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Apple gibt sich bei Logo-Rechtsstreit geschlagen

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iPhone-Hersteller gibt klein bei  

Apple beendet Logo-Rechtsstreit mit deutschem Café

02.10.2013, 18:01 Uhr | t-online.de

Apple gibt sich bei Logo-Rechtsstreit geschlagen. Christin Römer, die Besitzerin des Café Apfelkind, hat sich gegen Apple gewehrt. (Quelle: dpa/Rolf Vennenbernd)

Christin Römer, die Besitzerin des Café Apfelkind, hat sich gegen Apple gewehrt. (Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa)

Ein Kampf David gegen Goliath: Ein kleines Café in Bonn hat einen bizarren Rechtsstreit mit dem Großkonzern Apple ausgefochten. Den Unmut des Technikgiganten erregte ein Logo mit Apfel-Motiv. Die Besitzerin des Cafés ließ sich jedoch nicht einschüchtern und trug einen überraschenden Sieg davon.

Im April 2011 eröffnete Christin Römer ihr Café Apfelkind in Bonn. Das Café soll vor allem Eltern ansprechen, die in gemütlicher Atmosphäre entspannt Kaffee und Apfelkuchen genießen wollen, während die Kinder im "Apfelzimmer" genug Raum zum Spielen haben.

Traum der Selbstständigkeit

Das Konzept drückte Römer auch im Logo des Apfelkinds aus. Es zeigt einen Apfel mit Kinder-Sihouette. Die Kombination aus Name und Logo wollte sich Römer schließlich beim Deutschen Patent- und Markenamt als Marke eintragen lassen.

Apple sieht sein Logo gefährdet

Doch Apple, der Hersteller von iPhone und iPad, gab im Oktober 2011 den Spielverderber und legte Widerspruch gegen die Markenanmeldung ein. Die Begründung: Das Apfelkind-Logo sehe dem Apple-Logo zu ähnlich, sogar von "hochgradiger" Verwechslungsgefahr war die Rede.

Es folgte ein langer Rechtsstreit zwischen den Anwälten von Apple und Christin Römer. Schließlich deutete sich ein Vergleich an. Apple wollte Römer die Nutzung ihres Apfelkind-Logos gestatten, solange dieses nur auf Tassen und Kinderspielzeug genutzt würde, nicht aber auf Elektronik-Produkten.

Außerdem bestand Apple auf einer Verschwiegenheitsklausel, die es Römer nicht erlaubt hätte, Details über die Einigung zu verraten. Das berichtete der WDR in einem Interview mit Römer.

Überraschende Wendung

Römer stimmte wegen des Maulkorbes jedoch nicht zu, wie sie im Interview erzählt, und unterschrieb die Einigung nicht. Verblüffender Weise zog Apple daraufhin den Widerspruch zurück. Zu den Gründen wollte sich das Unternehmen im WDR nicht äußern.

Römer jedoch atmet auf. Zwar sei ihr bewusst, dass Apple den Streit jederzeit wieder entfachen könnte, für wahrscheinlich hält sie dies aber nicht. Statt sich Gedanken zu machen, will sie sich wieder voll und ganz auf ihr Café konzentrieren und plant, weitere Filialen zu eröffnen.

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