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Aspirin  

Forscher empfehlen Aspirin gegen Krebs

22.03.2012, 09:34 Uhr | akl

Forscher empfehlen Aspirin gegen Krebs. Aspirin gilt auch als Waffe gegen Krebs. (Quelle: dpa)

Aspirin gilt auch als Waffe gegen Krebs. (Quelle: dpa)

Laut einer Studie der Oxford University könnte Aspirin zukünftig im Kampf gegen Krebs eingesetzt werden. Professor Peter Rothwell verglich 51 Studien mit insgesamt 77.000 Personen. Das Ergebnis: Aspirin senkt, über einen langen Zeitraum und in geringer Dosierung eingenommen, das Risiko an Krebs zu erkranken. Experten raten jedoch, die Nebenwirkungen zu bedenken.

Mit Aspirin gegen Krebs

Werde Aspirin, beziehungsweise der Wirkstoff Acetylsalicylsäure, über drei bis fünf Jahre hinweg eingenommen, sinke das Risiko an Krebs zu erkranken, so die Forscher. Eine Dosierung zwischen 75 bis 300 Milligramm - das ist weniger als eine Tablette - reiche hierfür aus. Auch die Streuung des Tumors könne verringert und das Krebswachstum gestoppt werden. Nach Angaben der Forscher sinkt zudem auch das Risiko an Krebs zu sterben um 15 bis 37 Prozent.

Nebenwirkungen sollten nicht unterschätzt werden

Die Professorin Cornelia Ulrich, Abteilungsleiterin im Bereich präventive Onkologie des Deutschen Krebs Forschungszentrums (DKFZ) bestätigt die Wirksamkeit des Wirkstoffs: "Es ist durchaus möglich, dass Aspirin oder vergleichbare Entzündungshemmer in der Krebsprävention eingesetzt werden. Die biologischen Wirkmechanismen sind bekannt und die Belegung durch zahlreiche wissenschaftliche Studien ist inzwischen auch sehr stark." Allerdings müsse das Potenzial für Nebenwirkungen bedacht werden, warnt Ulrich. Sie erachtet die Einnahme des Wirkstoffs dann als sinnvoll, wenn Betroffene bereits eine Krebsvorstufe hatten, zum Beispiel einen Darmpolypen, oder wenn Krebsfälle in der Familie vorliegen.

Das Tumorwachstum zu stoppen ist möglich

Ist es möglich, dass der Wirkstoff den Krebs stoppt? Aspirin und vergleichbare Stoffe können bestimmte Enzyme hemmen, so die Expertin. "Dadurch können sie auch das Tumorwachstum und die Angiogenese, also das Wachstum von Blutgefäßen zum Tumor, stoppen." Ganz ungefährlich ist die Einnahme von Acetylsalicylsäure, dem Wirkstoff von Aspirin, allerdings nicht. Es kann unter anderem zu starken Magenblutungen kommen. "Mit Sicherheit sollte vor einer Einnahme erst mit dem behandelnden Arzt gesprochen werden", rät die Expertin. "Die Risiken für Blutungen scheinen vermehrt in den ersten Jahren aufzutreten, wohingegen viele Menschen ohne Probleme jahrelang diese geringen Dosen einnehmen."

Auf jeden Fall mit dem Arzt sprechen

"Patienten sollten ein Gespräch mit ihrem Arzt führen und auch einen "Risikocheck" durchführen", rät Cornelia Ulrich. Folgende Fragen sollten dabei abgeklärt werden: Aspirin verhindert vor allem das Auftreten von Tumoren im Magen-Darm Trakt - gab es dazu schon Fälle in der Familie? Sind Sie schon älter? Hatten Sie bereits Darmpolypen? Oder gab es schon Fälle einer Aspirin-Unverträglichkeit oder Blutungen?

Krebs vorbeugen ohne Nebenwirkungen

Gesunde Menschen sollten jedoch auf Alternativen zu Aspirin zur Krebsvorsorge setzen: "Auch durch Bewegung und Gewichtsreduktion lässt sich das entzündliche Milieu im Körper beeinflussen – ganz ohne Nebenwirkungen. Damit sind Bewegung und Training sowie ein gesundes Körpergewicht weiterhin die wichtigsten vorbeugenden Faktoren für Darmkrebs und auch Brustkrebs", erklärt Cornelia Ulrich. Fleischarme Ernährung und weniger Alkohol schützen ebenfalls, vor allem gegen Darmkrebs, betont die Expertin.

Ratgeber - Aspirin: Allheilmittel oder Gefahr für Ihre Gesundheit?

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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