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Brustkrebs-Studie: Tumoren schrumpften ohne Chemotherapie

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Brustkrebstherapie ohne Chemo  

Studie: Zwei Medikamente könnten Brustkrebs heilen

13.03.2016, 12:05 Uhr | ag

Brustkrebs-Studie: Tumoren schrumpften ohne Chemotherapie. Das Selbstabtasten der Brust ist ein wichtiges Element der Krebsvorsorge.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Selbstabtasten der Brust ist ein wichtiges Element der Krebsvorsorge. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Eine Kombi-Therapie, die von Ärzten der Universität Manchester entwickelt wurde, lässt Brustkrebs-Patientinnen hoffen. Die Studie zeigte, dass eine Kombination aus zwei Wirkstoffen bösartige Tumore in der Brust innerhalb kurzer Zeit schrumpfen und teilweise sogar verschwinden lassen kann - allerdings nicht bei allen Frauen.

Getestet wurden die Wirkstoffe Lapatinib und Trastuzumab an 257 Patienten mit einem sogenannten HER2-positivem Mammakarzinom. Dabei handelt es sich um einen sehr aggressiven Tumor, der bei etwa 20 bis 25 Prozent der Brustkrebspatientin vorkommt. 

Die Studie, die der britische Onkologe Nigel Bundred leitete, wurden bei der Europäischen Brustkrebs-Konferenz (EBBC) in Amsterdam vorgestellt.  Veröffentlicht wurden sie im Fachjournal "Cancer Reasearch".

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Doppelattacke auf die Krebszellen 

Lapatinib und  Antikörper Trastuzumab werden bereits vereinzelt in der Krebstherapie eingesetzt, da beide das Wachstum von Krebszellen hemmen können. Im Rahmen der britischen Studie kamen beide Substanzen erstmals vor einer geplanten Operation gemeinsam zum Einsatz.

Jeder vierten Patientin blieb die Chemo erspart 

Dabei zeigte sich, dass ihre Wirkung in der Kombination besonders stark war. Bereits nach elf Tagen war etwa jeder vierten Patientin (28 Prozent) der Tumor deutlich geschrumpft oder hatte sich ganz zurückgebildet.

Elf Prozent waren hinterher krebsfrei 

Völlig verschwunden war der Krebs bei elf Prozent der betroffenen Frauen. Bei 17 Prozent der Patientinnen waren noch minimale Reste vorhanden, wie die OP zeigte. Eine anschließende Chemotherapie blieb diesen Patientinnen daher erspart.

Nicht bei allen Frauen wirkt die Therapie

Bei den restlichen Frauen (72 Prozent) konnte jedoch kein Rückgang des Tumors festgestellt werden. Auch bei den Frauen der Vergleichsgruppe, die jeweils nur Trastuzumab oder ein Placebo erhalten hatten, zeigte sich keine Besserung. Sie mussten sich der Standardtherapie für HER2-positiven Brustkrebs unterziehen und nach erfolgter OP eine Chemotherpie machen.

Die Erkenntnisse der britischen Forscher könnten bahnbrechend für die Therapie von Brustkrebs sein. Allerdings müssen weitere Studien erfolgen, bevor das Verfahren im Rahmen einer klinischen Studie gestestet werden und zur Standardtherapie erhoben werden kann. 


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