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NSA späht auch "Angry Birds" aus - Apps geraten ins Spion-Visier

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Begehrte Nutzerdaten  

Geheimdienste spähen Nutzer von "Angry Birds" aus

29.01.2014, 16:51 Uhr | t-online.de, dpa

NSA späht auch "Angry Birds" aus - Apps geraten ins Spion-Visier. Die NSA sammelt auch Nutzerdaten von Apps wie "Angry Birds", hier auf einem Tablet installiert. (Quelle: imago/Xinhua)

Die NSA sammelt auch Nutzerdaten von Apps wie "Angry Birds", hier auf einem Tablet installiert. (Quelle: Xinhua/imago)

Wer Apps auf dem Smartphone nutzt, muss damit rechnen, dass bestimmte Informationen in den Datensammlungen des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes NSA und des britischen Geheimdienstes GCHQ landen. Darüber berichten die "New York Times" und der "Guardian" und nennen als Beispiel das populäre Spiel "Angry Birds". Die Spiele des Anbieters wurden insgesamt mehr als zwei Milliarden Mal heruntergeladen.

Die beiden Geheimdienste lauerten im Hintergrund, um auf Informationen wie Orte, Alter, Geschlecht oder sexuelle Orientierung der Spieler zuzugreifen, heißt es. Sie hätten auch gezielt Programme entwickelt, um Sicherheitslücken von Apps auszunutzen. Heikel sind zudem Nutzerprofile, die erstellt werden, damit Anzeigenkunden maßgeschneiderte Werbung ausspielen können.

Beide Zeitungen beziehen sich auf Unterlagen aus dem Fundus des Informanten Edward Snowden. Rovio, die Computerspiele-Firma, die "Angry Birds" entwickelt hat, beteuerte gegenüber den Medien, nichts davon zu wissen, dass NSA und GCHQ Nutzerdaten ausspionieren. Der Spiele-Entwickler mutmaßt, dass Werbenetzwerke von Drittanbietern die Schnittstelle für die NSA sein könnten.

Als Reaktion auf die Nachricht nahmen sich Hacker die Internetseite von Rovio vor und legten sie zeitweise lahm. Eine Sprecherin des Unternehmens Rovio teilte am Mittwoch mit, die Aktion habe nur ein paar Minuten gedauert, die Daten von Spielern seien "zu keiner Zeit" gefährdet gewesen.

Verräterische Taschenlampen-App

Dass vor allem kostenlose Apps nebenbei viele Daten über Nutzer erheben, ist schon lange bekannt. Als klassisches Beispiel gilt eine Anwendung, die den Smartphone-Blitz als Taschenlampe leuchten ließ - und nebenbei Informationen wie den aktuellen Ort und die Identifikationsnummer des Geräts abgriff. Die Android-App war mindestens 50 Millionen Mal heruntergeladen worden. Solchen datenhungrigen Anwendungen werden zunehmend Riegel vorgeschoben.

Geheimdienste sind scharf auf Aufenthaltsorte und Kontakte

Aber viele Apps sammeln die Daten auch mit ausdrücklichem Einverständnis der Nutzer, zum Beispiel die von sozialen Netzwerken oder Kartendiensten wie Google Maps. Aus einem geheimen Dokument des britischen Geheimdienstes GCHQ aus dem Jahr 2008 zitieren beide Zeitungen den Satz: "Das bedeutet, dass jeder, der Google Maps auf dem Smartphone nutzt, für das GCHQ arbeitet."

Die Geheimdienste hätten unter anderem gemeinsam daran gearbeitet, Ortsinformationen abzugreifen oder an Adressbücher heranzukommen, wenn jemand Apps von Online-Netzwerken einsetze, schreibt die "New York Times". Von großem Interesse für die Geheimdienste seien auch die Geo-Daten von Fotos, die bei sozialen Netzwerken hochgeladen werden.

In einem geheimen britischen Dokument aus dem Jahr 2012 sei die Rede davon, dass man auf Apps zugreifen könne, die Details wie die politische oder sexuelle Orientierung von Nutzern enthielten.

Zugleich bleibe das Ausmaß der Datensammlung mit Hilfe von Apps anhand der vorliegenden Dokumente unklar, schränkt die "New York Times" ein. In den internen Präsentationen würden Quellen wie "Social Apps", "Geo-Apps" oder Daten aus mobiler Werbung genannt. Dort heiße es auch, diese Daten könnten Fragen beantworten wie etwa: "Wo war meine Zielperson, als sie das gemacht hat?" oder "Wohin ist meine Zielperson unterwegs?"

NSA - eine unersättliche Datenkrake

Die neuen Enthüllungen fügen einen weiteren Mosaikstein zum Wissen über das große Überwachungssystem der NSA hinzu. Bereits bekannt geworden war, dass der US-Geheimdienst verschiedene Arten elektronischer Kommunikation abgreift, ebenso begleitende Informationen zu Telefonanrufen, Inhalte von Adressbüchern und zumindest in der Vergangenheit auch den internen Datenverkehr zwischen Rechenzentren von Internet-Konzernen wie Google und Yahoo.

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