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Krebs: Wieso Übergewicht das Krebsrisiko erhöht

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Krebs  

Wieso Übergewicht das Krebsrisiko erhöht

15.03.2012, 09:23 Uhr | dpa, dpa

Krebs: Wieso Übergewicht das Krebsrisiko erhöht. Wer zu dick ist, erkrankt leichter an Dickdarmkerbs. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer zu dick ist, erkrankt leichter an Dickdarmkerbs. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer viel zu dick ist, erkrankt nach Angaben von Forschern leichter an Dickdarm- oder Brustkrebs. Professor Hans Hauner, Ernährungsmediziner an der TU München, erklärt wieso Fettleibigkeit das Krebsrisiko erhöhen kann. Sieben Risikofaktoren für Darmkrebs.

Fettleibigkeit fördert Krebserkrankungen

"Es wird immer deutlicher, dass die Adipositas ein sehr starker Promotor von Krebserkrankungen ist", sagt Hans Hauner. "Nicht nur Dickdarmkrebs, sondern auch Brustkrebs werden von Adipositas begünstigt. Die Mechanismen sind nicht ganz klar."

Hohe Insulinwerte begünstigen Tumore

Zu den Faktoren, die eine Entwicklung bösartiger Tumore begünstigen könnten, zählen laut Hauner bei Übergewichtigen hohe Werte des Hormons Insulin. Zu viel Fett führe dazu, dass das Insulin nicht mehr in die Zellenaufgenommen werden kann. Die Bauchspeicheldrüse produziert dann noch mehr Insulin. Das Hormon senkt den Blutzuckerspiegel. "Der Insulinspiegel steigt und wirkt möglicherweise als Wachstumsfaktor für die Krebszellen."

Erhöhter Östrogenspiegel führt zu Brustkrebs

Einer anderen Hypothese zufolge spielt bei Brustkrebs der bei Übergewicht erhöhte Spiegel des weiblichen Sexualhormons Östrogen eine Rolle. Im Fettgewebe wird Östrogen gebildet, das auch das Wachstum von Krebszellen fördert. Dass Hormonersatztherapien mit Östrogen zu einem Anstieg der Brustkrebsraten führen könnten, sei schon lange bekannt.

Rotes Fleisch begünstigt Krebs

Auch der Konsum von viel rotem Fleisch - Schwein, Rind und Schaf - begünstigt Krebs. Hoher Zuckerkonsum hingegen könne zwar zu Übergewicht und Typ-2-Diabetes (Insulinresistenz) führen. Aber: "Bei Krebs scheint der Zucker keine große Rolle zu spielen", sagt Hauner. Die Ernährungswissenschaftler raten deshalb zu einer ballaststoffreichen Ernährung. Auch eine Mittelmeerkost mit Oliven- oder Rapsöl, viel Gemüse, Salat und eher Fisch als Fleisch habe positiven Einfluss und könne etwa das Risiko für Brust- und Dickdarmkrebs mindern.

Keine Besserung bei Zahl der Übergewichtigen

Die Experten sehen noch immer keine Besserung bei der Zahl der Übergewichtigen. Bei Jugendlichen sei sie sogar noch etwas gestiegen. Auch die Zahl der extrem Dicken habe sich nochmals erhöht, während die Zahl der Übergewichtigen insgesamt stagniere.

Auf dem Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Ernährung kommen bis Freitag in Freising bei München etwa 800 Ernährungsfachkräfte und Wissenschaftler zusammen. Unter Leitung Hauners und seiner Kollegin Hannelore Daniel beraten sie über das Thema "Ernährung und Prävention - Chancen und Grenzen".

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