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Radioaktives Jod-131 – wie verseucht ist die Luft?

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Verseuchte Luft?  

Strahlenbelastung durch Jod-131 – wie groß ist die Gesundheitsgefahr?

23.02.2017, 12:04 Uhr | hs

Radioaktives Jod-131 – wie verseucht ist die Luft?. Radioaktive Strahlung kann die Organe schädigen und sogar zum Tod führen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Radioaktive Strahlung kann die Organe schädigen und sogar zum Tod führen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im Januar 2017 wird radioaktives Jod-131 in Europa und auch in Deutschland gemessen. Bekannt ist das gefährliche Jod-131 vor allem durch die Atomkatastrophen von Tschernobyl, Harrisburg und Fukushima, bei denen es freigesetzt wurde. Wir klären auf, wie groß die Gesundheitsgefahr für Sie ist und wie eine Verstrahlung mit Jod-131 behandelt werden kann.

Was ist Jod-131?

Jod (auch Iod) ist ein chemisches Element, das wichtig für unseren Körper ist. Allerdings können verschiedene Versionen von Jod (Isotope) radioaktiv sein und für den Menschen gefährlich werden. Das Isotop Jod-131 entsteht beim Betrieb von Kernkraftwerken, wird aber auch künstlich erzeugt und als radioaktives Medikament in der Medizin eingesetzt. Hier wird es als Kontrastmittel bei Untersuchungen verwendet oder dient bei der Strahlentherapie von Krebserkrankungen.

Wie gefährlich kann radioaktives Jod sein?

Tritt das radioaktive Jod bei einem Nuklearunfall aus, verbreitet es sich bei ungünstigem Wind schnell. Über den Regen kommt es auf die Felder und kann dann in unser Essen gelangen. Nehmen wir Jod-131 über die Nahrung auf, dann kann es sich in der Schilddrüse anlagern und dort Krebs verursachen.

Wie kritisch ist derzeit die Lage?

Auch in Deutschland wurde Jod-131 festgestellt. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat in Freiburg geringe Konzentrationen in bodennaher Luft nachgewiesen, gibt aber Entwarnung: Bei den registrierten Spuren handelt es sich "um sehr niedrige Werte, die nur von hochempfindlichen Detektoren überhaupt registriert werden und die keinerlei Anlass zur Besorgnis geben."

Wie die französische Aufsichtsbehörde für Radioaktivität (ISNR) mitteilt, deuten die erhöhten Werte darauf hin, dass die Radioaktivität erst in jüngster Zeit entwichen ist. Nach Medienberichten gibt es Befürchtungen, dass Russland im Nordpolarmeer einen Sprengsatz getestet hat.

Allerdings wurden solche Konzentrationen in der Vergangenheit schon öfter gemessen. Das Bundesamt für Strahlenschutz sieht bei diesen geringen Werten keine Anzeichen für einen nuklearen Unfall.

Was ist die Ursache für die erhöhten Werte?

Jod-131 hat eine Halbwertzeit von etwa acht Tagen. Das bedeutet, dass die Radioaktivität alle acht Tage um die Hälfte abnimmt. Das flüchtige Element ist daher nicht lange messbar und der genaue Ursprung kann nur schwer festgestellt werden. Woher das Jod in der Luft kommt, ist unklar.

Bereits 2011 waren die Werte schon einmal leicht erhöht. Die Internationale Atomenergiebehörde bestätigte damals, dass ein Pharmaunternehmen in Budapest verantwortlich war. Die Ursache für das Jod-131 in der Luft können daher Probleme bei der Herstellung von radioaktiven Medikamenten sein.

Wie kann der Strahlenkrankheit vorgebeugt werden?

Wer radioaktivem Jod ausgesetzt ist, dem wird Jod verabreicht, das nicht radioaktiv ist. Die Schilddrüse wird dann mit dem harmlosen Jod angereichert und kann das schädliche nicht mehr aufnehmen. Das Jod-131 wird über die Nieren ausgeschieden. Bei einer falschen Dosierung können die Jodtabletten allerdings zu einer Schilddrüsenüberfunktion oder zu weiteren Krankheiten führen. Nehmen Sie Jodtabletten nur nach ärztlicher Anordnung ein.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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