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Minipille: Östrogenfrei verhüten mit der Minipille

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Minipille Cerazette  

Mit sanfter Minipille auf der sicheren Seite

27.01.2010, 09:29 Uhr | ag, t-online.de

Minipille: Östrogenfrei verhüten mit der Minipille. Pille: Die Minipille ist leichter als andere - erfordert aber auch mehr Disziplin. (Foto: imago)

Die Minipille ist sanfter als andere Pillenpräparate - erfordert aber auch mehr Disziplin. (Foto: imago)

Die Pille ist weltweit Verhütungsmittel Nummer eins: Jede zehnte Frau verhütet auf diese Weise. Die heutigen Pillen enthalten fast immer Östrogen, das jedoch beträchtliche Nebenwirkungen hat. Eine Alternative bietet die östrogenfreie Pille, die so genannte Minipille. Einziger Nachteil: Minipillen galten bislang als weniger sicher, da sie bis auf die Stunde genau eingenommen werden mussten. Jetzt ist eine neue Minipille namens "Cerazette" auf dem Markt, die einen deutlich besseren Schutz bietet: Einmal vergessen, kann sie innerhalb der nächsten zwölf Stunden nachgeholt werden. "Ein großer Vorteil von Cerazette liegt darin, dass auch Frauen, die keine Östrogene vertragen, diese Minipille nehmen können," erklärt Katharina Rohmert von Pro Familia Darmstadt.

Minipille für viele Frauen eine Alternative

Verschiedene Umfragen haben ergeben, dass rund 20 Prozent aller Pillenanwenderinnen unzufrieden sind und über östrogenbedingte Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Brustspannen oder Wassereinlagen klagen. Tests haben ergeben, dass bei vielen Frauen die Beschwerden nach Einnahme der Minipille verschwinden. Auch gesundheitliche Risiken wie erhöhte Thrombosegefahr, Bluthochdruck und Nikotinsucht können dafür sprechen, auf die Mini-Pille umzusteigen. Für Frauen in der Stillzeit ist das östrogenfreie Präparat ebenfalls geeignet.

Hohe Sicherheit beim Empfängnisschutz

Die neue Minipille enthält den Wirkstoff Desogestrel. Genauso wie eine östrogenhaltige Pille verhindert sie den Eisprung, verdickt den Muttermundschleim und macht ihn undurchlässig für Samenzellen. Das führt zu einer hohen Sicherheit. Der Pearl-Index liegt bei 0,14 bis 0,4. Dieser Wert sagt aus, wie viele ungewollte Schwangerschaften auftreten, wenn 100 Frauen diese Verhütungsmethode ein Jahr lang anwenden. Im Gegensatz zu "Cerazette" verändern Minipillen der älteren Generation nur die Gebärmutterschleimhaut und den Schleim im Gebärmutterhals, verhindern aber nicht den Eisprung. Das hat Auswirkungen auf die Sicherheit: Der Pearl-Index liegt daher hier "nur" zwischen 0,4 und 3. Zum Vergleich: Antibabypillen aus Gestagen und Östrogen haben einen Pearl-Index von 0,1 bis 0,9.

Verspätete Einnahme bis zu zwölf Stunden erlaubt

Der Nachteil herkömmlicher Minipillen war bislang, dass diese immer zur gleichen Zeit - mit einer Abweichung von maximal drei Stunden - eingenommen werden mussten. Vielen Frauen war dieses strenge Schema zu unflexibel. Obwohl auch "Cerazette" zur Kategorie der Minipille gehört, kann bei ihr der genaue Einnahmezeitpunkt überschritten werden. Laut Herstellerangaben soll die Einnahme bis maximal zwölf Stunden nachgeholt werden - genau wie bei östrogenhaltigen Pillen. Im Gegensatz zu diesen wird die neue Pille jedoch durchgängig eingenommen. Es gibt also keine Pillenpause wie bei Kombinationspräparaten, von denen die meisten dem Rhythmus "21 Tage Pille - 7 Tage Pause" folgen.

Blutung nicht nach dem Kalender

Durch das Wegfallen der Pillenpause verändert sich auch das Schema der Menstruation. "Es können Blutungsunregelmäßigkeiten auftreten und auch Blutungen ausbleiben", gibt Rohmert zu bedenken. Wird die östrogenfreie Pille über einen längeren Zeitraum eingenommen, werden die Blutungen tendenziell seltener und schwächer. Bei den meisten Frauen bleiben sie sogar ganz aus. Ein gesundheitliches Problem stelle dies jedoch nicht dar. Denn "die Vorstellung vieler Pillenanwenderinnen, dass die Regelblutung einen reinigenden Effekt hat, ist medizinisch gesehen Unsinn."

Jede Methode hat Vor- und Nachteile

Ob die Minipille tatsächlich verträglicher als andere Pillen sind, wagt Rohmert zu bezweifeln. "Auch bei Gestagen können Nebenwirkungen auftreten". Zu diesen gehörten beispielsweise Hautveränderungen, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen und sexuelle Unlust. "Bei der hormonellen Verhütung ist letztlich alles ein Ausprobieren", resümiert die Medizinerin. Gemeinsam mit dem Arzt sollte eine Frau daher die Vor- und Nachteile individuell abwägen, bevor sie sich für eine bestimmte Pille entscheidet.

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