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Brustkrebs früh erkennen steigert die Heilungschancen

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Krebs und seine Heilungschancen  

Früh erkannter Brustkrebs ist kein Todesurteil

16.07.2016, 10:20 Uhr | ag, t-online.de, dpa

Brustkrebs früh erkennen steigert die Heilungschancen. Das regelmäßige Abtasten der Brust ist wichtig für die Früherkennung von Brustkrebs.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das regelmäßige Abtasten der Brust ist wichtig für die Früherkennung von Brustkrebs. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

"Sterben ist keine Option. Jetzt nicht!", verkündete die Moderatorin Miriam Pielhau noch vor wenigen Wochen zuversichtlich. Ihr Brustkrebs, der 2008 entdeckt wurde, galt als geheilt. Ebenso ihr Leberkrebs, der später diagnostiziert wurde. Umso überraschender kam jetzt die Nachricht, dass die 41-Jährige doch den Kampf gegen ihre Krebserkrankungen verloren hat.

Mit dem Thema Krebs ging Pielhau immer offen um und bezeichnete ihre Erkrankung mitunter als "Herrn K.". Über ihren Kampf gegen den Brustkrebs hatte sie sogar zwei Bücher geschrieben: "Fremdkörper" und "Dr. Hoffnung". In Talkshows und Interviews ließ sie die Öffentlichkeit an den Rückschlägen und Hoffnungsschimmern ihrer Krankheit teilhaben.

Dass gerade Pielhau, die so tapfer um ihr Leben kämpfte, nun den Kampf gegen den Krebs verlor, ist tragisch. Es sollte Menschen mit Krebserkrankungen jedoch nicht entmutigen, ihrer Krankheit mit Zuversicht entgegenzutreten. Denn bei vielen Krebsarten, darunter auch Brustkrebs, haben sich die Heilungschancen in den vergangenen Jahren stark verbessert. 

Brustkrebs: Häufigster Krebs bei Frauen

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Nach Erhebungen des Robert Koch-Instituts (RKI) werden jedes Jahr rund 70.000 neue Fälle in Deutschland diagnostiziert. Das bedeutet, etwa jede zehnte Frau trifft es irgendwann in ihrem Leben. Für eine erfolgreiche Brustkrebsbehandlung ist es wichtig, die Krankheit früh zu entdecken.

Am wichtigsten ist das Abtasten der Brüste. Ab dem 30. Lebensjahr wird dies einmal pro Jahr als Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt empfohlen und auch von der Krankenkasse bezahlt. Zusätzlich ist es allerdings ratsam, einmal monatlich die Brust selbst abzutasten, und zwar jeweils kurz nach der Regelblutung. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren haben die Möglichkeit, alle zwei Jahre eine Mammographie - also eine Röntgenaufnahme der Brust - machen zu lassen. Liegt bei Frauen ein erhöhtes Krebsrisiko vor, zum Beispiel durch Krebsfälle in der Familie, wird die Mammographie bereits ab dem 40. Lebensjahr jährlich empfohlen.

90 Prozent Heilungschancen bei Früherkennung

Die Prognose bei Brustkrebs wird häufig in Fünf-Jahres-Überlebensraten angegeben. Nach dieser Zeitspanne nimmt das Risiko für einen Rückfall deutlich ab. Nach dieser Zeit sind 83 bis 87 Prozent der betroffenen Frauen noch am Leben. Insbesondere bei Patientinnen, deren Tumor sehr früh entdeckt wurde, hat sich dieser Prozentsatz in den letzten Jahren erhöht - mehr als 90 Prozent von ihnen werden inzwischen geheilt.

 (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/t-online.de) (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/t-online.de)

 

Viele Krebsarten sind heute kein Todesurteil mehr 

Bei Brustkrebs haben sich die Heilungschancen deutlich verbessert. "Trotz gestiegener Zahl der Neuerkrankungen versterben heute weniger Frauen an Brustkrebs als noch vor zehn Jahren", schreibt das Zentrum für Krebsregisterdaten in seinem aktuellen Bericht. Auch bei Haut- und Gebärmutterkrebs überleben mehr als 80 Prozent der Betroffenen.

Auch bei anderen Krebsarten sind die Heilungschancen deutlich gestiegen. Zwar sind einige Tumorarten tatsächlich nach wie vor schlecht heilbar. Doch gerade für die häufigen Tumorarten wie Haut-, Darm- oder Prostatakrebs haben sich Prognosen stark verbessert. 

Jeder zweite Mann und rund 43 Prozent der Frauen erkranken im Laufe ihres Lebens an Krebs. Im Jahr 2012 waren dies laut Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) rund 478.000 Neuerkrankungen. Von den betroffenen Frauen überleben 67 Prozent mindestens fünf Jahre nach der Diagnose, bei den Männern sind es 62 Prozent. Diese Zeitspanne bedeutet für viele Tumorarten, dass der Krebs als geheilt gilt. Danach sind Rückfälle unwahrscheinlich. 

Verbesserte Chancen auch bei den Männern 

Auch bei den sieben häufigsten Tumorarten bei Männern zeigen sich die verbesserten Heilungschancen: Beispielsweise überleben 93 Prozent der Betroffenen mit Prostatakrebs - der häufigsten Krebsart bei Männern - mehr als fünf Jahre. Für Tumore an Haut, Niere oder Darm sind die Prognosen ebenfalls gut. 

Dass Krebs sich inzwischen gut behandeln lässt, liegt auch an der verbesserten Früherkennung. Allerdings gibt es einige Tumore, die im Frühstadium nur schwer zu erkennen sind. Dazu zählen Lungenkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Bei letzterem überleben weniger als zehn Prozent der Betroffenen mehr als fünf Jahre. 

Jeder kann sein Risiko verringern

Wer sein Risiko, an Krebs zu erkranken verringern will, kann viel dafür tun. Mindestens 40 Prozent der Krebsfälle ließen sich durch einen gesunden Lebensstil vermeiden, schätzt das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) - auch tückische Formen wie Lungenkrebs. Die Experten raten vor allem, nicht zu rauchen und Übergewicht zu vermeiden. Auch mehr Bewegung, Sonnenschutzgesunde Ernährung und der Verzicht auf übermäßig viel Alkohol senken das Krebsrisiko. Wer zusätzlich noch die Früherkennungsmaßnahmen wahrnimmt, erhöht seine Chance, dass eine bösartige Geschwulst früh entdeckt wird und dadurch besser zu behandeln ist.

Das sind die häufigsten Tumorarten bei Männern und Frauen

 (Quelle: t-online.de mit Daten des Zentrums für Krebsregisterdaten) (Quelle: t-online.de mit Daten des Zentrums für Krebsregisterdaten)

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