14.02.2013, 12:12 Uhr | dpa
Tim Cook steht mächtig unter Druck, die Aktionäre erwarten Innovationen von Apple. (Quelle: dpa)
Medienberichten zufolge schuftet bei Apple bereits ein Team von 100 Spezialisten fieberhaft an einer Smartphone-Uhr. Diese derzeit iWatch genannte Armbanduhr soll Funktionen vom iPhone bieten und Apple wieder zur treibende Kraft in Sachen Zukunftstechnologie machen.
Das Apple-Team, das an einer intelligenten Armbanduhr arbeitet, umfasst laut einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg bereits knapp 100 Mitarbeiter. Darunter seien neben Designern und Software-Entwicklern auch Manager und Marketing-Experten. Die Größe des Teams weise darauf hin, dass Apple bei der Entwicklung des Geräts über die Experimentierphase hinaus sei, hieß es in dem Artikel am Mittwoch unter Berufung auf informierte Personen. Einige der Entwickler hätten zuvor an iPhone und iPad gearbeitet.
Bereits am Wochenende hatten die US-Tageszeitungen New York Times und Wall Street Journal berichtet, dass Apple an einer Uhr arbeite, die einige Funktionen des iPhone übernehmen werde. Die Uhr könnte beispielsweise eingehende E-Mails, SMS-Nachrichten und Anrufe anzeigen oder zur Steuerung der Musikwiedergabe genutzt werden. Zudem soll das Gerät der New York Times zufolge eine Oberfläche aus gebogenem Glas haben. Das Wall Street Journal schrieb, Apple habe bereits mit seinem Auftragsfertiger Foxconn über die Uhr gesprochen.
Bei sogenannten Smart-Watches reicht ein Blick aufs Handgelenk, um Telefonate, Nachrichten und E-Mails abzurufen. zum Video
Apple-Chef Tim Cook steht derzeit unter Druck, ein neues innovatives Produkt vorzustellen. Die Aktie verlor seit den Höchstwerten im September rund ein Viertel ihres Werts. Kritiker werfen Apple eine nachlassende Innovationskraft vor, das Unternehmen habe seit dem Start des iPad-Tablets 2010 nur Weiterentwicklungen bisheriger Geräte vorgestellt.
Ob Apple aber wirklich mit einer Smartwatch Boden in Sachen Innovation gut machen kann ist fraglich, solche Uhren gibt es bereits von anderen Anbietern. So hat Sony eine Smartwatch im Angebot, die via Blutooth auf Anrufe oder Nachrichten aufmerksam machen kann. Eine ähnliche Idee steckt auch hinter der italienischen i'm Watch. Weitere Geräte wie das per Crowd-Funding finanzierte US-Projekt Pebble sind auf dem Weg.
Quelle: dpa
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