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Früherkennung Brustkrebs: Früherkennung von Brustkrebs soll umgestellt werden

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Früherkennung Brustkrebs  

MRT erkennt mehr Tumore als Mammografie

25.02.2010, 09:54 Uhr | dpa, dpa

Brustkrebs: Ärzte fordern MRT statt Mammografie zur Früherkennung von Brustkrebs (Foto: imago)Ärzte fordern MRT statt Mammografie zur Früherkennung von Brustkrebs (Foto: imago)Die Früherkennung von Brustkrebs sollte nach Ansicht von Ärzten geändert werden. Statt einer Mammografie sollten die Mediziner viel häufiger als bislang die sogenannte Magnetresonanz- Tomographie (MRT) einsetzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Bonn. Dabei hatten die Forscher mit Hilfe der MRT, auch Kernspintomografie genannt, wesentlich mehr Tumore korrekt erkannt als per Mammografie oder Ultraschall. #

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MRT erkannte fast alle Brustkrebs-Erkrankungen

Insgesamt nahmen 687 Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko an der Studie teil. Über fünf Jahre wurden sie jährlich mittels MRT, Mammografie und Ultraschall untersucht. Bei 27 von ihnen fanden die Mediziner in diesem Zeitraum Brustkrebs oder Vorstufen von Brustkrebs. Die MRT-Untersuchung erkannte 25 Erkrankungen, also 93 Prozent. Der Ultraschall kam nur auf 37 Prozent und die Mammografie auf 33 Prozent. Die Resultate erscheinen im "Journal of Clinical Oncology".

MRT-Untersuchung auch bei mäßigem Brustkrebs-Risiko

Aus diesem Ergebnis schließen die Wissenschaftler, dass zukünftig auch Frauen mit nur mäßig erhöhtem Risiko eine MRT zur Früherkennung angeboten werden sollte. Zudem genüge bei Frauen mit extrem hohen Risiko dieses Verfahren zur Früherkennung. Die Studie zeige, dass bei einer MRT-Früherkennung die Entdeckungsrate von Brustkrebs oder Brustkrebs-Vorstufen durch eine Mammografie oder Sonographie nicht zu verbessern sei.

Bald keine Mammografie mehr?

Damit stellen die Forscher die geltenden Leitlinien zur Früherkennung infrage. Diese empfehlen, dass die rund 450 Euro teure MRT ausschließlich zusätzlich zu Mammografie und Sonographie eingesetzt wird. Insbesondere die Mammografie, die rund 110 Euro kostet, gilt bislang als unverzichtbar.

Hohe Strahlenbelastung bei Mammografie

Die Forscher verweisen in ihrer Studie auch auf das Risiko der Strahlenbelastung bei der Mammografie. Dies gelte insbesondere für jüngere Frauen, deren Brustdrüsengewebe sehr viel strahlenempfindlicher sei. Gerade bei jungen Frauen mit sehr hohen genetischem Risiko sei daher das Verhältnis von Nutzen und Risiko einer Mammografie immer schon fraglich gewesen, sagt die Studienleiterin Professor Christine Kuhl von der Radiologischen Universitätsklinik Bonn. Die aktuellen Ergebnisse zeigten: Werde eine MRT gemacht, so sei der Nutzen der Mammografie bei diesen Frauen gleich null. "Damit kann und sollte die Mammografie bei diesen Frauen unterbleiben", sagt Kuhl.

Frühes Erkennen durch Abtasten

Frauen können selbst einen wesentlichen Teil zur Vorsorge beitragen. Das regelmäßige Abtasten ist eine effektive Methode zur Krebsfrüherkennung. "Jeden Monat kurz nach der Regelblutung sollten sich Frauen die Zeit nehmen und ihre Brüste sorgfältig abtasten", erklärt Harlfinger. Dann ist das Brustgewebe weich und entspannt. Frauen in den Wechseljahren sollten sich einmal im Monat einen festen Termin setzen.

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