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Eierstockkrebs: Wann eine vorsorgliche Operation sinnvoll ist

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Angst vor Krebs  

Wann die Entfernung der Eierstöcke sinnvoll ist

24.03.2015, 15:32 Uhr | dpa, t-online.de

Eierstockkrebs: Wann eine vorsorgliche Operation sinnvoll ist. Eierstockkrebs verläuft oft tödlich.  (Quelle: imago)

Eierstockkrebs verläuft oft tödlich. (Quelle: imago)

Vor zwei Jahren ließ sich Angelina Jolie vorsorglich die Brüste entfernen. Nun schockierte sie mit der nächsten Nachricht: Aus Angst vor Krebs legte sich die 39-Jährige erneut unters Messer und ließ sich die Eierstöcke entnehmen. Wann ein solcher Schritt sinnvoll ist, erklärt Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg.

Aus Sicht von Krebsforschern kann die vorsorgliche Entnahme von Eierstöcken und Eileitern bei bestimmten Gen-Defekten ratsam sein. "Was Hollywood-Star Angelina Jolie gemacht hat, ist sinnvoll, wenn ein mutiertes BRCA-Gen nachgewiesen wurde", sagte Weg-Remers. In dem Fall sollten Eierstöcke um das 40. Lebensjahr oder fünf Jahre vor dem Erkrankungsalter der jüngsten Verwandten mit dem gleichen Defekt entfernt werden, erläuterte die Medizinerin.

Genmutation erhöht Krebsrisiko deutlich

"Entscheidend ist, dass die Mutation nachgewiesen ist", betonte Weg-Remers. Zwar hätten nur wenige Frauen den bei Angela Jolie nachgewiesenen BRCA1-Defekt. "Diejenigen, die die Mutation haben, tragen aber ein deutlich erhöhtes Risiko, an Eierstock- oder Brustkrebs zu erkranken."

Jeder zweite mit BCRA1-Defekt erkrankt an Krebs

BRCA-Gene hat jeder Mensch in seinem Erbgut. Sie sind wichtig für die Reparatur von DNA-Schäden. Wenn sie mutieren, kann das zu Krebs führen. Bei einem BRCA1-Defekt liege das Erkrankungsrisiko für Eierstockkrebs im Lebensverlauf bei 40 bis 45 Prozent, sagte Weg-Remers.

An Brustkrebs erkrankten fast drei Viertel der Frauen mit dem Defekt vor dem 70. Lebensjahr. "Es kann auch sein, dass man beide Krebsarten bekommt." Auch Männer könnten erkranken.

Gen-Test kann auch belastend sein

Besorgte Frauen sollten nach dem Rat der Medizinerin zunächst ihre familiäre Risikosituation klären. Wenn mehrere Verwandte an beiden Krebsarten erkrankt seien, liege der Verdacht auf einen vererbten Gen-Defekt nahe. Dann solle man sich beraten und gegebenenfalls testen lassen.

Allerdings, so räumte die Medizinerin ein: "Das ist eine sehr persönliche Entscheidung." Wenn eine Mutter die Mutation habe, habe die Tochter ein 50-prozentiges Risiko, diese auch zu bekommen. "Das ist für eine junge Frau eine schwierige Situation, das zu wissen."

Eierstockkrebs endet häufig tödlich

Werde eine Mutation nachgewiesen, seien regelmäßige Untersuchungen zur Früherkennung von Brustkrebs möglich. Eierstockkrebs hingegen werde oft erst spät erkannt, darum sei die Sterblichkeit bei dieser Krebsform auch deutlich höher. Trägerinnen von BRCA1-Defekten sei daher die vorsorgliche Entfernung der Eierstöcke zu empfehlen. Die Risiken eines solchen Eingriffs seien im Verhältnis zum Erkrankungsrisiko betrachtet gering, sagte die Expertin.

Frühe Wechseljahre können folgen

Ganz ohne Folgen bleibt die Operation für die betroffenen Frauen allerdings nicht. Eine Schwangerschaft ist danach nicht mehr möglich, jüngere Frauen werden durch die Entfernung der Eierstöcke in die Wechseljahre versetzt, berichtet die Deutsche Krebsgesellschaft. Häufig folgen typische Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen.

Insgesamt erkranken in Deutschland laut DKFZ jährlich 7800 Frauen an Eierstockkrebs, an Brustkrebs fast zehnmal so viele (74.000).

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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