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So viele Deutsche wie noch nie nutzen Kondome zum Schutz

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Immer mehr nutzen Kondome  

So schnell können Sie sich mit HIV, Tripper, Syphilis und Co anstecken

22.05.2017, 13:45 Uhr | jb

So viele Deutsche wie noch nie nutzen Kondome zum Schutz . Eine Frau zieht ihren Slip aus (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/kicsiicsi)

Auch mangelnde oder übertriebene Hygiene führt zu Geschlechtskrankheiten (Quelle: kicsiicsi/Thinkstock by Getty-Images)

So viele Menschen wie noch nie schützen sich in Deutschland mit Kondomen vor HIV und Co. In einer Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gaben 91 Prozent der über 16-Jährigen mit mehr als einem Sexualpartner in den vergangenen zwölf Monaten an, "immer, häufig oder gelegentlich Kondome zu benutzen".

Befragt wurden von Oktober bis Dezember 2016 insgesamt 3000 Bundesbürger ab 16 Jahren. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Repräsentativbefragung "Aids im öffentlichen Bewusstsein", welche die Bundeszentrale seit 1988 in regelmäßigen Abständen vornimmt. Damals lag der Wert bei 54 Prozent. 

Die Umfrage zeigt allerdings auch, dass die Menschen selbst dann häufig nicht zum Arzt gehen, wenn sie sich Gedanken machen, ob sie sich mit einer sexuell übertragbaren Infektion angesteckt haben könnten. So suchten von den 40 Prozent derjenigen mit mehreren Sexualpartnern nur etwa 58 Prozent wegen einer möglichen Infektion einen Arzt auf.

BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss verwies darauf, dass Unfruchtbarkeit eine mögliche Folge sein könne, wenn beispielsweise eine Chlamydieninfektion unbehandelt bleibt. Mit neuen Plakat- und Anzeigenmotiven will das Bundesinstitut daher nicht nur zur Kondomnutzung, sondern auch zum Arztbesuch bei Symptomen für eine solche Infektion auffordern.

Schutz ist wichtig und notwendig

Geschlechtskrankheiten wie Tripper, Syphilis und Co nehmen laut Bundesministerium für Gesundheit und Robert-Koch-Institut Berlin wieder zu. Doch wieso verbreiten sich die Erreger so schnell und wie können Sie sich schützen?

Darum verbreiten sich die Geschlechtskrankheiten so schnell

Geschlechtskrankheiten zählen zu den ältesten Infektionen der Welt. Für Pilze, Bakterien und Viren ist das warm-feuchte Klima der Schleimhäute ideal. Trotz der umfangreichen Aufklärung benutzen jedoch immer weniger Frauen und Männer beim Geschlechtsverkehr Kondome. Vor allem, Menschen, die häufig ihren Geschlechtspartner wechseln, haben ein besonders hohes Risiko, sich anzustecken.

Aber auch übertriebene Hygiene kann die Infektionsgefahr erhöhen. Chemische Seifen greifen die Flora der Schleimhäute stark an. Sie verliert dadurch an Resistenz gegen Bakterien und Pilze – das Infektionsrisiko steigt. Sind die Schleimhäute darüber hinaus entzündet, ist eine Ansteckung mit den schädlichen Erregern ohne Kondome kaum zu vermeiden.

So werden Geschlechtskrankheiten übertragen

Geschlechtskrankheiten werden über Körperflüssigkeiten, die Schleimhäute sowie durch Kontakt mit krankhaften Hautveränderungen (Blasen, Warzen etc.) übertragen. Die Ansteckung kann daher erfolgen durch:

  • Küssen
  • Petting
  • Vaginalsex
  • Analsex oder
  • Benutzung von Sexspielzeug

Was sind die Symptome?

Häufig bleibt eine Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten unentdeckt, da keine starken Symptome auftreten. Die infizierte Person dient dann als Wirt und kann die Viren, Bakterien und Pilze an seinen Sexualpartner übertragen. Teilweise macht sich die Geschlechtskrankheit lediglich durch ein unangenehmes Jucken bemerkbar und wird von vielen Betroffenen ignoriert. Dies kann allerdings zu einer lebensbedrohlichen Infektion, Krebs oder Unfruchtbarkeit führen.

Allgemeine Symptome einer Infektion sind

  • Appetitlosigkeit
  • Fieber
  • geschwollene Lymphknoten
  • Halsschmerzen und
  • Müdigkeit

Im Einzelnen können zusätzlich folgende Beschwerden auftreten:

GeschlechtskrankheitSymptome
Chlamydien
  • Blutungsstörungen bei der Frau
  • Brennen
  • Juckreiz
  • Schmerzen/Blutung beim Sex
  • Unterleibschmerzen
  • weißlicher oder unangenehm riechender Ausfluss
Feigwarzen (HPV)
  • Ausschlag, Blasen, Warzen
  • teilweise geringe Schmerzen
  • teilweise Brennen, Juckreiz
Genitalherpes
  • Ausschlag, Blasen, Warzen
  • Brennen
  • Juckreiz
Pilzinfektion
  • Bläschen an den Genitalien
  • Juckreiz
  • Rötung an den Genitalien
  • Schwellung an den Genitalien
  • weißlicher oder unangenehm riechender Ausfluss
Syphilis (Lues)
  • Absonderung einer farblosen Flüssigkeit aus den Geschwüren
  • geschwollene Lymphknoten
  • Ausschlag, Blasen, Geschwüre, Warzen

Später

  • Haarausfall
  • Hautausschlag
  • Muskelschmerzen
  • Schleimhautentzündung
Trichomoniasis
  • Juckreiz
  • Rötung an den Genitalien
  • Schwellung an den Genitalien
  • weißlicher oder unangenehm riechender Ausfluss
Tripper (Gonorrhoe)
  • Brennen beim Wasserlassen
  • Juckreiz
  • Rötung an den Genitalien
  • Schwellung an den Genitalien
  • weißlicher oder unangenehm riechender Ausfluss
HIV
  • Erschöpfung
  • Fieber
  • geschwollene Lymphknoten
  • Hautausschlag an Rücken, Brustkorb oder Bauch
  • Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen
  • starker Nachtschweiß
  • wunde Stellen im Mund

Treten die Symptome auf, sollten Sie umgehend zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt, kann sie entsprechend behandelt und schlimmere, gesundheitliche Folgen werden verhindert.

Besonders bei einer HIV-Infektion sind die Symptome kaum erkennbar. Lediglich durch einen Bluttest lässt sich eine Erkrankung – vorzeitig – erkennen.

Was können Sie tun?

Die erneut starke Verbreitung von Geschlechtskrankheiten ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass sich Betroffene für ihre Infektion schämen und diese deswegen nicht behandeln lassen. So verbreiten sich die Krankheiten rasant. Es ist daher ratsam, sich regelmäßig untersuchen zu lassen, besonders wenn

  • Sie viele verschiedene Sexualpartner haben
  • Sie sexuelle Kontakte im Rahmen mit Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen haben
  • Sie ungeschützten Geschlechtsverkehr haben

Vorbeugend können Sie

  • nur geschützten Geschlechtsverkehr (Oralsex, Vaginalsex, Analsex etc.) haben
  • sich regelmäßig untersuchen lassen
  • sich impfen lassen sowie
  • bei ersten Anzeichen umgehend einen Arzt aufsuchen.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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