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US-Behörde FTC stellt Snapchat unter Aufsicht

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Nach Hacker-Attacke  

US-Behörde stellt Snapchat unter Aufsicht

09.05.2014, 16:52 Uhr | dpa

US-Behörde FTC stellt Snapchat unter Aufsicht. Snapchat (Quelle: imago/Rüdiger Wölk)

Snapchat muss bei Datenschutz und Sicherheit nachbessern. (Quelle: Rüdiger Wölk/imago)

Die Federal Trade Commission (FTC) hat die allem bei Jugendlichen beliebte Fotochat-App Snapchat für 20 Jahre unter Beobachtung gestellt. Die US-Handelsbehörde monierte eklatante Mängel beim Datenschutz und der Sicherheit. Die Entwickler hätten ihre Versprechen gegenüber den Nutzern zudem nicht gehalten. Dem voraus gegangen war ein Hacker-Angriff in der Neujahrsnacht.

Unbekannte hatten eine Schwachstelle der App ausgenutzt und in der Nacht zum ersten Januar die Namen und Telefonnummern von 4,6 Millionen Snapchat-Nutzern erbeutet und im Internet veröffentlicht. Neben diesem Datenschutzproblem steht aber auch eine Sicherheitsfunktion in der Kritik, mit der Snapchat wirbt.

Über die Smartphone-App lassen sich Bilder oder Videos verschicken, die für den Empfänger nur kurz sichtbar sein sollen und dann gelöscht werden. Die FTC bemängelte, Snapchat könne dieses Versprechen nicht einhalten. Die Fotos könnten über Apps von Drittanbietern gespeichert werden. Oder der Nutzer macht einfach einen Screenshot in dem Moment, indem das Bild angezeigt wird. Die Nutzer seien entgegen Zusicherungen der Firma auch nicht unterrichtet worden, wenn jemand einen Screenshot gemacht habe.

Widerrechtliche Sammlung von Ortungsdaten

Weiterhin moniert die FTC, dass Snapchat in der Android-Version der App Ortungsdaten gesammelt habe, obwohl dies in den Nutzungsbedingungen verneint worden sei. Snapchat müsse seine Nutzer besser informieren, forderte die Behörde und drängte das Unternehmen zu einem Vergleich. Ein Datenschutz-Experte wird dem App-Entwickler nun 20 Jahre lang auf die Finger schauen.

Snapchat räumt Fehler ein

"Einige Dinge haben nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen zugestanden hätte", erklärte Snapchat in einem Blogeintrag. Dazu gehöre die präzisere Kommunikation mit den Nutzern. Die Formulierungen seien bereits weitestgehend geändert worden. "Und wir investieren weiterhin kräftig in Sicherheit und Gegenmaßnahmen, um Missbrauch vorzubeugen."

Snapchat war im vergangenen Jahr explosiv gewachsen und soll ein drei Milliarden Dollar schweres Kaufangebot von Facebook ausgeschlagen haben. Das Versprechen, dass die Fotos nach dem Ansehen für immer verschwinden, verleitet vor allem Jugendliche oft dazu, sehr offenherzige Bilder über Snapchat an Freunde zu versenden.

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