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Verhütung: So vermeiden Sie Pannen bei der Verhütung

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Verhütung  

Verhütungspannen ohne Nachspiel

22.01.2010, 12:50 Uhr | ag

Verhütung: So vermeiden Sie Pannen bei der Verhütung. Verhütung: VPannen bei der Verhütung lassen sich vermeiden. (Foto: imago)

Pannen bei der Verhütung lassen sich vermeiden. (Foto: imago)

Wohl jede Frau kennt aus ihrem Leben die Angst, dass die Liebesnacht nicht ohne Folgen geblieben sein könnte. Wenn das Kondom platzt, das Diaphragma verrutscht, die Pille vergessen wird oder im Rausch der Gefühle die Verhütung ganz unter den Tisch fällt, bleibt für die meisten nur noch eine Rettung: die "Pille danach". In Deutschland gibt es das hoch dosierte Hormonpräparat bislang nur auf Rezept. Je früher sie genommen wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine ungewollte Schwangerschaft tatsächlich verhindert wird. In der Info-Box Teil haben wir die wichtigsten Fakten zum Thema Notfall-Verhütung für Sie zusammengestellt:

Bei Pannen heißt es schnell handeln

"Die Wirksamkeit der 'Pille danach' liegt mit 95 Prozent sehr hoch, vorausgesetzt sie wird nicht später als 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen", erklärt Dr. Ines Thonke vom Bundesverband von Pro Familia in Frankfurt. Das Hormon Levonorgestrel, das die Notfallpille in hoher Dosierung enthält, verhindert den Eisprung und die Befruchtung einer reifen Eizelle oder hindert bereits befruchtete Eizellen daran, sich in die Gebärmutter einzunisten. Dabei können Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen und Brustspannen auftreten. Ernsthafte Gesundheitsschäden, so die Ärztin, seien jedoch nicht zu befürchten. Was viele nicht wissen: Neben der "Pille danach" gibt es auch noch die "Spirale danach". "Bis zu fünf Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr kann sie vom Frauenarzt eingesetzt werden und verhindert in 99 Prozent der Fälle eine Schwangerschaft", betont Thonke. Nach Einsetzen der nächsten Regelblutung kann die Spirale wieder entfernt werden.

Bei der Pille kann viel schief laufen

Neben dem Kondom gehört die Pille in Deutschland zu den beliebtesten Verhütungsmitteln. Gerade deshalb passieren mit ihr auch häufig Pannen. Viele Mädchen fangen schon sehr früh an, die Pille zu schlucken, obwohl sie noch unregelmäßige Zyklen haben. Sie sind häufig untergewichtig und experimentieren manchmal mit Diäten, Abführmitteln und Drogen, da wirken die Hormone nicht mehr richtig. Es fehlt aber auch an Wissen. "Einmal die Pille vergessen, das kann nicht so schlimm sein", zitiert Kathrin Wagner, Sozialpädagogin aus Mannheim, aus ihren Beratungsgesprächen. Tatsächlich kommt es jedoch zu einem gravierenden Hormonabfall, der den Eisprung auslösen kann, in jedem Fall den Zyklus heftig durcheinander bringt und das Risiko einer Schwangerschaft erhöht. Das kann ebenfalls durch die Einnahme zusätzlicher Medikamente, beispielsweise Antibiotika, passieren. Bei Krankheiten mit Durchfall, Fieber oder Erbrechen empfiehlt Wagner für den ganzen Zyklus zusätzliche Verhütung mit Kondomen.

Kondome: Übung macht den Meister

Das Kondom ist ein Verhütungsmittel, dessen Anwendung geübt werden muss. "Gelingt es nicht sofort, den Gummi richtig anzuwenden, entwickeln viele junge Männer häufig eine Abneigung dagegen," erklärt Wagner die geringe Akzeptanz gerade bei Jugendlichen. Doch vor allem fehlt es an Know-how: Wird das Kondom nach dem Penis angefasst, kann Sperma an die Außenseite gelangen. Das passiert auch, wenn das Kondom erst falsch aufgesetzt und dann umgedreht wird. Im Gegensatz zu Pille und Kondom kommen Verhütungspannen mit dem Hormonpflaster weitaus seltener vor. Dennoch kommt es vor, dass es sich bei Kontakt mit bestimmten Chemikalien oder Strapazierung der Haut ganz oder teilweise ablöst. Auch der Vaginalring, eine der neuesten Errungenschaften der hormonellen Verhütung, kann in seltenen Fällen herausfallen. Kommt es dabei zu einem Hormonabfall, ist der Empfängnisschutz nicht mehr garantiert. "Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte auch hier im Zweifelsfall besser die 'Pille danach' genommen werden", empfiehlt Thonke.

"Pille danach": In vielen Ländern rezeptfrei

Ob Frauen schnellen Zugriff auf die "Pille danach" haben, variiert von Land zu Land. In Deutschland muss eine Patientin erst zum Arzt gehen und sich ein Rezept ausstellen lassen, bevor sie das Präparat in der Apotheke kaufen kann. Anders in Großbritanien: Hier geht die Notfallpille seit Ende 2000 ab dem 16. Lebensjahr ohne Rezept über den Ladentisch von Drogerien und Apotheken. Ebenso wurden in Frankreich die Regelungen gelockert: Minderjährige Französinnen bekommen die Pille auch ohne Einwilligung der Eltern. In Dänemark oder den skandinavischen Ländern gibt es sie längst ohne ärztliche Verordnung. Die Befürchtung, dass sie ein Freifahrtschein für Verhütungsmuffel sei, hat sich in diesen Ländern nicht bestätigt. Stattdessen ging die Zahl der Abtreibungen besonders bei jungen Frauen zurück. Pro Familia plädiert daher für die Rezeptfreiheit der Pille auch in Deutschland.

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