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Brustkrebs: Diese Chemikalien können Tumorbildung fördern

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Krebs vorbeugen  

Diese Chemikalien können Brustkrebs fördern

14.05.2014, 15:02 Uhr | AFP, t-online.de

Brustkrebs: Diese Chemikalien können Tumorbildung fördern. Brustkrebs: Wird er früh erkannt, kann er sehr gut therapiert werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wird Brustkrebs früh erkannt, kann er sehr gut therapiert werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Frauen, die bestimmte alltägliche Chemikalien vermeiden, können nach Angaben von US-Forschern ihr Brustkrebsrisiko verringern. In einer Studie, die in der Zeitschrift "Environmental Health Perspectives" veröffentlicht wurde, listen die Autoren um Ruthann Rudel vom "Silent Spring Institute" 17 Chemikalien auf, die bei Versuchsratten Brustkrebs auslösten und auch bei Frauen entsprechend wirken könnten. Zum Teil sind dies Substanzen, vor denen auch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) warnt.

Mit einfachen Mitteln ließen sich diese Chemikalien im Alltag gut vermeiden, schreiben die Forscher. Potenziell gefährliche Stoffe kommen demnach in Autoabgasen, in Tabakrauch oder verkohltem Essen, in Lösungs-, Abbeiz- und Feuerschutzmitteln, fleckenabweisenden Textilien sowie im Trinkwasser vor. Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) weist ebenfalls daraufhin, dass Substanzen wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Dieselabgase und Tabakrauch Krebs auslösen oder fördern können.

Als Vorsichtsmaßnahme sollten sich Frauen laut der aktuellen Studie deshalb so wenig wie möglich Autoabgasen aussetzen, elektrisch betriebene Rasenmäher benutzen, beim Kochen die Abzugshaube einschalten und Essen vom Grill einschränken.

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Vorsicht vor Brennschutzmitteln

Wer Sofas und Sessel kauft, sollte laut der Studie darauf achten, dass diese keinen Polyurethanschaum enthalten und nicht mit Brennschutzmitteln behandelt wurden. Auf fleckenabweisende Teppiche oder Stoffe sollte ganz verzichtet werden.

Kohlefilter für Trinkwasser verwenden

Zudem raten die Wissenschaftler zum Kauf von Kohlefiltern für Trinkwasser, denn diese können einige organische Wasserinhaltsstoffe zurückhalten. Dazu gehören beispielsweise chlorierte Kohlenwasserstoffe, Pflanzenbehandlungsmittel oder Medikamente.

Jedoch weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen daraufhin, dass Blei, Nitrat und Magnesium (Kalk) durch dieses Verfahren nicht herausfiltern werden können. Zudem biete Aktivkohle einen hervorragenden Nährboden für Mikroorganismen. Deshalb enthalten die Filter oft keimtötendes Silber, das aber ausgewaschen wird. Werden die Geräte länger nicht betrieben oder steht das Wasser im Behälter, besteht so trotzdem die Gefahr, dass sich im Wasser Keime vermehren, so die Verbraucherzentrale.

HEPA-Filter für Staubsauger

Ebenfalls ratsam, laut Studie, sind HEPA-Filter für Staubsauger. HEPA steht für "High Efficiency Particulate Air". Die Schwebstofffilter halten auch allerkleinste Partikel zurück. Und schließlich: Zu Hause stets die Straßenschuhe auszuziehen. So kann verhindert werden, dass Schadstoffe auch noch in der Wohnung verteilt werden.

"Fahrplan für die Vermeidung von Brustkrebs"

Rudel bezeichnete ihre Studie als einen "Fahrplan für die Vermeidung von Brustkrebs". Nach Angaben ihrer Co-Autorin Julia Brody ist es das erste Mal, dass eine Studie umfassend brustkrebserregende Chemikalien auflistet. "Unglücklicherweise wurde der Zusammenhang zwischen schädlichen Chemikalien und Brustkrebs lange Zeit ignoriert", erklärt Brody. Das Leben von vielen Frauen könnte gerettet werden, wenn sie diesen Chemikalien seltener ausgesetzt seien.

Fachgesellschaften weisen jedoch immer wieder darauf hin, dass die Entstehung von Krebs ein komplexer Vorgang ist. Als weitere Risikofaktoren für die Krankheit gelten Übergewicht, Alkoholkonsum, hormonelle sowie erbliche Faktoren.

Betroffene Chemikalien

1. Polyzyklische Nitroaromaten (Nitro-PAK)2. Heterozyklische aromatische Amine (HAA)3. Mykotoxin Ochratoxin A (OTA)
4. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)5. Perfluoroctansäure, (PFOA)6. Halogenierte Lösungsmittel
7. Nicht hormonelle Medikamente8. Benzol9. Styrol
10. Ethylen- und Propylenoxide 11. Flammschutzmittel12. Acrylamid
13. MX (Nebenprodukt bei der Desinfektion von Trinkwasser)14. 1,3-Butadien15. Hormone und andere endokrin wirksame Substanzen (EDC)
16. Aromatische Amine17. Weitere Stoffe

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