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Darmkrebs: Darmspiegelung und Stuhltest können Erkrankung vorbeugen

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Vorsorge  

Stuhltest und Darmspiegelung beugen Darmkrebs vor

13.12.2013, 10:43 Uhr | hut

Darmkrebs: Darmspiegelung und Stuhltest können Erkrankung vorbeugen. Darmkrebs: Veränderungen im Darm können zu Darmkrebs führen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Veränderungen im Darm können zu Darmkrebs führen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

63.000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich an Darmkrebs. Über ein Drittel der Betroffen stirbt infolge des Tumors. Dabei kann das frühzeitige Erkennen von Veränderungen im Darm vor Krebs schützen, wie die Stiftung Warentest unter Berufung auf zwei Langzeitbeobachtungen aufzeigt. Diese beiden Untersuchungen beugen Darmkrebs vor.

Polypen können sich zu Krebs entwickeln

Darmkrebstumore wachsen langsam. Meist sind die Betroffenen weit über 60 Jahre alt, wenn der Tumor zum ersten Mal entdeckt wird. Daher ist eine regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen bereits ab 50 Jahren sinnvoll. Zwei Möglichkeiten stehen dabei zur Auswahl: Die Darmspiegelung, die sogenannte Darmpolypen rechtzeitig erkennt, und der Stuhltest, der Blut im Stuhl erfasst. Denn auch blutiger Stuhl kann ein Hinweis auf Polypen sein, erläutert die Stiftung Warentest. Bei den Darmpolypen handelt es sich um Ausstülpungen der Darmschleimhaut, die sich zu Krebs weiterentwickeln können. Eine rechtzeitige Entfernung der Wucherungen kann somit der Tumorbildung vorbeugen.

Darmspiegelung erkennt Tumore zuverlässig

Die Darmspiegelung ist die zuverlässigste Methode, um Darmkrebs zu erkennen. Dabei wird der Dickdarm mithilfe eines Endoskops untersucht. Entdeckt der Arzt Polypen, können diese noch während der Spiegelung entfernt werden. Wie eine Langzeitstudie der Universität Pennsylvania zeigt, senkt die Darmspiegelung auf diese Weise das Risiko, an Darmkrebs zu sterben, um knapp 70 Prozent.

Doch die Darmspiegelung birgt auch Risiken, wie die Stiftung Warentest vermerkt. In selten Fällen treten Komplikationen auf und es könne zu einem Darmdurchbruch kommen.

Stuhltest senkt Sterberisiko um ein Drittel

Die Stuhluntersuchung ist ein weiterer sinnvoller Test, um Darmkrebs vorzubeugen. Beim sogenannten Guajak-Test trägt der Anwender dreimal eine erbsengroße Portion Stuhl mit dem Spatel auf ein kleines Briefchen auf. Die Proben werden im Labor untersucht. Wird Blut im Stuhl nachgewiesen, kann dies ein Hinweis auf einen blutenden Tumor oder einen größeren Polyp sein. Aufschluss gibt eine anschließende Darmspiegelung. Eine Langzeituntersuchung der Universität Minnesota bestätigt die Wirksamkeit des Guajak-Tests: Patienten, die über elf Jahre hinweg jährlich einen Stuhltest machten, hatten ein um ein Drittel gesenktes Risiko, an Darmkrebs zu sterben.

Krankenkassen übernehmen die Kosten

Sowohl den Guajak-Test als auch die Darmspiegelung bezahlen die Krankenkassen für jeden Versicherten ab 55 Jahren. Ist ein Verwandter bereits an Darmkrebs erkrankt, sollte man sich jedoch schon früher untersuchen lassen, rät die Stiftung Warentest. Etwa zehn Jahre vor dem Diagnosealter des Angehörigen sei eine Untersuchung sinnvoll.

Darmkrebs ist zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland

Die beiden Langzeitstudien aus den USA machen deutlich, wie entscheidend die Früherkennung bei der Vorbeugung und erfolgreichen Behandlung von Darmkrebs ist. Mit 63.000 Erkrankten pro Jahr ist der Darmtumor nach Brustkrebs bei Frauen und Prostatakrebs bei Männern die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Nach Einschätzung der Stiftung Warentest sind sowohl der Guajak-Test als auch die Darmspiegelung sinnvoll und könnten einer Vielzahl von Darmpatienten das Leben retten.

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