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Bewegung senkt Risiko für Brustkrebs

14.01.2009, 19:22 Uhr | dpa

Krebs: Sport kann das Brustkrebsrisiko senken. (Foto: imago)Sport kann das Brustkrebsrisiko senken. (Foto: imago)Gleich zwei neue Studien zeigen, wie Frauen durch gesunde Lebensweise ihr Krebsrisiko verringern können. Wer sich nach den Wechseljahren mehr bewegt, vermindert sein Brustkrebsrisiko. Frauen mit deutlichem Übergewicht hingegen haben ein erhöhtes Risiko für Eierstockkrebs. Das Brustkrebsrisiko von Frauen, die nach den Wechseljahren regelmäßig körperlich aktiv sind, ist um etwa ein Drittel niedriger als bei wenig aktiven Frauen. Das fanden Forscher am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf heraus.

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Sport senkt Brustkrebsrisiko um ein Drittel

Zwar haben auf den Zusammenhang zwischen Sport und Krebsvorbeugung schon mehrere Studien hingedeutet. Unbekannt war bislang aber, wie viel Sport Frauen in welcher Lebensphase treiben müssen, um von dem Schutzeffekt zu profitieren. Bei der MARIE-Studie wurden 3464 Brustkrebs-Patientinnen und 6657 gesunde Frauen im Alter von 50 bis 74 Jahren auf Zusammenhänge zwischen Lebensstil und Brustkrebsrisiko befragt.

Regelmäßig laufen oder radeln hilft bereits

Um das Krebsrisiko zu senken, muss sich aber niemand im Fitnessstudio schinden: Die Frauen der körperlich aktivsten Gruppe gingen zum Beispiel pro Tag zwei Stunden zu Fuß und fuhren eine Stunde Rad, während die inaktivsten Studienteilnehmerinnen nur etwa 30 Minuten täglich zu Fuß unterwegs waren. Die Epidemiologinnen erkannten darüber hinaus, dass vor allem die körperliche Betätigung nach den Wechseljahren dazu beiträgt, das Brustkrebsrisiko zu senken. "Es muss ja gar nicht immer Sport sein", betonte die leitende Wissenschaftlerin, Karen Steindorf vom Krebsforschungszentrum. In den Berechnungen wurden auch Aktivitäten wie Gartenarbeit, Radeln oder der Fußweg zum Einkaufen berücksichtigt. "Unser Rat an alle Frauen ist daher: Bleiben oder werden Sie körperlich aktiv - auch in der zweiten Lebenshälfte. Sie senken nicht nur Ihr Brustkrebsrisiko, sondern auch Knochen, Herz und Gehirn profitieren nachweislich davon."

Viel bewegen ist noch wichtiger als abnehmen

Der Effekt der körperlichen Aktivität war unabhängig von Gewichtszunahme, Gesamtenergiezufuhr oder vom Body Mass Index (BMI). Die Forscher vermuten daher, dass körperliche Aktivität das Brustkrebsrisiko über hormonelle Mechanismen reduziert - und nicht, wie oft vermutet, lediglich durch eine Reduktion des Körperfetts.

Übergewicht erhöht Risiko für Eierstockkrebs

Dagegen erhöht starkes Übergewicht das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken. Bei Fettleibigkeit steigt das Risiko sogar um 26 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer Studie des US-amerikanischen Krebsforschungszentrums, für die der Regensburger Medizinprofessor Michael Leitzmann mit Kollegen mehrere Jahre lang die Krebsfälle bei rund 94.500 Frauen beobachtet hat. Eierstockkrebs ist nach Angaben der ostbayerischen Hochschule die bösartigste gynäkologische Krebserkrankung bei Frauen, die Krankheit tritt meist nach den Wechseljahren auf. In Deutschland seien jährlich etwa 9000 Frauen betroffen. Die Untersuchung werde im Fachmagazin "Cancer" der amerikanischen Krebsgesellschaft veröffentlicht. Studienleiter Leitzmann war Forschungsleiter beim Nationalen Krebsinstitut der USA in Bethesda (Maryland), seit wenigen Monaten arbeitet er an der Regensburger Universität.

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