Startseite
Sie sind hier: Home > Digital > Smartphone & Tablet PC >

Smartwatches sollen Smartphones ergänzen, nicht ersetzen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Neuer Trend  

Schick und intelligent – Die ersten Smartwatches kommen

03.07.2013, 16:23 Uhr | dpa

Smartwatches sollen Smartphones ergänzen, nicht ersetzen. Immer mehr Hersteller bieten Smartwatches an, die das Smartphone ergänzen sollen. (Quelle: dpa)

Immer mehr Hersteller bieten Smartwatches an, die das Smartphone ergänzen sollen. (Quelle: dpa)

Mit der Smartwatch wollen viele Hersteller einen schlauen Helfer für das Handgelenk bauen. Die intelligenten Armbanduhren werden deutlich mehr können, als nur die Zeit anzeigen und sollen Smartphones eher ergänzen als ersetzen. Blicken wir in die nahe Zukunft, die bald schon Realität werden wird, denn einige dieser Smartwatches sind schon erhältlich.

Armbanduhren? Trägt doch seit der Handy-Revolution keiner mehr, höchstens noch als Schmuck, Statussymbol oder als Erbstück in Ehren. Es sei denn, sie bringen neue Funktionen mit sich wie die neuen Smartwatches. Sie wollen als "Smartphone-Außenposten" die Handgelenke erobern. Und es gibt schon einige am Markt, wobei hier aber bisher kaum die üblichen verdächtigen Konzerne den Ton angeben, sondern eher kleine und unbekannte Hersteller.

Armbanduhr löste die Taschenuhr ab

So schlecht war sie eigentlich nicht, die Idee mit der Armbanduhr. Das Handgelenk zu drehen, geht schneller und diskreter, als eine Taschenuhr an einer Kette aus der Westentasche zu ziehen, um die Zeit abzulesen.

Genau den gleichen Komfort sollen nun Smartwatches bieten, indem sie das Smartphone nicht ersetzen, sondern ergänzen. Die intelligente Uhr am Handgelenk soll es bei verschiedenen Informationen und Funktionen unnötig machen, das Smartphone aus der Hosentasche zu ziehen oder aus der Handtasche heraus zu suchen.

Apps 
Sport machen mit dem Smartphone

Die besten Smartphone-Apps für engagierte Hobby-Sportler. Video

Erste Versuche waren eher bescheiden

Deshalb gab es in der Vergangenheit immer wieder Versuche, Uhren mehr als die Zeit anzeigen zu lassen. Mit bescheidenem Erfolg, analysiert der US-Marktforscher ABI: "Sie sahen hässlich aus, waren zu wuchtig, boten nur schlechte Funktionalität oder die Batterielaufzeit war nicht gut genug." Doch derzeit sorgt eine neue Generation von Smartwatches für Furore. Die neuen Modelle haben viel Potenzial, sind aber oft noch nicht ausgereift.

Drahtlos mit Smartphone oder Tablet verbunden

Smartwatches verbinden sich per Bluetooth mit Smartphone oder Tablet, auf denen eine App des Uhrherstellers laufen muss. Die App sorgt dafür, dass die Uhr Anrufe und SMS signalisiert, Anrufernamen, Nummern, Termine oder Updates anzeigt oder über das Wetter, Börsenkurse sowie Daten kompatibler Dritt-Apps informiert. Einige Smartwatches fungieren auch als Freisprecheinrichtung, steuern den Handy-Musikplayer und Navigationsfunktionen oder schließen sich mit Sport-Apps kurz.

Ob die Zeit digital oder analog angezeigt wird, entscheidet der Nutzer. Schließlich bleibt die Zeitanzeige das Kernelement: "Für den Blick auf die Uhrzeit war unter Usability-Aspekten das Smartphone ein Rückschritt gegenüber der Armbanduhr", sagt Cornelia Kelber, Expertin für Medien und Kultur am Zukunftsinstitut in Frankfurt am Main.

Smartwatches läuten das Wearable Computing ein

Smartwatches sind Teil eines übergeordneten Trends, dem Wearable Computing. So nennt man Technologie zum Anziehen, die ihrem Träger unauffällig hilft, assistiert, seine Aktivität misst oder ihn informiert – Fitness-Armbänder gehören ebenso dazu, wie Googles Datenbrille Google Glass.

Foto-Serie mit 8 Bildern

"Eine Maschine am Handgelenk zu tragen, ist aber etwas anderes, als das Blickfeld von einer Maschine kontrollieren zu lassen", sagt Trendforscherin Kelber. Smartwatches wahrten die nötige Distanz zwischen Mensch und Maschine. "Und im Moment sieht es so aus, als wäre der Favorit unter den Wearable-Konzepten die Smartwatch."

