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Mann lebt mit Halswirbel aus dem 3D-Drucker

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Medizinische Sensation  

Mann lebt mit Halswirbel aus dem 3D-Drucker

22.02.2016, 15:23 Uhr | t-online.de

Mann lebt mit Halswirbel aus dem 3D-Drucker. Eine maßgeschneiderte Prothese aus dem 3D-Drucker rettete Drage Josevskis das Leben. (Quelle: Archiv)

Eine maßgeschneiderte Prothese aus dem 3D-Drucker rettete Drage Josevskis das Leben. (Quelle: Archiv)

Einem Krebspatienten in Australien steckt der erste Halswirbel aus dem 3D-Drucker im Nacken. Drage Josevski litt an einer besonders seltenen Form von Wirbelsäulenkrebs. In einem 15-stündigen OP-Marathon mussten die Ärzte sogar seinen Kopf vom Nacken trennen.

Es war eine ausgesprochen heikle Operation, erklärte der australische Neurochirurg Ralph Mobbs dem Fernsehnetzwerk "ABC News". Der Tumor hatte die beiden oberen Halswirbel angegriffen. Bevor die maßangefertigte Prothese aus dem 3D-Drucker eingesetzt werden konnte, mussten die Operateure den Kopf vom Nacken trennen. Erst dann konnten sie den Tumor entfernen und anschließend Kopf und Nacken wieder miteinander verbinden.      

"Alles andere als ein schöner Tod"

"Ich muss sagen, es war eine Freude [die Prothese] einzusetzen", sagte Mobbs dem Sender "ABC News". Offenbar hatte er selbst nicht ganz damit gerechnet, dass sich das Implantat so passgenau in die entstandene Lücke einfügen würde. Ohne die Operation hätte Josevskis wohl einen qualvollen Tod sterben müssen.

Bei den bösartigen Geschwülsten in Josevskis Genick handelt es sich um Chordome. Das sind sehr seltene und langsam wachsende Knochentumore. Sie können entlang der gesamten Wirbelsäule entstehen und treten vorwiegend bei Männern jenseits des 30. Lebensjahrs auf. Ohne die Operation hätte Josevski nach und nach die Kontrolle über Arme und Beine verloren. Sogar Fähigkeit zum Essen und Atmen wäre dahingeschwunden. "Es ist alles andere als ein schöner Tod", fasste Mobbs zusammen.

Patient klagt über Probleme beim Sprechen 

Der Operation ging eine sorgfältige Planung voraus. Mobbs und seine Kollegen entwarfen die Prothese mit einer speziellen Software und berechneten die Lücke, die der entfernte Tumor hinterlassen würde. Letztendlich passte der Halswirbel aus dem 3D-Drucker wie ein Handschuh.

Die OP hat aber auch ihre Spuren an Drage Josevskis hinterlassen. Zweieinhalb Monate nach dem Eingriff im Dezember besuchte Mobbs seinen Ausnahmepatienten in dessen Zuhause. Josevski hat derzeit noch Probleme beim Sprechen und Essen. Das sei aber dem Procedere der Operation geschuldet, so Mobbs zu "ABC News". Bei dem OP-Marathon gelangten die Ärzte durch den Mund ihres Patienten an die betroffene Stelle. Daher wurde der Josevskis Rachen 15 Stunden lang durch Luftströmung und OP-Instrumente gereizt. In sechs Monaten seien die Beschwerden verschwunden, versprach der Doktor.

"Der 3D-Druck von Körperteilen sei die nächste Stufe in der individualisierten Gesundheitsfürsorge", meint Mobbs. Mit dem technischen Fortschritt könnten mit der Zeit immer mehr Ersatz-Organe und -Knochen maßgeschneidert und erfolgreich implantiert werden. 

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