Startseite
Sie sind hier: Home > Digital > Smartphone & Tablet PC > Apps >

Navi-App oder Navigationsgerät: Was ist besser?

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Klassisches Navi oder Navi-App fürs Smartphone: Was ist besser?

09.02.2013, 12:29 Uhr | Thomas Schörner, dpa-tmn

Navi-App oder Navigationsgerät: Was ist besser?. Ausschnitt einer Navi-App. (Quelle: dpa)

Viele kostenlose Navi-Apps basieren auf dem Kartenmaterial von Open Street Map. (Quelle: dpa)

Millionen Beifahrer sind dankbar für die Erfindung von Navigationsgeräten. Allerdings werden sie immer häufiger von entsprechenden Apps auf dem Smartphone ersetzt. Die sind vor allem für Gelegenheitsnutzer interessant, denn das Smartphone hat man immer dabei, die Apps sind nicht zu teuer und führen in der Regel genau so sicher ans Ziel wie ein klassisches Navi. Wer ein großes Display bevorzugt und Wert legt auf besondere Funktionen, sollte eher beim herkömmlichen Navigationsgerät bleiben.

Sowohl bei der Zielführung als auch bei der Routenberechnung müssen sich Apps nicht verstecken, sagt Oliver Stauch von der Fachzeitschrift "connect". Sie haben klassischen Systemen sogar etwas voraus: "Vorteile gibt es bei der Online-Anbindung, die im Smartphone schon mit drin ist und daher Premium-Staudienste sehr einfach hinzugebucht werden können."

Smartphone-Displays kleiner als Navis

Abstriche muss man bei Smartphone-Lösungen aber manchmal bei der Ergonomie und Bedienung machen, sagt Stauch. Oft seien Smartphone-Displays noch kleiner als die fest installierter Systeme. Zudem können aufpoppende Fenster, eingehende Nachrichten oder App-Wechsel beim Autofahren Verwirrung stiften. Und es kann auch sein, dass Tonqualität oder Lautstärke der integrierten Smartphone-Lautsprecher eher bescheiden sind, weiß Stauch. Deshalb böten klassische Navis vor allem auch älteren Menschen Vorteile.

GPS-Modul saugt Smartphone-Akku leer

Natürlich bringen die meisten Smartphones nicht das gleiche Zubehör mit wie klassische Navis. "So kommen Nutzer bei der Handy-Navigation um den Kauf einer Auto-Halterung nicht herum", sagt Wiebke Hellmann von der Zeitschrift "Chip". Auch die Anschaffung eines Kfz-Ladekabels ist notwendig, weil das GPS-Modul und das ständig aktive Display den Smartphone-Akku schnell entleeren.

Interessante Funktionen bei Navi-Apps

Navi-Apps bieten dem Nutzer interessante Zusatzfeatures, findet Hellmann. "Cool und klasse ist für viele sicherlich die Vernetzung zwischen Standortdaten und Nachrichtendiensten, um Freunden und Bekannten schnell mal die Position über Facebook zu schicken oder zu twittern."

Ohne Internetverbindung geht es teilweise nicht

Bei Navi-Apps auf dem Smartphone unterscheidet man zwischen Onboard-Varianten mit dem gesamten Kartenmaterial im Handyspeicher und Offboard-Varianten, die immer nur die gerade benötigten Karten aus dem Netz laden. Vorteile der letzteren Lösung sind der oft günstigere Anschaffungspreis und weniger belegter Speicherplatz. Ein Nachteil ist die obligatorische Internetverbindung via Mobilfunk, die eine Datenflatrate erfordert und die Nutzung im Ausland verhindert oder sehr teuer machen kann. Das Offboard-Kartenmaterial auf den Servern der Anbieter ist übrigens nicht zwingend aktueller als das der Onboard-Lösungen, weiß Experte Stauch.

Navi-Apps ab 20 Euro

"Bei den Kaufversionen, die auf die renommierten Kartenhersteller Navteq und Tele Atlas setzen, handelt es sich um Onboard-Lotsen mit einer umfangreichen Abdeckung des Straßennetzes inner- und außerorts", erklärt Wiebke Hellmann. App-Lösungen von Anbietern wie Navigon, TomTom, ALK, Sygic oder Route 66 sind ab 20 Euro zu haben.

Augmented Reality 
Mein Handy zeigt, was Du nicht siehst

Clevere Apps verschmelzen Realität und Technik. Video

Auch kostenlose Navi-Apps tun ihren Dienst

"Ansonsten tun es die beigepackten Apps von Google, Nokia und Apple", nennt Stauch Offboard-Lösungen für Nutzer, die kein Geld in die Hand nehmen möchten. Experimentierfreudige können sich auch an günstige Open-Source-Lösungen wie Skobbler fürs iPhone (1,79 Euro) oder Navfree für Android (gratis) wagen - dürfen aber nicht immer Spitzenleistungen erwarten, warnt Stauch. "Die Open-Source-Lösungen haben beim Kartenmaterial Nachteile, da noch nicht überall alle Straßen erfasst und zum Teil auch viele Straßen falsch erfasst sind."

Auf die Karten-Updates kommt es an

Sowohl bei klassischen Navis als auch bei Kauf-Apps gilt es darauf zu achten, ob oder wie lange das Kartenmaterial aktualisiert wird. Man sollte auch prüfen, ob ein über einfaches TMC hinausreichender Premium-Staudienst im Paket vorhanden ist oder extra abonniert werden muss. "Vor allem die Darstellung der Staus ist wichtig, so dass man die geplante Route und Behinderungen in einer Übersicht gut erkennen und die Alternativ-Vorschläge des Systems selbst bewerten kann", erläutert Stauch.

Was ein gutes Navi können sollte

Im Detail zeichnen ein Spurassistent und eine konfigurierbare Geschwindigkeitswarnung ein gutes Navi oder eine gute Navi-App aus. Das Gerät oder die Software sollte es zudem während der Fahrt erlauben, die Route zu beeinflussen, Alternativen zu errechnen oder einzelne Streckenabschnitte auszuschließen.

In einem Navi- und Navi-App-Test des ADAC aus dem Jahr 2012 schnitten alle vier getesteten klassischen Navis mit "gut" ab, während von acht geprüften Apps nur die Hälfte diese Note erhielt.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal