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Sterilisation  

Viele verhüten durch Sterilisation

24.01.2012, 15:53 Uhr | T-Online, t-online.de

Verhütung: Viele verhüten durch Sterilisation. Vasektomie: Was bei der Sterilisation für Männer passiert. (Quelle: Archiv)

Vasektomie: Was bei der Sterilisation für Männer passiert. (Quelle: Archiv)

Mit jährlich 50.000 Sterilisationen ist die radikalste Form der Verhütung keine Seltenheit mehr. Laut Schätzungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) entscheidet sich unter den 40- bis 50-Jährigen jeder Vierte für eine Sterilisation. Obwohl der Eingriff bei Männern einfacher ist, wählen mehr Frauen den Weg der endgültigen Unfruchtbarkeit. Diese Fakten sollten Sie kennen.

Sterilisation als ambulanter Eingriff

Eine Sterilisation ist bei Männern deutlich einfacher durchzuführen als bei Frauen. In einem zwanzigminütigen ambulanten Eingriff werden die Samenleiter bei einer örtlichen Betäubung durchtrennt und ihre Enden verschlossen. Einige Monate nach der Operation können sich noch Spermien in der Samenflüssigkeit finden. Sie überleben zum Beispiel in der Samenblase. Deshalb nimmt der Arzt in der Zeit nach dem Eingriff mehrfach Proben und überprüft das Ejakulat. Bis es spermienfrei ist, müssen Paare weiterhin verhüten. Auch wenn sich später im Ejakulat keine Samenzellen mehr finden, werden sie weiterhin produziert und im Nebenhoden abgebaut. Kosten für eine Sterilisation aus Verhütungsgründen beim Mann übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen seit 2004 nicht mehr - bei Frauen nur, wenn ein Arzt bestätigt, dass eine Schwangerschaft ihren körperlichen oder seelischen Gesundheitszustand gefährden oder verschlechtern würde.

Sexualität ändert sich nicht nach dem Eingriff

Die Vasektomie gilt mit einem Pearl-Index von rund 0,25 als sehr sicher. Zum Vergleich: Der Pearl-Index der Pille liegt bei 0,1 bis 0,9. Männer im zeugungsfähigen Alter sollten sich sehr gut überlegen, ob ihre Familienplanung tatsächlich abgeschlossen ist, und ob sie auch bei einer neuen Partnerin bei dieser Meinung bleiben würden. Zudem sollten sie mit ihrer aktuellen Partnerin das Thema gründlich besprechen und sich von einem Arzt beraten lassen. Was die Sexualität angeht, ändert sich nach der Sterilisation nichts. Die Lust auf Sex sowie die Fähigkeit zur Erektion und Ejakulation bleiben unverändert. Einzig die Zeugung von Nachwuchs ist ausgeschlossen. Anders bei einer Entfernung der Hoden durch eine Kastration, die jedoch nicht als gängige Form der Verhütung durchgeführt wird.

Vasektomie lässt sich nicht immer rückgängig machen

Die BZgA schätzt, dass fünf bis zehn Prozent der Sterilisierten den Eingriff wieder rückgängig machen wollen. Theoretisch lassen sich die Samenleiter auch wieder operativ verbinden. Die Erfolgsrate liegt bei fast 70 Prozent. Die Fruchtbarkeit wird dadurch jedoch meist eingeschränkt. Entscheidend ist, wie schnell nach der Sterilisation der Eingriff rückgängig gemacht wird. Liegt sie länger als fünf Jahre zurück, werden Nachkommen immer unwahrscheinlicher. Der Grund: Viele sterilisierte Männer entwickeln Auto-Antikörper gegen Spermien im Blut. Je mehr von ihnen vorhanden sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Samenzellen befruchtungsfähig sind.

Sterilisation bei der Frau

Frauen werden unter Vollnarkose sterilisiert. Durch eine Bauchspiegelung werden die Eileiter mit einer Klammer verschlossen, mit Hitze versiegelt oder Teile der Eileiter entfernt. Die Eizellen werden zwar weiterhin produziert, können aber nicht mehr befruchtet werden. Die Operation gilt als relativ risikofrei und kostet zwischen 1.000 und 15.000 Euro. Der Verhütungsschutz ist entsprechend hoch: Der Pearl-Index liegt zwischen 0,1 und 0,3. Allerdings raten Ärzte Frauen unter 35 Jahren oft von diesem Eingriff ab. Stellt sich bei ihnen später doch noch ein Kinderwunsch ein, wird es schwierig, denn man kann die Sterilisation schlechter wieder rückgängig machen als bei Männern.

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