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Hautkrebs-Screening: Was die Vorsorge leisten soll

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Hautkrebs  

Hautkrebs-Screening: Was die Vorsorge leisten soll

31.08.2012, 11:39 Uhr | ak (CF)

Hautkrebs-Screening: Was die Vorsorge leisten soll. Krankenkassen empfehlen regelmäßig zum Hautkrebs-Screening zu gehen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Krankenkassen empfehlen regelmäßig zum Hautkrebs-Screening zu gehen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mit dem Hautkrebs-Screening soll die häufigste Krebsart in Deutschland rechtzeitig erkannt werden, um sie frühzeitig behandeln zu können. Die Vorsorgeuntersuchung ist kostenlos, doch es wird angezweifelt, ob sie wirklich leisten kann, was sie verspricht.

Steigende Hautkrebs-Neuerkrankungen

Die Zahlen sind alarmierend: Wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet, erhöht sich die Zahl der Hautkrebspatienten jährlich um rund 200.000. Die meisten davon erkranken an dem im Vergleich harmloseren weißen Hautkrebs, aber immerhin 20.000 Patienten am besonders gefährlichen schwarzen Hautkrebs, dem sogenannten malignen Melanom. Dessen Krankheitsverlauf kann tödlich sein, wenn er zu spät erkannt wird. Vor einigen Jahren haben die Krankenkassen auf diese Entwicklung reagiert und ermöglichen mit dem Krebs-Screening eine Vorsorgeuntersuchung, die jeder ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre kostenlos in Anspruch nehmen kann.

Hautkrebs-Screening: Was die Krankenkassen zahlen

Auf diese Weise sollen sich frühzeitig auffällige Veränderungen der Haut erkennen lassen. Leisten sollen diese Vorsorgeuntersuchungen Dermatologen und speziell ausgebildete Hausärzte. Vorgesehen ist laut BR ein Zeitfenster von 15 Minuten, in dem die gesamte Hautoberfläche mit dem bloßen Auge der Experten untersucht werden muss. Der Einsatz von Hilfsmitteln wie Lupe oder gar einem Mikroskop sind dabei nicht vorgesehen und wird nicht von den Krankenkassen gezahlt.

Ziele der Hautkrebsvorsorge

Das Ziel dieser kostenlosen Kassenleistung ist in erster Linie die Minimierung der Todesfälle, die schwere Fälle von Hautkrebs nach sich ziehen können. Aber auch teure Operationen lassen sich vermeiden, je früher der Hautkrebs erkannt wird. Um die Zahl der Neuerkrankungen zu senken, setzt man zusätzlich auf das Prinzip Aufklärung. Die Ärzte informieren über die Gefahren, die drohen, wenn Patienten sich zu lange ungeschützt der Sonnenstrahlung aussetzen. Messbare Erfolge des Hautkrebs-Screenings lassen sich allerdings erst in ein paar Jahren feststellen.

Dermatologen üben Kritik an der Methodik

Was auf den ersten Blick nach sinnvoller Hautkrebsvorsorge klingt, stößt jedoch auch auf Kritik. Dermatologen kritisieren vor allem die mit acht Stunden wenig umfangreiche Schulung für Hausärzte, die ihnen erlaubt, das Hautkrebs-Screening durchzuführen. In der veranschlagten Untersuchungszeit von 15 Minuten sei zudem kaum eine ausreichende Vorsorgeleistung zu erbringen, zumal, wenn der Einsatz technischer Untersuchungshilfen nicht von den Kassen übernommen würde.

Dermatokospie: Die bessere Vorsorge?

Gegenüber dem "Focus" empfiehlt Dermatologie-Professor Uwe Reinhold Patienten daher, sich regelmäßig einer Dermatoskopie zu unterziehen, bei der technische Apparate eine bessere Vorsorge leisten können." Anders als beim gewöhnlichen Hautkrebs-Screening, bei dem der Arzt sich alleine auf seine Augen verlassen muss, ermöglicht die Dermatoskopie sehr viel präzisere Befunde", so Reinhold. Gleichzeitig rät er dazu, bereits vor dem 35. Lebensjahr entsprechende Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch zu nehmen. Informieren Sie sich am besten bei Ihrer Krankenkasse, ob sie die Vorsorgeleistung des gewöhnlichen Hautkrebs-Screenings vielleicht auch schon ab einem früheren Lebensalter anbietet.

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