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Brustkrebs: Neue Methode erkennt Brustkrebs früher

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Mammografie  

Digitale Mammografie findet mehr aggressive Brustkrebs-Frühformen

02.10.2012, 11:15 Uhr | dapd, dapd

Brustkrebs: Neue Methode erkennt Brustkrebs früher. Digitale Mammografie macht aggressive Brustkrebs-Tumore besser sichtbar. (Quelle: dpa)

Digitale Mammografie macht aggressive Brustkrebs-Tumore besser sichtbar. (Quelle: dpa)

Mit der digitalen Mammografie werden aggressive Brustkrebs-Tumore besser gefunden als mit der herkömmlichen Methode. Entgegen bisherigen Befürchtungen steigt die Rate der falsch positiven Diagnosen durch den Wechsel auf die Digitaltechnik nicht. Das zeigt eine Studie niederländischer Forscher, die insgesamt rund 1,2 Millionen Mammografie-Befunde aus den Niederlanden ausgewertet haben.

Mehr schnell wachsende Tumore entdeckt

Bislang wird zu Früherkennung von Brustkrebs eine auf Röntgenfilmen basierende Mammografie eingesetzt. Durch den Wechsel zum digitalen Brustkrebs-Screening wurden nicht mehr langsam wachsende und damit wenig gefährliche Tumore entdeckt als zuvor. Die Entdeckungsrate bei den schnell wachsenden, potenziell invasiven Tumoren sei aber deutlich gestiegen, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Radiology".

Aggressive Frühformen identifizieren

"Das Ziel der Früherkennung bei Brustkrebs ist es nicht, einfach nur Tumore als solche zu entdecken", erklären Adriana Bluekens vom Nationalen Experten- und Trainingszentrum für Brustkrebs-Screening in Nijmegen und ihre Kollegen. Denn nicht aus allen Frühstufen des Brustkrebses entwickelt sich in der Lebenszeit der Patientinnen ein lebensbedrohlicher Tumor. Das Ziel ist daher, möglichst viele der potenziell aggressiven Frühformen zu identifizieren, um zu verhindern, dass sich diese weiterentwickeln. "Alles andere wäre eine Überdiagnose", betonen die Forscher. Ein gewisser Anteil solcher Überdiagnosen ist zwar beim Brustkrebs-Screening kaum zu vermeiden. Unklar ist jedoch bisher geblieben, inwieweit die neue digitale Mammografie den Anteil solcher Überdiagnosen möglicherweise erhöht.

Befunde im direkten Vergleich

Für ihre Studie hatten die Forscher die Mammografie-Unterlagen von knapp 1,2 Millionen Untersuchungen ausgewertet, die zwischen 2003 und 2007 an drei großen niederländischen Brustkrebszentren durchgeführt worden waren. 12,7 Prozent der Mammografiebilder wurden digital erstellt, der Rest mit Hilfe herkömmlicher Röntgenfilme. 18.896 Frauen wurden aufgrund positiver oder unklarer Befunde zu einer Nachuntersuchung gebeten, wie die Forscher berichten. Der Anteil dieser sogenannten Recalls sei bei der digitalen Mammografie etwas höher gewesen als bei der herkömmlichen.

Winzige Kalkablagerungen besser sichtbar

Letztlich mit Brustkrebs diagnostiziert wurden 6.410 Frauen. "Die digitale Mammografie hat dabei signifikant mehr Tumore gefunden als die herkömmliche", berichten Bluekens und ihre Kollegen. Bei der digitalen Früherkennung lag die Detektionsrate pro 1.000 Frauen bei 6,8, bei der Film-Variante nur bei 5,6. Vor allem aggressive Formen des Duktalen Karzinoms in situ (DCIS), einer der Brustkrebsvorstufen, wurden durch die digitale Mammografie besser gefunden. Nach Angaben der Forscher liegt das vor allem daran, dass mikroskopisch kleine Kalkablagerungen, die häufig ein DCIS anzeigen, von der Digitaltechnik besser aufgelöst werden.

Überdiagnosen nehmen nicht zu

Bei beiden Mammografie-Techniken machten langsam wachsende, sogenannte geringgradige DCIS nur drei Prozent der Befunde aus. "Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass Überdiagnosen durch die digitale Mammografie bei der Brustkrebs-Früherkennung nicht zunehmen", konstatieren Bluekens und ihre Kollegen. Dafür erhöht sie aber die Chancen, potenziell aggressive Tumore früher zu erkennen.

Alle zwei Jahre Mammografie-Untersuchung

In Deutschland werden seit 2005 Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren alle zwei Jahre zur Mammografie-Untersuchung eingeladen. In den Niederlanden gibt es ein landesweites Programm zum Mammografie-Screening schon seit 1990. Bei der Mammografie werden Röntgenaufnahmen der weiblichen Brust gemacht, um damit Tumore und ihre Vorstadien möglichst früh zu identifizieren.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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