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Krebs: Der Wohnort spielt beim Überleben von Krebs in Deutschland eine Rolle

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Deutsches Krebsforschungszentrum  

Überleben nach Krebsdiagnose hängt vom Wohnort ab

31.01.2014, 16:29 Uhr | AFP

Krebs: Der Wohnort spielt beim Überleben von Krebs in Deutschland eine Rolle. Krebs: Patienten in wirtschaftlich stärkeren Regionen haben bessere Chancen, den Krebs zu überleben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Patienten in wirtschaftlich stärkeren Regionen haben bessere Chancen, den Krebs zu überleben. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Überleben nach einer Krebsdiagnose hängt in Deutschland vom Wohnort ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Patienten aus den wirtschaftlich schwächsten Landkreisen haben demnach schlechtere Überlebenschancen, vor allem in den ersten drei Monaten nach der Diagnose.

Bekannt war bislang, dass wohlhabende Krebspatienten weltweit bessere Überlebenschancen haben als arme. Für Deutschland gab es bislang keine entsprechenden Untersuchungen.

Analyse umfasst eine Million Patienten

Die Forscher werteten nun die Daten von zehn der insgesamt 16 deutschen Landeskrebsregister aus. Die Analyse auf der Basis der Landkreise umfasst eine Million Patienten, die zwischen 1997 und 2006 an einer der 25 häufigsten Krebsarten erkrankt waren. Die einzelnen Kreise wurden auf ihre sozioökonomische Situation hin untersucht, die unter anderem das Pro-Kopf-Einkommen, die Arbeitslosenquote oder die kommunalen Ein- und Ausgaben berücksichtigt.

In ärmeren Regionen sterben Krebspatienten früher

Erkrankte aus dem sozioökonomisch schwächsten Fünftel der Landkreise verstarben nach ihrer Krebsdiagnose demnach früher als Krebspatienten in allen übrigen Regionen. Dies galt für alle 25 Krebsarten, wobei der Effekt in den ersten drei Monaten nach der Diagnose am deutlichsten ausfiel: Patienten aus den wirtschaftlich schwächsten Landkreisen hatten in dieser Zeitspanne ein um ein Drittel höheres Risiko zu sterben. Neun Monate nach Diagnose lag der Unterschied noch bei 20 Prozent, in den darauf folgenden vier Jahren blieb er bei stabil bei 16 Prozent.

Ursachen noch unklar

Die genauen Ursachen für die erhöhte Sterblichkeit in den ärmeren Kreisen sind noch unklar. "Zunächst hatten wir vermutet, dass Menschen in ärmeren Gegenden möglicherweise die Früherkennung seltener wahrnehmen. Dann würde Krebs bei ihnen erst in späteren Stadien mit schlechteren Heilungschancen entdeckt“, sagt Dr. Lina Jansen, die Erstautorin der Arbeit. „Aber daran liegt es nicht."

Ergebnisse spiegeln Merkmale der Regionen wider

Nach Meinung der Wissenschaftler lassen die Ergebnisse nicht unbedingt Rückschlüsse zu auf die individuelle Situation der Patienten, sondern können ebenso gut Merkmale der jeweiligen Region widerspiegeln. So könnten in den sozioökonomisch schwächeren Landkreisen spezialisierte Behandlungszentren schlechter erreichbar sein oder weniger Plätze bieten.

„Es ist dringend erforderlich, dass wir die Ursache für die erhöhte Sterblichkeit bei den Patienten aus sozioökonomisch schwächeren Regionen herausfinden“, sagt Professor Otmar D. Wiestler, Vorstandvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums. „Nur wenn wir die Gründe kennen, können wir gezielt etwas dafür tun, dass alle Krebspatienten in Deutschland die gleiche Chance haben.“

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