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Brustkrebs: Auf diese Veränderungen müssen Frauen achten

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Keine Scheu vor dem Abtasten  

Auf diese Veränderungen der Brust sollten Frauen achten

18.01.2017, 10:03 Uhr | Elena Zelle, dpa

Brustkrebs: Auf diese Veränderungen müssen Frauen achten. Brustkrebs:  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mindestens einmal im Monat sollten Frauen ihre Brust auf Veränderungen untersuchen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Was ist, wenn ich in meiner Brust einen Knoten taste? Aus Angst vor der Diagnose Brustkrebs verzichten manche Frauen lieber auf die von Ärzten empfohlene Selbstuntersuchung. Aber  je früher Krebs entdeckt wird, desto größer ist die Chance einer erfolgreichen Behandlung. Deshalb sollten Frauen ihre Scheu überwinden.

Hier erfahren Frauen, wie Sie ihre Brust am besten untersuchen, auf welche Veränderungen sie achten müssen und wie es weitergeht, wenn sie etwas entdeckt haben.

Wie funktioniert die Selbstuntersuchung?

Am besten sei es, wenigstens einmal monatlich - besser häufiger - immer zum gleichen Zeitpunkt des Zyklus die Brust abzutasten, sagt der Gynäkologe Professor Wolfgang Janni von der Deutschen Krebsgesellschaft. "Am besten beim Duschen, dann kann man gut mit den Fingerkuppen über die Brust streichen." Jeder Quadrant der Brust sollte betastet werden. Bei der ärztlichen Tastuntersuchung ist der Bereich noch größer: von der hinteren Achsel bis zum Brustbein und vom Schlüsselbein bis zum unteren Rand der Brust.

Bei welchen Veränderungen der Brust sollten Frauen zum Arzt gehen?

Nicht jedes Knötchen in der Brust ist Krebs, sondern kann auch zyklusbedingt nach ein paar Tagen wieder verschwunden sein. Deshalb sei ein ertasteter Knoten das am wenigsten eindeutige Zeichen für Brustkrebs, erklärt Professor Tanja Fehm von der Deutschen Krebshilfe. Ein Fall für den Arzt sind:

  • Veränderungen, z.B. Knoten, die nicht innerhalb von drei bis vier Tagen weggehen
  • plötzliche auftretende Orangenhaut auf der Brust
  • plötzlich auftretende Rötungen oder Jucken
  • Brustwarze sondert blutiges oder milchiges Sekret ab
  • Brustwarze zieht sich ein

Reicht nicht die jährliche Tastuntersuchung beim Gynäkologen?

Für Frauen ab 30 Jahren zahlen die gesetzlichen Krankenkassen die jährliche Tastuntersuchung der Brust beim Gynäkologen. Dennoch sollten Frauen ihre Brust auch selbst im Blick behalten - so werden sie sensibel für Veränderungen, erklärt Fehm.

Wie geht es nach einem Verdacht bei der Selbstuntersuchung weiter?

Zunächst geht es zum Frauenarzt. Viele haben ein Ultraschallgerät in der Praxis für eine erste Untersuchung. In der Regel überweist der Gynäkologe an einen Radiologen zur Mammografie - also zum Röntgen der Brust. Wenn es nach dieser bildgebenden Diagnostik keine Entwarnung gibt, wird eine Gewebeprobe entnommen.

An dieser Probe wird untersucht, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist. Wenn die gefürchtete Brustkrebs-Diagnose gestellt wird, sollte sich die Betroffene ein zertifiziertes Brustzentrum suchen und sich dort weiterbehandeln lassen. In Deutschland gibt es 280 solcher Spezialzentren, wo die Qualität der Behandlung regelmäßig überprüft wird. Meist wird der Knoten dort operativ entfernt.

Ersetzt Brustabtasten die Mammografie?

Alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden alle zwei Jahre zum Mammografie-Screening eingeladen. Die Kosten trägt die gesetzliche Krankenversicherung. Mit diesem Verfahrens erkennen Ärzte selbst kleinste Verkalkungen. Eine Veränderung in der Brust frühzeitig zu erkennen, kann Vorteile haben: Je früher ein bösartiger Tumor erkannt wird, desto besser sind die Chancen auf Heilung. Allerdings ist nicht jede festgestellte Veränderung tatsächlich Krebs.

"Ein bis zwei von 1000 Patienten wird das Leben gerettet, wenn sie zehn Jahre regelmäßig zum Screening gehen", sagt Fehm. Bei 20 bis 30 von 1000 Frauen wird jedoch wegen des Ergebnisses Gewebe entnommen, obwohl der Tumor nie bedrohlich geworden wäre. Dieser falsche Alarm kann für die Betroffenen psychisch sehr belastend sein. Jede Frau muss selbst entscheiden, ob für sie die Vor- oder Nachteile überwiegen.

Wie wahrscheinlich ist Brustkrebs?

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Im Laufe des Lebens erkrankt laut Fehm etwa jede zehnte Frau an Brustkrebs, die Statistiken unterscheiden sich leicht. Janni betont allerdings: "Die Prognose ist sehr gut. Die Heilungschancen liegen bei über 80 Prozent."

Wo finden Frauen nach einer Brustkrebs-Diagnose Hilfe?

In den zertifizierten Brustzentren sollen Frauen auch psychologisch betreut werden. Sie können sich aber auch an Selbsthilfegruppen wenden. Bei der Telefonberatung der Frauenselbsthilfe nach Krebs fangen speziell geschulte, ehemalige Krebspatienten die Betroffenen nach dem Schock der Diagnose auf. Viele Frauen melden sich aber erst nach der Operation. "Brustkrebs ist aber meist kein Notfall", gibt Mohr zu bedenken. "Man sollte sich mit dem OP-Termin nicht überrumpeln lassen." Besser informiert man sich vorher genau über das Vorgehen und wägt die Möglichkeiten ab.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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