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Darmkrebs: Deswegen kann die Darmspiegelung Leben retten

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25.000 Todesfälle jährlich  

Deswegen kann die Darmspiegelung Leben retten

08.06.2017, 13:22 Uhr | AFP

Darmkrebs: Deswegen kann die Darmspiegelung Leben retten. Gastroenterologe mit Kaloskopie-Utensilien (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/robertprzybysz)

Bei der Darmspiegelung erkennen Gastroenterologen mögliche Geschwülste (Quelle: robertprzybysz/Thinkstock by Getty-Images)

Die Darmspiegelung hat in Deutschland nach Angaben von Krebsforschern zwischen 2008 und 2011 vermutlich mehr als 25.000 Todesfälle durch Darmkrebs verhindert. Dies ergab eine Analyse des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg. Zudem zahlt die Krankenkasse die Vorsorgeuntersuchung.

Die Wissenschaftler sind überzeugt, es könnten noch mehr Leben gerettet werden, wenn das Potenzial der Untersuchung bei der Vorsorge voll ausgeschöpft würde.

Nach den Berechnungen der Krebsforscher könnte die Darmkrebssterblichkeit bei den 55- bis 79-Jährigen demnach noch um mehr als ein Drittel sinken, wenn alle Menschen in diesem Alter die Untersuchung tatsächlich in Anspruch nehmen würden.

Darum ist die Darmspiegelung wichtig

Darmkrebs ist in westlichen Industriestaaten eine der häufigsten Krebsarten. Allein in Deutschland sterben jedes Jahr mehr als 25.000 Menschen daran. Eine Darmspiegelung, die sogenannte Koloskopie, kann die Erkrankung dem DKFZ zufolge verhindern. Gutartige Veränderungen, aus denen später möglicherweise bösartige Tumoren hervorgehen, könnten bei dieser Untersuchung direkt entfernt werden.

Ab 55 haben Sie einen Anspruch auf die Untersuchung

Gesetzlich Versicherte haben ab dem Alter von 55 Jahren im Rahmen der Krebsfrüherkennung einen Anspruch auf eine Darmspiegelung. Jüngere Studien zeigen demnach, dass seit dem Beginn des Screenings im Jahr 2002 die Zahl der Neuerkrankungen bei den über 55-Jährigen rückläufig ist.

In Deutschland unterzogen sich demnach 55 Prozent der 55- bis 79-Jährigen in den vorangegangenen zehn Jahren vorsorglich oder zur diagnostischen Abklärung einer Darmspiegelung. In den USA waren es bis zu 60 Prozent.

Ohne Darmspiegelung 30 Prozent mehr Todesfälle

"Ohne die Darmspiegelung wären in der betreffenden Altersgruppe etwa 30 Prozent mehr Menschen an Darmkrebs gestorben", erklärte DKFZ-Experte Hermann Brenner. Hätten tatsächlich alle Menschen dieses Alters die Koloskopie in Anspruch genommen, wäre die Zahl der Darmkrebssterbefälle um etwa 37 Prozent niedriger gewesen. Für die USA errechneten die Wissenschaftler ähnliche Werte.

Seit April dieses Jahres können gesetzlich Versicherte auch einen neuen immunologischen Test auf verborgenes Blut im Stuhl nutzen, der den herkömmlichen chemischen Test ablöst und das Angebot zur Vorsorge noch einmal deutlich verbessern soll. "Bei konsequenter Nutzung der Vorsorgeangebote könnten in den nächsten Jahren zehntausende von Todesfällen an Darmkrebs vermieden werden", betonte Brenner.

Krankenkasse zahlt Vorsorgeuntersuchung

Ab dem 50. Lebensjahr übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen, informiert der Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz. Dann können Versicherte einmal im Jahr kostenlos den Hämoccult-Test machen lassen – dabei wird kontrolliert, ob sie Blut im Stuhl haben.

Ab dem 56. Lebensjahr bezahlt die Krankenkasse unter anderem auch die Vorsorge-Darmspiegelung. Ist jemand jedoch familiär vorbelastet, trägt sie die Kosten auch in jüngeren Jahren.

Das könnten Hinweise auf eine krankhafte Veränderung des Darmgewebes sein:

  • Appetitverlust und Gewichtsabnahme  
  • Krämpfe
  • Bauschschmerzen
  • Völlegefühl
  • Verdauungsbeschwerden.

Zwar können diese Beschwerden harmlos sein, halten sie jedoch länger an, sollte man sie medizinisch abklären lassen.

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