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Stiftung Warentest lobt Threema - WhatsApp ist "sehr kritisch"

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Nach Facebook-Übernahme  

Stiftung Warentest begutachtet WhatsApp und die Alternativen

27.02.2014, 17:49 Uhr | t-online.de, AFP

Stiftung Warentest lobt Threema - WhatsApp ist "sehr kritisch". WhatsApp auf einem Smartphone (Quelle: imago/Eibner Europa)

Die Stiftung Warentest beurteilt WhatsApp als "sehr kritisch". (Quelle: Eibner Europa/imago)

Seitdem Mitte Februar bekannt wurde, dass Facebook den Messenger WhatsApp aufkauft, schauen sich viele Nutzer nach einer Alternative zu der beliebten App um. Die Stiftung Warentest hat sich vier häufig gewählte WhatsApp-Alternativen genauer angesehen und kommt zu dem Ergebnis: Nur eine ist "unkritisch".

Die Stiftung Warentest schließt sich der Kritik an WhatsApp aus datenschutzrechtlicher Perspektive an und stuft die App als "sehr kritisch" ein. Die Tester bemängeln unter anderem, dass Adressbücher auf dem Smartphone automatisch und ungefragt ausgelesen werden. Nutzte WhatsApp anfangs gar keine Verschlüsselung, so gilt die derzeit in der App verwendete Verschlüsselungsmethode als schwach und unsicher.

Ein niederländischer Software-Entwickler hatte im Oktober letzten Jahres festgestellt, dass die Schlüssel einer Übertragung recht leicht zu knacken seien. Im Sommer 2013 nutzte zudem ein Trojaner namens Priyanka eine Schwachstelle in WhatsApp aus.

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Stiftung Warentest kritisiert auch andere Messenger

Auch zwei weitere Messenger-Anwendungen kamen bei der Bewertung durch die Warentester nicht gut weg. Derzeit ist der Telegram Messenger für das Betriebssystem Android in den Download-Charts des Google Play Store ganz weit oben zu finden. Doch die Tester stuften diese App als "kritisch" ein, da sie automatisch alle Adressbucheinträge ohne Zustimmung des Nutzers auslese. Eine standardmäßig aktivierte Verschlüsselung des Chats fehlt und müsse vom Nutzer manuell eingeschaltet werden.

Auch die Messenger-Apps Line und der Blackberry Messenger erhielten wie WhatsApp die Bewertung "sehr kritisch", da hier ebenfalls der Datenschutz zu Wünschen übrig lasse.

Stiftung Warentest empfiehlt nur einen Messenger

Nur die aus der Schweiz stammende Messenger-App Threema konnte die Stiftung Warentest überzeugen. Die Tester lobten die umfassende Verschlüsselung, die die Kommunikation zwischen den beteiligten Endgeräten codiert und damit sehr gut schütze. Weiterhin begrüßen die Experten, dass Adressbucheinträge in anonymisierter Form gespeichert werden und der Nutzer um Zustimmung gefragt wird, bevor das Adressbuch auf dem Smartphone ausgelesen wird.

Die Stiftung bewertete Threema deshalb am Mittwoch als datenschutzrechtlich "unkritisch" und empfahl die App als gute Alternative zu WhatsApp.

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WhatsApp verliert Sympathie

WhatsApp ist mit nach eigenen Angaben über 450 Millionen Nutzern die am meisten genutzte Messenger-App. Seitdem der Verkauf an Facebook bekannt wurde, hat die App bei vielen Nutzern Verärgerung hervor gerufen.

Welche Änderungen diese Übernahme nach sich zieht, ist derzeit noch unklar. WhatsApp und Facebook behaupteten einmütig, alles bliebe wie es ist. Allerdings geht aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von WhatsApp hervor, dass die Nutzerdaten bei einem Verkauf an den neuen Eigentümer – also Facebook – übergeben werden können.

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Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gab in einem Interview zur Übernahme außerdem klar zu verstehen, dass "die Sache mit dem Geldverdienen" noch besser werden müsse. Man werde schauen, wie man WhatsApp zu einem wirklich großartigen Geschäft machen könne, sagte Zuckerberg. Facebook verdient sein Geld mit Werbung in seinen Diensten und hat auch seine mobile App werbetauglich gemacht.

Messenger-Apps als Alternative zur SMS

Alle getesteten Apps sind sogenannte Messenger-Programme, mit denen Nutzer von Smartphone zu Smartphone kostenlos Nachrichten und teilweise auch Fotos und Videos austauschen können.

Anders als bei der SMS muss für die einzelne via Internet verschickte Nachricht nicht gezahlt werden. Der Nutzer muss die Apps nur einmalig kaufen oder eine geringe Abogebühr pro Jahr bezahlen. Im Gegensatz zur SMS gibt es keine Zeichenbegrenzung für Nachrichten.

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