manfred Kaufmann, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an der Universität Frankfurt (Main) und Präsident des größten Krebs-Fachkongresses in Deutschland. Die besseren Behandlungsmöglichkeiten hätten bereits die Überlebensraten erhöht. "Die Tumorhäufigkeit bei Brustkrebs hat zugenommen, die Sterblichkeit geht aber zurück", sagte Kaufmann. Von Anfang der 1990er Jahre bis Anfang der 2000er Jahre starben im Alter von 40 bis 44 Jahren nach Daten des Statistischen Bundesamtes ein Drittel Frauen weniger an Brustkrebs, bei den 55- bis 70-jährigen waren es zehn Prozent.

Früherkennung durch Abtasten und Mammografie

Das Mammographie-Screening, das von diesem Jahr an Frauen zwischen 50 und 69 Jahren in Deutschland flächendeckend und kostenlos abgeboten wird, kann nach Kaufmanns Meinung die Früherkennung verbessern. Er kritisierte jedoch, dass Frauenärzte in die Untersuchungen der Radiologen nicht eingebunden seien. Noch immer wüssten Frauen auch viel zu wenig über Vorsorge. "Frauen können in Schulungen lernen, die eigene Brust fachgerecht abzutasten", sagte Kaufmann. "Da läuft an Aufklärungskampagnen noch viel zu wenig." Der beste Zeitpunkt für den Gesundheitscheck der Brust sei rund zehn Tage nach der Regelblutung im Stehen oder Liegen. "Am besten geht das unter der Dusche", sagte der Arzt.

Wer ein erhöhtes Brustkrebsrisiko hat

Experten empfehlen eine jährliche Mammografie für Patientinnen ab 40 Jahren mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko. Dieses besteht, wenn die Mutter oder die Schwester an Brustkrebs erkrankt sind. Auch das Einsetzen der Periode vor dem zwölften Lebensjahr gilt Risikofaktor. Wer das erste Kind mit über 30 Jahren bekommen hat, sollte sich ebenfalls jedes Jahr untersuchen lassen.

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