Pebble startete die Welle

Die Welle losgetreten hat ein kalifornisches Start-up, das die Uhr Pebble fertigt, eine wasserdichte Smartwatch mit Schwarz-Weiß-Display aus elektronischem Papier (1,26 Zoll) für iOS und Android. Weitere Schwarz-Weiß-Modelle mit besonders stromsparenden Anzeigen sind etwa Metawatch (ab 100 Euro), Agent oder Sonostar (in der Entwicklung).

Video 
Daten vom alten aufs neue Handy umziehen

So gelingt der Wechsel leicht und schnell. Video

Anhängsel des Smartphones

Die Pebble gehört zur Gruppe von Smartwatches, die vor allem ein Anhängsel zum Smartphone sein wollen. Dazu zählen auch die Smartwatches von Sony. Die Japaner haben schon die zweite Generation ihrer mit Sony-Android-Geräten koppelbaren Uhr angekündigt, für die es bereits viele Apps gibt. Die SW2 (199 Euro ab dem 3. Quartal 2013) hat ein farbiges LCD-Touchdisplay (1,6 Zoll), ist spritzwasserdicht und verfügt über NFC zum schnellen Koppeln. In einem Test der Zeitschrift c't hielten sowohl die SW1 (89 Euro) als auch die Pebble und die Metawatch rund eine Woche mit einer Akkuladung durch.

Kombination mit analoger Technik

Eine ebenfalls wasserdichte Smartwatch mit analogem Uhrwerk ist die Cookoo (130 Euro), für die Anbindung an das iPhone. Sie zeigt Nachrichten oder Erinnerungen aber nur mit Symbolen im Zifferblatt an. Ein frei belegbarer Knopf kann etwa die Handykamera auslösen. Ebenfalls analog mit eingelassenem, einzeiligen Display kommen die Modelle des Herstellers Martian für Android daher (190 bis 230 Euro). Sie verstehen Sprachkommandos und funktionieren als Handy-Freisprecheinrichtung.

Sensoren zur Gesten-Steuerung

Noch in der Entwicklung ist die Kreyos Meteor, die dank diverser Sensoren auch auf Gesten reagieren soll, etwa um einen Anruf per Schütteln des Arms auf dem integrierten Freisprecher anzunehmen. Sie soll für Android, iOS und Windows Phone für 77 bis 130 Euro angeboten werden. Freisprechen bietet auch die 300 Euro teure I'm Watch für Android und iOS, "wobei die Sprachqualität über den eingebauten Lautsprecher miserabel ist" und der Akku nach einem Tag leer, schreibt die Zeitschrift c't.

Smartwatch für Sportfreaks

Besonderheiten der in Richtung Sportuhr gehenden Leikr (300 Euro) mit 2-Zoll-Farbdisplay sind GPS und Open-Street-Map-Karten. Auch die WearIT (1,54-Zoll-Farbdisplay) mit GPS, WLAN und diversen Sensoren spricht eine breite Zielgruppe an, ist aber noch in der Entwicklung.

Video 
Zubehör für Smartphones und Tablets

Gadgets für zu Hause oder unterwegs, die man nicht mehr hergeben möchte. Video

Komplettes Handy am Handgelenk

Zur kleineren Gruppe von Smartwatches, die mit Mobilfunkmodul das Handy ersetzen wollen, gehören etwa die Simvalley PW-315 (80 Euro) mit 1,54-Zoll-Farbdisplay und GSM-Modul oder die Neptune Pine mit 2,4-Zoll-Farbdisplay, Fünf-Megapixel-Kamera und UMTS, auf der sogar beliebige Android-Apps laufen sollen und die bereits für 245 Euro vorbestellt werden kann.

Smartwatch wird Smartphone nicht ersetzen

Expertin Kelber glaubt aber nicht an den Erfolg vollautonomer Smartwatches. "Die aktive Nutzung, also Telefonieren und Schreiben von Nachrichten, erfordert natürlich ein anderes Interface." Hier habe sich das Smartphone mit großem Touchscreen bewährt – "ein Fortschritt, den die User auch nicht wieder aufgeben wollen".

Aber gerade bei den XXL-Smartphones mit Displays größer als fünf Zoll kann die Uhr eine sinnvolle Ergänzung sein. Gerade bei Telefonieren will sich manch einer nicht unbedingt so ein Display-Monster an die Backe halten.

Die c't bescheinigt den fünf Smartwatches im Test "interessante Ansätze", ließ sich aber von keiner "rundum überzeugen". Die kleinen Hersteller haben vorgelegt, nun sind die Großen wie Apple, Google, LG oder Samsung am Zug: Alle sollen an Smartwatches arbeiten. Und für 2013 prognostizieren die ABI-Marktforscher weltweit bereits 1,2 Millionen verkaufte Smartwatches.

Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie ein Fan von t-online.de Digital

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal