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Bauchspeicheldrüsenkrebs verläuft fast immer tödlich

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Früherkennung schwierig  

Bauchspeicheldrüsenkrebs verläuft fast immer tödlich

11.08.2015, 09:04 Uhr | jlu/vdb, dpa

Bauchspeicheldrüsenkrebs verläuft fast immer tödlich. Pankreatitis: Die Bauchspeicheldrüse liegt zwischen Magen, Milz und Leber.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Bauchspeicheldrüse liegt zwischen Magen, Milz und Leber. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskrebs) nehmen nach Beobachtungen von Medizinern stetig zu. 2014 wurden in Deutschland insgesamt rund 17.000 neuerkrankte Patienten registriert. Dies belegen Zahlen der Universitätsklinik für Innere Medizin in Rostock.

Studien zufolge sei die Zahl der Todesfälle durch Tumore an der Bauchspeicheldrüse bei Männern seit dem Jahr 2000 gestiegen, sagt Robert Jaster, Forschungslaborleiter der Rostocker Klinik. Die Überlebenschance liegen nach Angaben des Robert-Koch-Institutes fünf Jahre nach der Diagnose für Männer und Frauen bei nur acht Prozent.

Sehr schwer zu operierender Tumor

Bei der Häufigkeit stehe dieser Krebs an zehnter Stelle, bei der Sterblichkeit dagegen an vierter Stelle. "Der Pankreaskrebs ist einer der am schwersten zu operierenden Tumore", sagt Bettina Rau, leitende Oberärztin der Rostocker chirurgischen Uniklinik.

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Krankheit wird meist zu spät entdeckt

Trotz Fortschritte etwa mit ausgedehnteren chirurgischen Eingriffen in Kombination mit neuen Chemotherapien und Bestrahlungen bleibe es bei einer eher ungünstigen Prognose. Dieser Tumor ist schwierig zu diagnostizieren und wird meist erst spät entdeckt. Zudem streut er in der Regel früh und aggressiv. Die Pankreaschirurgie sei eine Hochrisikochirurgie und sollte nur in Zentren mit viel Erfahrung erfolgen.

Rauchen und Fett erhöhen das Krebsrisiko

Über die genauen Ursachen von Bauchspeicheldrüsenkrebs rätselt die Forschung noch. Es gibt aber verschiedene Faktoren, die den Krebs begünstigen: So haben Raucher ein 3,5-fach höheres Erkrankungsrisiko. Bei übermäßigem Alkoholkonsum steigt die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung um das 2,5-fache. Außerdem begünstigen Fettleibigkeit und eine fettreiche Ernährung diese Krebsart. Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus, chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung oder ein Magengeschwür zählen ebenfalls zu den Krebsauslösern. Allerdings trifft die Krankheit auch Menschen, die gesund leben. Denn in seltenen Fällen kann die Krankheit genetische Ursachen haben.

Keine eindeutigen Symptome

Die meisten Patienten erkranken zwischen dem 60. und 80. Lebensjahr. Männer und Frauen sind in etwa gleich häufig betroffen. Dass sie Bauchspeicheldrüsenkrebs haben, merken viele zunächst nicht. Denn die Krankheit verläuft am Anfang ohne oder mit nur leichten Beschwerden, die auch bei harmlosen Krankheiten auftreten. Eindeutigere Symptome treten meist erst dann auf, wenn der Krebs bereits andere Organe befallen hat. So sind Gelbsucht, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Juckreiz typisch für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Hinzu kommen Beschwerden wie Durchfall, Erbrechen oder Bauch- und Rückenschmerzen.

Operation ist einzige Heilungschance

Um die Heilungs- und damit die Überlebenschancen zu verbessern, ist es wichtig, den Krebs möglichst früh zu erkennen. Doch weil es keine charakteristischen Symptome gibt, stellen Ärzte die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs oft erst spät: Mehr als die Hälfte der Patienten hat zum Zeitpunkt der Diagnose bereits Metastasen. Und genau das ist das Problem. Denn die einzige Chance auf Heilung ist eine Operation. Diese ist aber nur dann erfolgreich, solange der Krebs noch keine Metastasen gebildet hat.

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