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Krebszentrum Brügge-Bracht: Drei Tote nach Krebsbehandlung

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Polizei warnt Patienten  

Drei Tote nach alternativer Krebsbehandlung

06.08.2016, 12:51 Uhr | dpa

Krebszentrum Brügge-Bracht: Drei Tote nach Krebsbehandlung. Die Verstorbenen waren im Biologischen Krebszentrum Bracht in Brüggen-Bracht behandelt worden. (Quelle: dpa)

Die Verstorbenen waren im Biologischen Krebszentrum Bracht in Brüggen-Bracht behandelt worden. (Quelle: dpa)

Nach dem Tod von drei Patienten einer alternativen Krebsklinik am Niederrhein hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Zwei Frauen und ein Mann waren gestorben, nachdem sie sich in der vergangenen Woche dort behandeln ließen. Weitere Patienten sollten sich dringend bei den Behörden melden.

Den ersten Todesfall hatten die Behörden am Montag bekannt gegeben. Eine Frau sei am 25. Juli behandelt worden. Am 30. Juli starb sie in einem Krankenhaus, nachdem sie über Kopfschmerzen klagte, zeitweise verwirrt und dann nicht mehr ansprechbar war.

Am Donnerstag meldeten die Polizei Mönchengladbach und die Krefelder Staatsanwaltschaft zwei weitere Todesfälle: Fünf Patienten seien am 27. Juli behandelt worden. Am Tag darauf starb eine 55-jährige Frau, einen Tag später ein 55-jähriger Mann. Zwei Frauen wurden inzwischen in einem niederländischen Krankenhaus aufgenommen.

Patienten sollen sich bei Polizei melden

Die Behörden machen sich Sorgen um die Gesundheit weiterer Kranker, die im Krebszentrum Brügge-Bracht behandelt wurden. Sie riefen alle Patienten auf, sich zu melden. "Wenngleich eingehendere medizinische Untersuchungen noch zeigen müssen, was sich genau zugetragen hat, besteht derzeit ein konkretes Gesundheitsrisiko für Patienten, die sich in diesem Krebszentrum einer Behandlung unterzogen haben", heißt es in dem gemeinsamen Aufruf der deutschen und der niederländischen Polizei.

Auch Patienten, die sich schon früher in dem Biologischen Krebszentrum Brüggen-Bracht haben behandeln lassen, wurden gebeten, sich bei der Polizei in Mönchengladbach oder in den Niederlanden zu melden.

Todesursache noch unklar

Ob die Patienten an den verabreichten Mitteln oder den Folgen ihrer Erkrankung gestorben sind, ist Gegenstand der Ermittlungen. Bislang ist nicht bekannt, ob sie mit dem neuen Stoff "3-Bromopyruvat" behandelt wurden. Die Substanz ist noch in der Grundlagenerforschung. Auf der Seite des Klaus-Ross-Zentrums wird sie als Mittel unter den Behandlungsmethoden genannt. Die Polizei warnt vor der Einnahme von "3-Bromopyruvat". 

Klinik bis auf Weiteres geschlossen

Am Mittwoch hatte das Krebszentrum auf seiner Internetseite zu dem zuerst bekannt gewordenen Fall Stellung genommen. Die Einrichtung bedauerte den Tod der Patientin, aber auch den "unbegründeten Verdacht", dass die Klinik dafür verantwortlich sein könne.

Mittlerweile sind an dem Gebäude der Einrichtung Schilder abmontiert und nur noch Bohrlöcher zu sehen. An Klingel und Briefkasten sind keine Namen. Die Tür ist mit einem Polizeisiegel versehen. Ein Zettel weist darauf hin, dass der Praxisbetrieb bis auf Weiteres eingestellt sei.

Viele Patienten kommen aus den Niederlanden

Das Krebszentrum richtet sich auf seiner Internetseite vor allem an Patienten aus den Niederlanden. Denn dort werde die alternative Heilkunde strenger reguliert und die "Heilmeister" der Klinik dürften dort nicht arbeiten, heißt es unter anderem.

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