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Brustkrebs: Mammographie sorgt für Brusterhalt nach Brustkrebs-OP

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Brustkrebs  

Mammographie-Screening: Mehr krebskranke Frauen behalten Brust

27.08.2010, 15:10 Uhr | dpa, dpa

Brustkrebs: Mammographie sorgt für Brusterhalt nach Brustkrebs-OP. Brustkrebs: Durch die Mammographie soll Brustkrebs frühzeitig erkannt werden. (Foto: dpa)

Durch die Mammographie soll Brustkrebs frühzeitig erkannt werden. (Foto: dpa)

Eine Mammographie ist ein bisschen unangenehm. Aber Experten sehen in der Brustkrebs-Früherkennung für Frauen eine Chance. Da Tumore früher entdeckt würden, könnten mehr Patientinnen ihre Brust nach einer Operation behalten. Da viele Karzinome bei der Routine-Untersuchung im Anfangsstadium entdeckt würden, könnten Chirurgen bei bis zu 85 Prozent der Patientinnen die Brust erhalten, analysiert die Deutsche Gesellschaft für Senologie. Früher gelang das nur bei 60 bis 70 Prozent.

Mehr als doppelt so viele Tumore werden entdeckt

Brustkrebs ist die gefährlichste Krebsart für Frauen in Deutschland, rund 17.500 Todesfälle gibt es jedes Jahr. Um diese hohe Sterberate zu senken, wurde 2009 flächendeckend das Mammographie-Screening eingeführt. Alle zwei Jahren sollen sich Frauen im Hauptrisikoalter zwischen 50 und 69 Jahren der Untersuchung unterziehen. Bereits beim ersten Evaluationsbericht vor rund einem Jahr zeigte sich, dass beim Screening bei sieben bis acht von 1000 Frauen ein Tumor entdeckt wurde. Vorher war das bei zwei bis drei von 1000 Frauen der Fall. Der neue Bericht bescheinigt den Röntgenaufnahmen nun auch eine gute Qualität. Nur bei unter einem Prozent der Bilder (0,75 Prozent) mussten Untersuchungen wiederholt werden.

Manchmal ist es trotz positiven Befundes kein Krebs

Wegen eines Krebsverdachts baten Ärzte nach dem jüngsten Bericht rund fünf Prozent aller untersuchten Frauen noch einmal zur Abklärung. "Das sind relativ wenige zusätzliche Untersuchungen", sagte Barbara Marnach, Sprecherin der Kooperationsgemeinschaft Mammographie. Ärzte wollen so wenige Frauen wie möglich zu einer zweiten Untersuchung einladen, um nicht unnötig Angst vor Brustkrebs zu schüren. Dennoch bewahrt das Screening nicht vor falsch-positiven ersten Befunden. Bei 80 Prozent der Frauen, die zu einer zweiten Untersuchung eingeladen werden, stellt sich heraus, dass es kein Krebs ist.

Gewebsentnahme vor der Operation

Dennoch nehmen Frauen Verdachtsmomente sehr ernst. Rund 95 Prozent kommen zur Abklärung, heißt es im Bericht. Bei fast zwei Prozent der Frauen mit Brustkrebs-Verdacht war schließlich eine schonende Gewebeentnahme (Biopsie) nötig, um eindeutig einen bösartigen Tumor zu diagnostizieren. Bei rund der Hälfte stellte sich danach heraus, dass es wirklich Brustkrebs ist. Danach folgte in vielen Fälle eine Operation. Obwohl nicht alle Diagnosen zweifelsfrei sind, ist das das ein kleiner Fortschritt: Früher wurde oft erst während eines Eingriffs klar, ob wirklich ein Karzinom in der Brust wuchs.

Screening ist nicht unumstritten

Unter Experten sind die Röntgenuntersuchungen der Brust trotz einiger Vorteile umstritten, da dabei auch eine Vielzahl gesunder Frauen Röntgenstrahlungen ausgesetzt ist. Hochgerechnet kostet die Reihen-Untersuchung 300 bis 400 Millionen Euro im Jahr. Das sei zu viel bei einem eher geringen Nutzen, sagen Kritiker. Ob die Zahl der Todesfälle wirklich sinkt, lässt sich frühestens 2015 sagen.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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