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Blasenkrebs: Raucher sind besonders gefährdet

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Blasenkrebs  

Blasenkrebs-Risiko für Raucher ist höher als angenommen

17.09.2009, 17:03 Uhr | vdb, tze, dapd, dapd

Blasenkrebs: Raucher sind besonders gefährdet. Rauchen begünstigt Blasenkrebs. (Foto: imago)

Rauchen begünstigt Blasenkrebs. (Foto: imago)

Rauchen erhöht das Risiko, an Blasenkrebs zu erkranken, um das Vierfache. Damit sind Raucher durch diese Krebsart noch stärker gefährdet, als bislang angenommen. Dies stellten amerikanische Wissenschaftler bei der Analyse der Daten von fast 500.000 Patienten fest.

Langzeitstudie belegt erhöhtes Risiko

Für die Studie, die im Fachblatt "Jama" veröffentlicht worden ist, werteten die Forscher um Neal D. Freedman vom Nationalen Krebsinstitut der USA die Daten von Männern und Frauen aus, die zwischen 1996 und 2005 erhoben worden waren. Im diesem Zeitraum wurde bei 3.896 von 281.394 Männern und bei 627 von 186.134 Frauen Blasenkrebs diagnostiziert.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Raucher ein vier Mal höheres Risiko als Nichtraucher haben, einen Tumor in der Blase zu bekommen. In früheren Studien war von einem knapp drei Mal höherem Risiko die Rede gewesen.

Jährlich bekommen 28.000 Menschen in Deutschland Blasenkrebs

Bei weltweit mehr als 350.000 Menschen wird jährlich Blasenkrebs diagnostiziert. In Deutschland erkranken pro Jahr rund 28.000 Menschen daran. Die bösartigen Geschwulste in der Blase oder den Harnwegen entwickeln sich meistens in fortgeschrittenem Alter. Männer sind bei der Diagnose durchschnittlich 74 und Frauen 72 Jahre alt. Männer sind häufiger betroffen.

Rauchen ist Risikofaktor Nummer eins

Obwohl nicht nur Raucher an Blasenkrebs erkranken, gilt Tabakkonsum als größter Risikofaktor. Auch Passivrauchen erhöht das Risiko, denn krebserregende Substanzen des Zigarettenrauches werden von der Niere aus dem Blut gefiltert und gelangen mit dem Urin in die Blase, wo sie die Schleimhaut schädigen.

Schädliche Chemie in Haarfarben

Ein weiterer Risikofaktor sind bestimmte Chemikalien - aromatische Amine. In Branchen wie der Chemie-, Stahl- und Lederindustrie, Zahntechnik und Friseurhandwerk ist Blasenkrebs eine anerkannte Berufskrankheit. Heutzutage gibt es verbesserte Sicherheitsvorkehrungen für den Umgang mit aromatischen Aminen am Arbeitsplatz. Aber auch im privaten Alltag kommen zahlreiche Menschen mit den krebserregenden Substanzen in Kontakt. So stehen chemische Haarfärbemittel in Verdacht, das Blasenkrebsrisiko zu erhöhen. Eine Untersuchung von "Öko-Test" ergab, dass viele dauerhaft haltbare Oxidationshaarfarben in Braun- und Rottönen die krebserregenden aromatische Amine enthalten.

Bei Blut im Urin sofort zum Arzt

Tückisch ist, dass Blasenkrebs im Frühstadium kaum Beschwerden verursacht. Am häufigsten werden Betroffene durch Blut im Urin alarmiert. Wer eine rötlich-braune Verfärbung bemerkt, sollte umgehend vom Arzt abklären lassen, ob es sich um einen - relativ harmlosen - Harnwegsinfekt handelt, oder ob das Blut von einem Tumor stammt. Ein weiteres Anzeichen ist häufiger Harndrang, bei dem man aber immer nur kleine Mengen entleeren kann. Im Gegensatz zu einer akuten Blasenentzündung gehen diese Symptome in der Regel nicht mit Schmerzen beim Wasserlassen einher. Eine langwierige, chronische Harnwegsentzündung kann wiederum Ursache eines Blasenkarzinoms sein.

Ein Tumor im fortgeschrittenen Stadium macht sich unter anderem durch vergrößerte Lymphknoten, Schmerzen im seitlichen Rumpfbereich oder Knochenschmerzen bemerkbar.

Wie der Arzt Blasenkrebs diagnostiziert

Ob ein Verdacht auf Blasenkrebs begründet ist, kann ein Arzt durch Analyse des Urins, Tast- und Ultraschalluntersuchungen, Blasenspiegelung und eine Röntgenkontrastdarstellung der Nieren und Harnwege feststellen.

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